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Einsatz in Brasilien: So arbeitet die Feuerwehr unterm Zuckerhut!

Feuerwehr bei Veranstaltungen zu streng?

Dortmund (NW) – In Dortmund stehen diverse große Traditionsfeste vor der Tür. Die Organisatoren als auch Schausteller und Standbetreiber kämpfen mit den verschärften Auflagen, die die Bezirksregierung nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg gemacht hat. Die Feuerwehr Dortmund setzt die Vorgaben um, wodurch einige Beteiligte die Feste in Gefahr sehen. Die Feuerwehr wird deshalb in einer entbrannten Sicherheitsdebatte zum Sündenbock gemacht.

Im Dortmunder Stadtteil Hörde wurde jüngst das Erntedankfest gefeiert, der Dortmunder Hansemarkt steht kurz bevor und auch der Weihnachtsmarkt lässt nicht mehr lange auf sich warten. Alles Veranstaltungen mit Tradition, die für ihre besonders gemütlichen Atmosphären bekannt sind. Die Gemütlichkeit entsteht durch die hohe Dichte an Ständen und Karussells.

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Aber genau dies bemängelt die Feuerwehr. Die großen Einsatzfahrzeuge kommen nicht durch die zugestellten Straßen und für die Drehleiter fehlt es an Aufstellflächen. Den baurechtlich geforderten zweiten Rettungsweg kann die Feuerwehr so nicht sicherstellen. Die Brandschutzbehörde hält sich dabei an bereits lang bestehendes Baurecht und die Vorgaben der Bezirksregierung, die auf die tragischen Erfahrungen der Loveparade beruhen.

Nach der Massenpanik auf der Loveparade im Jahr 2010 in Duisburg, bei der 21 Besucher starben und mehr als 500 verletzt wurden, wurden die Maßstäbe für Großveranstaltungen neu definiert. Dies schmeckt vielen Schaustellern und Budenbetreibern nicht. Sie fürchten eine Reduzierung der Standplätze auf den Festen und den Verlust der allseits beliebten Atmosphären. Auch entstünden Kosten für Sicherheitsmaßnahmen. Die Feuerwehr, besonders der Leiter Dortmunder Wehr, Dirk Aschenbrenner, werden seitens der Kirmesleute für die Umsetzung scharf kritisiert. Die Rede ist von überzogenen Sicherheitsvorkehrungen, gar von Willkür. Dabei ist Dirk Aschenbrenner der Meinung, dass die Feuerwehr alles Mögliche versuche, um die Feste mit dem notwenigen Maße an Sicherheit zu realisieren.

Auch die Stadt Dortmund ist nicht besonders erfreut über die neuen Auflagen. Sie ist nämlich in der Verpflichtung für einige Großveranstaltungen in ihren Parkanlagen entsprechende Evakuierungspläne zu erstellen, und die kosten Geld. Dennoch stellt sich die Stadtverwaltung auf die Seite der Feuerwehr und wirbt um Verständnis.

Feuerwehr, Stadtverwaltung und Veranstalter wollen zukünftig eine langfristige Aufstellplanung betreiben, um so allen Bedürfnissen gerecht zu werden

Text: Thomas Weege

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