Eins der größten privaten Brandhäuser Deutschlands

Groß Berkel (NI) – Am Rand des Dorfes Groß Berkel bei Hameln steht eins der größten Brandhäuser Deutschlands. Bauherr und Betreiber ist Frank Koppenhagen. Der Feuerwehrhändler begründet sein Engagement mit dem riesigen Ausbildungsbedarf der Feuerwehren bei der Realbrandbekämpfung. 

Das Brandhaus in Groß Berkel bei Hameln ist aus drei 20-Fuß-Containern und drei 40-Fuß-Containern errichtet. Insgesamt stehen rund 200 Quadratmeter Übungsfläche zur Verfügung. Befeuert wird mit Feststoffen (unbehandeltes Holz oder Stroh). Foto: Hegemann

Der Name Koppenhagen dürfte vielen Feuerwehrleuten bekannt vorkommen. Als klassischer Händler für Feuerwehrbedarf, Brand- und Arbeitsschutz ist das Unternehmen mit Sitz in Aerzen vor allem in Nord- und Westdeutschland aktiv. „Handelswaren und Fahrzeuge waren lange Zeit unser Geschäft“, so der Seniorchef weiter. „In Gesprächen mit unseren Kunden hörten wir immer wieder, dass die Ausbildungskapazitäten der Feuerwehrschulen nicht ausreichten und hier ein enormer Bedarf bestände“, ergänzt Juniorchef Jan-Hendrik Koppenhagen.

Anzeige

Lange winkten die Koppenhagens ab: „Ausbildung ist nicht unser Metier!“ Doch 2020 konnte im nur 3 Kilometer entfernten Ortsteil Groß Berkel ein ehemaliges Produktionsgebäude samt Freiflächen erworben worden. Dort entstand im ersten Schritt Rescue Arena. 2021/22 kam dann auch noch eine Realbrand- und Taktiktrainingsanlage hinzu. Die eigentliche Planung dauerte rund 4 Monate, die Bauzeit der einzelnen Anlagenteile etwa 14 Wochen. Vor Ort war dann alles innerhalb einer Woche aufgestellt und verschraubt.  

Im Mittelpunkt der meisten Ausbildungseinheiten steht das Auffinden der Brandstelle und das möglichst sparsame Löschen der Flammen. Foto: Hegemann

Die neue Anlage bietet wirklich eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten. Das ist auch der wesentliche Grund für das „Überformat“ des Brandhauses. 200 Quadratmeter Übungsfläche sind inklusive der Podeste vorhanden, im Inneren sind es 135 Quadratmeter. Es gibt 24 Fenster und 18 Türen, einen innenliegenden Treppenraum bis in die zweite Etage und außen eine Fluchttreppe. Die höchste Arbeitsebene befindet sich in etwa 8 Meter Höhe. An alle Podeste und Arbeitsebenen kann angeleitert werden. Und sogar eine Atemschutzübungsstrecke, ist im Brandhaus integriert. 

Anmerkung: Aufgrund von Hinweisen von anderen Anbietern haben wir die Überschrift des Artikels am 13. Oktober geändert. Da verschiedene Kennzahlen zur Beurteilung von “Größe” herangezogen werden können, kann es zu unterschiedlichen Rankings kommen. Wir werden die Anbieter in der nächsten Woche alle Anschreiben und die wesentlichen Kennzahlen abfragen. 

Passend zum Thema

>>>Realbrandausbildung bei der Feuerwehr<<<

>>>Flammschutzhaube: Tipps für Feuerwehr-Einsätze<<<

In der Oktober-Ausgabe 2022 des Feuerwehr-Magazins stellen wir das Brandhaus XXL und die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vor. Aktuell könnt Ihr das Heft im Handel erwerben. Oder Ihr bestellt es ganz bequem im Online-Shop des Feuerwehr-Magazins, zum sofortigen Download oder klassisch in der gedruckten Form. >>>Hier findet Ihr die Oktober-Ausgabe<<<

Feuerwehr-Magazin 10/2022

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Privat vor Staat – ist doch gut, wenn Privatinitiativen zu nützlichen Lösungen führen.
    Die Privatunternehmer werden wohl für eine gute Auslastung sorgen.

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert