12-Millionen-Euro-Gebäude ist Totalschaden

Großbrand in Nürnberger Kita-Neubau: Löschen per Abriss

Nürnberg (BY) – In einer noch nicht ganz fertiggestellten Kindertagesstätte in Nürnberg ist am Montag ein Brand ausgebrochen. Der Feuerwehreinsatz zog sich über anderthalb Tage hin. Wegen immer wieder aufflackernder Glutnestern haben sich die Verantwortlichen schließlich dazu entschlossen, Teile des 12 Millionen Euro teuren Neubaus abzureißen.

In Nürnberg kämpft die Feuerwehr mit einem Großbrand in einem Kita-Neubau.

Am Montagmittag wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Nürnberg zu einem Brand auf einer Baustelle im Norden der Stadt alarmiert. Nach eigenen Angaben war bereits auf der Anfahrt eine Rauchsäule sichtbar. Vor Ort stand das Erdgeschoss einer städtischen Kindertagesstätte in Vollbrand und die Flammen griffen auf den ersten Stock über.

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Bei dem zweigeschossigen, reinen Holzbau handelte es sich um ein Neubauprojekt, in das die Stadt 12 Millionen Euro investiert hatte. In naher Zukunft hätten hier zehn Gruppen mit rund 250 Kindern Platz finden sollen. Als das Feuer ausbrach, befanden sich noch Bauarbeiter in dem Gebäude, die dieses aber vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt verlassen konnten.

Die ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr leiteten einen massiven Löschangriff mit mehreren Trupps im Innenangriff ein und ging von außen mit Wenderohren von Drehleitern vor. Als sich für die Einsatzkräfte abzeichnete, dass die Dachkonstruktion einzustürzen drohte, wurden die Trupps aus dem Innenangriff zurückgenommen. Nun mussten sich die Kräfte auf einen Löschangriff von außen beschränken. Ein Übergreifen des Feuers auf den gesamten Neubau konnten sie nicht mehr verhindern.

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Holzbauweise bereitet Probleme

Das Gebäude stand kurz vor der Fertigstellung. Nur im Innenbereich fanden noch Arbeiten durch Handwerker statt. So waren auch mehrere Baumaßnahmen des Vorbeugenden Brandschutzes nicht umgesetzt. Daher konnte sich das Feuer besonders schnell ausbreiten.

Schwierig gestaltete sich das Ablöschen der Glutnester, berichtet der Sprecher der Feuerwehr, Thomas Schertel, gegenüber nordbayern.de: Die neue Kindertagesstätte war besonders energiesparend geplant und entsprechend gut mit Dämmmaterial versehen. Bedingt durch die Holzbauweise befanden sich in der Konstruktion außerdem zahlreiche Hohlräume.

Die Feuerwehr entschied sich am Dienstag dazu, ein privates Abrissunternehmen zur Unterstützung der Nachlöscharbeiten hinzuzuziehen. Mithilfe eines Baggers werden Teile des Neubaus abgetragen und der Schutt anschließend durch die Feuerwehr weiter abgelöscht. Diese Arbeiten sollen sich laut Radio 8 noch bis in die Nacht hinziehen.

Laut Feuerwehr waren zu Spitzenzeiten rund 80 Einsatzkräften der BF und FF vor Ort. Unterstützt wurden sie von 15 Kräften des Rettungsdienstes und der Polizei, die mit 9 Streifenwagen die Einsatzstelle absicherte. Die Brandursache ist zurzeit noch unklar.

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