Gimaex Deutschland nicht betroffen

Gimaex-Mutterkonzern meldet Insolvenz an

St. Maur (Frankreich) – Die Gimaex International mit Sitz in Frankreich ist zahlungsunfähig. Das entsprechende Insovenzverfahren wurde von dem französischen Aufbauhersteller für Feuerwehrfahrzeuge bereits im Dezember 2017 eingeleitet. Die Gimaex Deutschland GmbH mit Sitz in Wilnsdorf ist davon nicht betroffen. “Die Gimaex GmbH in Deutschland kann Ihren Geschäftsaktivitäten uneingeschränkt nachgehen und die Auftragslage in Wilnsdorf ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr gut”, erklärte Jan-Christoph Eckel, Director Sales & Marketing bei Gimaex in Wilnsdorf, auf Nachfrage des Feuerwehr-Magazins.

Auf der Interschutz 2015 in Hannover war Gimaex International noch mit einem großen Stand vertreten (mittig zwischen Ziegler und Magirus). Seit Dezember 2017 ist der Mutterkonzern in Frankreich zahlungsunfähig. Foto: Hegemann

Aktuell läuft der Betrieb in Frankreich reduziert (4-Tage-Woche) weiter. Das zuständige Handelsgericht in Bobigny hat einen Zwangsverwalter bestellt. Innerhalb von sechs Monaten sollen verschiedene Zukunftsoptionen geprüft werden.

Marke “Schmitz” verschwindet

In Frankreich unterhält die Gimaex International unter anderem Produktionsstätten in Charleville, Roanne (vor allem Löschfahrzeuge), Tourouvre (Drehleitern, ehemals Riffaud) und Paris (Rettungsfahrzeuge). Die ehemalige “Schmitz Feuerwehr und Umwelttechnik GmbH” schloss sich 2004 mit dem französischen Unternehmen zusammen. “Wir sind aber ein eigenständiges Unternehmen”, so Eckel.

Die Gimaex GmbH in Wilnsdorf ist von der Insolvenz nicht betroffen. Die Produktion von Einsatzleitfahrzeugen und Löschfahrzeugen (hier das GTLF der Feuerwehr Hannover) läuft uneingeschränkt weiter. Foto: Hegemann

In Schieflage war die Gimaex International geraten, weil zwei Großkunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkamen. Nach Berichten französischer Medien sollen sich die Außenstände allein aus diesen beiden Aufträgen aus dem Irak und Libyen auf über 10 Millionen Euro belaufen.

Ein Kommentar zu “Gimaex-Mutterkonzern meldet Insolvenz an”
  1. Heiko Arndt

    Die Situation französischer Feuerwehrfahrzeughersteller generell soll schlecht sein, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Auch Sides hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Schließlich wurde es 2017 von der Armoric Holding gekauft. Zuvor war die deutsche BAVARIA Industries Group AG mit 100% im Besitz von Sides.

    Soweit ich mich erinnern kann, sollen neben den zahlungssäumigen Kunden aus dem Ausland auch das Marktumfeld in Frankreich (zu spezielle Fahrzeuge) und die geringe Bedeutung im europäischen Markt Gründe für die Schieflage französischer Feuerwehrausrüster sein.

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