"Unfreundliche, faule Schweine"

Feuerwehrleute beleidigt: 2.000 Euro Geldstrafe

Waldaschaff (BY) – Mit heftigen Beschimpfungen und beleidigenden Kommentaren eines Pkw-Fahrers sah sich die FF Waldschaff (Kreis Aschaffenburg) bei einem Verkehrsunfall konfrontiert. Wie die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite berichtet, ist der Mann dafür nun zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt worden.

ELW 1 der Feuerwehr Waldaschaff. Symbolfoto: Hettler

Am 4. März 2018 waren die Waldaschaffer zu einer Massenkarambolage mit insgesamt sechs schwer verletzten Personen auf der A 3 ausgerückt. Die Vollsperrung der Autobahn erzürnte einen Autofahrer offensichtlich so sehr, dass er einen Feuerwehrmann zurechtwies, er und seine Kameraden wären doch “faule Säue” und er solle zusehen, dass die Autobahn wieder frei würde.

Nach Angaben der Feuerwehr kommentierte derselbe Mann später zum Einsatz-Bericht bei Facebook unter anderem: “Idioten… übrigens die Feuerwehrleute sind unfreundliche, faule Schweine, das sei mal festzuhalten! 😡”.

Die Meldung, dass der Autofahrer wegen Beleidigung zu der Geldstrafe verurteilt worden sei, habe die FF jetzt von der Polizei erhalten.

eDossier “Gewalt gegen Einsatzkräfte”

Was Feuerwehrleute im Einsatz erleben und wie man der Situation entgegentreten muss.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Richtig so, Führerschein für 6 Monate noch einziehen

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  2. Richtig das dieser Mensch zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei haben es einfach nicht verdient beleidigt zu werden. Sie tun ihren Dienst um zu retten und zu schützen! Dafür gebührt ihnen Respekt und der Rückhalt in Gesellschaft und der Politik, der hier manchmal ganz schön zu wünschen übrig lässt.

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  3. Der sollte mal auf der Straße liegen damit er merkt wie wichtig diese Leute sind wenn sein Auto nebenan brennt

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  4. Geschieht demjenigen recht

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  5. Recht so, die Strafe dafür ist mehr als nötig. Hoffe es schreckt andere ab auch solche Äußerungen zu machen.

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  6. Da fällt einem nichts mehr ein zu solch unterbelichteten Menschen, ohne Worte. Aber wie heißt das Sprichwort? Wer anderen eine Grube gräbt, der fällt meist selbst hinein. 2000 Euro, sind noch zu wenig.

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  7. Leider werden vielzuwenig Leute bestraft die Hilfskräfte beleidigen. Die Strafe ist auch immer zu gering. Jeder der Hilfskräfte beleidigt müsste zu einem schweren Einsatz hinzugezogen werden und schwerverletzte und tote mit bergen. Vielleicht ändert sich dann die Einstellung.

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  8. Kein Fahrverbot? Dann wird der das beim nächsten mal wieder machen.

    Hoffen wir nur, das sein Haus niemals brennt oder er in seinem Auto festsitzt und ihm die “Faulen Schweine” helfen müssen.

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  9. Die Strafe ist viel zu wenig. Der sollte mal an einem Übung teilnehmen und mit anpacken. Daß er sieht, was das ganze für eine körperliche Anstrengung ist.

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  10. Das ist doch endlich mal eine halbwegs positive Nachricht. Meiner Meinung nach hätte der Führerschein auch noch für mindestens ein Jahr abgenommen gehört, wer Rettungskräfte im Straßenverkehr so behandelt ist nicht reif genug für Paragraph 1 der StVO!!!!
    Es ist unter aller Sau was sich Rettungskräfte heutzutage alles aussetzen müssen! Ich bin selber seit 22 Jahren bei der Feuerwehr (zwei Abschnitte auf BAB, mehrere Bundesstraßen) und seit 20 Jahren beim Rettungsdienst (unter anderem Motorradstreife auf drei Autobahnen) und auch ich muss mich nach all den Jahren einfach nur zusammen reißen, manchen Autofahrern nicht einfach mal eine zu scheuern… Der Frust ist mittlerweile so groß, dass ich manchmal überlege auf zu hören.

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  11. Man sollte einen Feuerwehrmann mit Hochachtung begegnen !
    Sie sind immer zur Stelle wenn Hilfe gebraucht wird . Egal ob bei Feuer , Verkehrsunfall oder sonstige Hilfe in der Not . Somit kann ich nicht verstehen wer die Arbeit der Feuerwehr behindert oder sogar beleidigt.
    Ebenso ist es eine Selbstverständlichkeit das die Rettungsgasse bei Unfällen gebildet wird !
    Ich bin der Meinung das die erhobenen Strafen bei solchen Verstößen noch zu human sind .
    H. W. Sachsen

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  12. Super! Die Richter sollen das Bundesverdienstkreuz in Gold am Bande bekommen ! Super Urteil !!! Gruß Jürgen
    FW & Rettsann

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  13. Sein eigenes Leben riskieren, damit es andere gut haben. Seine freie Zeit opfern, in der eigenen Freizeit Lehrgänge besuchen…. Es ist anscheinend nichts mehr Wert. Es sollten mal alle Freiwilligen Feuerwehren sich auflösen, damit die “Dumme Bevölkerung (in diesem Fall der Autofahrer) mal merkt was die Freiwilligen überhaupt für Arbeit machen…..

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  14. Die Strafe ist viel zu gering. Solche Menschen sollte zu einem Jahr Feuerwehrdienst verdonnert werden. Denn solche Idioten lernen es sonst nicht.
    Die meisten Helfer von der Feuerwehr machen den Dienst Ehrenamtlich. Ich habe allen Respekt vor den Kameraden.

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  15. Solche Typen müssten mal in Not geraden und kein Notarzt/Sanitäter,Feuerwehr oder Polizei kann im schnell Helfen weil Gaffer und Sensationshascher den WEg versperren.2000,00€ Strafe ist noch viel zu wenig diese Typen müssten 3 Monate bei einer Rettungswache Dienst schieben ( auch Einsätze mitfahren)da Sehen sie genug um ihre Einstellung zu den Einzelnen Diensten zu Ändern.

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  16. Unabhängig vom Verhalten des verurteilten Verkehrsteilnehmers:

    Ich finde es immer wieder bedenklich, Kommentare zu lesen, in denen quasi gewünscht wird, jemand solle selber in eine Notlage kommen und die HiOrgs sollen dann nicht helfen. Oder ähnliche aggressive Kommentare.

    Ich als Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr finde es beschämend, denn diejenigen, die so etwas schreiben, sind nicht unbedingt besser als derjenige, über den alle herfallen.

    Außerdem darf man nie vergessen, dass derartige von Einsatzkräften getätigte Äußerungen grundsätzlich zuerst dem Ansehen der Organisation schaden. Die Leser sehen diese immer erst als Äußerung einer Institution, nicht einer Person.

    Nun zur Sache:
    Ich finde es sehr erfreulich, dass der Täter verurteilt wurde. Es wäre jetzt noch wünschenswert, dass namhafte Medien (gerade die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten) darüber prominent berichten, um Nachahmern zu zeigen, dass derartiges Verhalten seine Konsequenzen hat.
    Juristisch wird es schwer sein, bei einer Beleidigung die Fahrerlaubnis zu entziehen.
    Aber vielleicht lohnt es ja zusätzlich, wenn jede am Einsatz beteiligte Einsatzkraft im Zuge eines Zivilprozesses den Täter auf Schmerzensgeld zu verklagen würde. Erstens die weiteren Prozesskosten, zweitens die evtl. zugesprochenen Zahlungen…

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  17. Da ist schon wieder so ein “Gutmensch und Moralapostel”am Wort. (Herr Kafurke) Der angepöbelte ist selbst Schuld usw. Kein weiterer Kommentar nötig !

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  18. Hallo zusammen, es ist gut dass der Beleidiger zu 2000€ Geldstrafe verurteilt wurde! Immerhin hat das Gericht es sich nicht zu leicht gemacht, wie in anderen Fällen wo so manches Urteil gefällt wurde! Wo man sich anschließend an den Kopf gefaßt hat und sich gefragt hat ,,Gehts noch? ”
    Gegen solche Typen hilft nur noch Härte! Das ist das was sie verstehen! Und ruhig noch etwas mehr durchgreifen!
    Gewalt gegen Einsatzkräfte geht garnicht! Egal welcher Art!
    MfG. rs10

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