DFV erarbeitet Leitfaden und Flyer

Gegen Extremismus in der Feuerwehr

Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) stellt sich gegen Extremismus in der Feuerwehr. Für den Umgang mit extremistischen Erscheinungsformen in den Wehren stellt der Verband jetzt einen Leitfaden und einen Flyer zur Verfügung.

Deutscher Feuerwehrverband
DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. Foto: Rico Thumser/DFV

„Die Feuerwehr ist ein wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur in unserer Demokratie. Wir begrüßen alle Feuerwehrangehörigen unabhängig von ihrer Herkunft und geben Rassismus keine Chance“, sagt Karl-Heinz Banse, Präsident des DFV.

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Dabei spielen extremistische Strukturen auch in den Feuerwehren eine Rolle. Diese können in vielen Formen auftreten. Darunter fallen sowohl politisch extreme Einstellungen als auch religiöser Fundamentalismus. „Extremismus hat bei uns in den Feuerwehren keinen Platz,“ bezieht der DFV-Vizepräsident Frank Hachemer dazu klar Stellung. Gemeinsam mit Vizepräsident und Bundesjugendleiter Christian Patzelt hatte er die Erarbeitung eines Leitfadens und eines Flyers für die Handhabung von Extremismus im Feuerwehr-Alltag in Auftrag gegeben und den Entstehungsprozess begleitet.

Sowohl der Leitfaden als auch der Flyer formulieren eine klare Vorgehensweise für Feuerwehrangehörige, die sich mit extremistischen Erscheinungsformen konfrontiert sehen. Dabei richtet sich der „Leitfaden zum Umgang mit extremistischen Erscheinungsformen“ vor allem an Führungskräfte, während der Flyer allen Angehörigen der Feuerwehren helfen soll.

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Die Handreichungen wenden sich mit spezifischen Beispielen an die Feuerwehrleute und sollen ihnen helfen, die Situation einzuschätzen. Die Anweisungen für das richtige Vorgehen sind an bekannte Strukturen angelehnt. „Gefahr erkennen, Spezialkräfte anfordern, Maßnahmen ergreifen“ wird in allen Wehren als Herangehensweise an einen Gefahrgut-Einsatz gelernt. Alle Punkte können Feuerwehrmitglieder ebenso im Einsatz gegen Extremismus anwenden. Ziel sowohl des Leitfadens als auch des Flyers ist es, Kameraden, die sich innerhalb der eigenen Wehr mit Extremismus konfrontiert sehen, schnell praxisbezogene Vorgaben zum weiteren Vorgehen zu bieten.

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Entstanden sind beide Handreichungen in der Arbeitsgruppe „Umgang mit extremistischen Einzelfällen in der Feuerwehr“. Anschließend wurden sie noch einmal von dem Projekt „Faktor 112“ überarbeitet und mit den Landesfeuerwehrverbänden abgestimmt. Ihr könnt beide kostenlos beim Deutschen Feuerwehrverband herunterladen.

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