Berlin: Freiwillige Feuerwehr macht dicht

Berlin – Nach 106 Jahren stellt die Freiwillige Feuerwehr Berlin-Rahnsdorf am Dienstagabend ihren Betrieb ein. Der Grund: Mitgliedermangel.

Die Einheit in dem Ortsteil an der östlichen Berliner Stadtgrenze (Bezirk Treptow-Köpenick) ist bereits seit einigen Monaten nicht mehr einsatzbereit. Sie zählt nur noch sieben Kameraden. Intensiv haben sich die Aktiven bis zum Schluss um neue Mitglieder bemüht. Ohne Erfolg.

“Eine Freiwillige Feuerwehr wegen mangelnder Mitglieder zu schließen, ist immer sehr schmerzlich”, erklärt Landesbranddirektor Wilfried Gräfling. “Ich danke den verbliebenen Angehörigen der FF Rahnsdorf für ihr Engagement und hoffe, dass wir in naher Zukunft nicht noch weitere Wehren schließen müssen, weil sich nicht genug Menschen finden, die sich für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr begeistern können!”

In Zukunft müssen die Wehren aus den benachbarten Ortsteilen das Rahnsdorfer Ausrückegebiet mit übernehmen. Der von der Berufsfeuerwehr besetzte Rettungswagen bleibt am Standort Rahnsdorf jedoch erhalten.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die FF Barkhorst (Kreis Stormarn) hat auch vor wenigen Tagen seine Auflösung beschlossen.

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  2. Eher traurig für die Kammeraden und beschämend für die ganzen Egoisten da draußen!!!! Das wird nicht die letzte Wehr gewesen sein!!

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  3. Das ist der wandel der zeit…
    Früher war jeder in der Feuerwehr wenn ich an meine opas und uropas zurück denke…
    Niemand will mehr was umsonst machen…
    Das ist schon Arm….
    Ich komme aus einer kleinen Stützpunktfeuerwehr und bin jugendgruppenleiter, die zukunft der Einsatzabteilung, und ich muss sagen das wir auch zu knabbern haben in der Jugend sowie in der Einsabteilung.
    Man kann nur hoffen das es mal wieder besser wird. Ansonsten heißt es für viele “Willkommen in der PFLICHTFEUERWEHR”!!!!!!

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  4. Die Pflichtfeuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, die dann eingerichtet wird, wenn eine Freiwillige Feuerwehr nicht zustande kommt. Um den Brandschutz vor Ort dennoch zu gewährleisten, können in diesem Fall geeignete Personen von der Gemeinde zum Feuerwehrdienst verpflichtet werden.

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  5. Stell dir vor es brennt und Keiner kommt löschen.

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  6. Wenn aber jemand als ausgebildeter Feuerwehrmann durch Umzug in eine neue FF kommt und dann systematisch ausgebremst wird – so nach dem Motto “das haben wir noch nie so gemacht, das haben wir schon immer so gemacht” ist es doch kein Wunder das man dann die Lust verliert und aufhoert. Ich hatte viel Zeit, da ich arbeitslos war und habe mich um die beiden Fahrzeuge gekuemmert (LF8W und VW Bus). Als die Wahl zum Fahzeugwart anstand wurde jemand anders gewaehlt, der sich ueberhaupt nicht fuer die Fahrzeuge interessierte. Als ich dann gefragt wurde, warum ich mich nicht mehr kuemmerte, habe ich nur unglaeubig geschaut. Ich habe den Dienst quittiert, kurz danach bin ich dann in die USA ausgewandert.

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  7. wirklich traurig! Gott sei dank hat unsere Feuerwehr (noch) genügend Mitglieder. Bin vor 3 Jahren aus der Jugend nachgerückt und hoffe, das werden noch viele tun

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  8. Den Vorfall muss man an die ganz große Glocke hängen, damit wirklich jeder das Problem erkennt und Angst bekommt. Es ist zwar schade, aber nach solchen Vorfällen kann das niemand mehr nur als theoretisches Problem abweisen. Und dann sogar in einer Millionenstadt, wie Berlin…

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  9. Also ganz so einfach machen sollte man es sich nicht, wie hier so einige tun. Das Problem der FFs (sprech da aus eigener Erfahrung) ist weniger ( aber nicht ausschließlich!) das Problem das die Feuerwehr grundsätzlich zu wenige Mitglieder hat sondern dass schlichtweg zu wenige tagsüber verfügbar sind. Nicht weil diese nicht wollen sondern weil die eben auch nicht im Wohnort arbeiten. Was bringt’s mir nachts noch mehr als Bereitschaft rum sitzen zu haben weil nachts fast alle kommen und aber tagsüber teilweise nicht mal ne Staffel zusammen kommt. Auch das Thema Pflichtfeuerwehr hilft da nicht wirklich weiter. Bei uns im Ort sind nahezu alle örtlich Beschäftigten in der FF, aber man kann eben nicht immer gehen wenn dadurch andere Gesetzteskonflikte (Fürsorgepflicht etc.) entstehen oder der eigene Job auf dem Spiel steht. Und leider fällt auch der Gemeinderat wohl einigen Feuerwehren in den Rücken, weils ja Geld kostet. Aber so wie ich das sehe, ist das gerade erst die Spitze des Eisbergs!

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  10. Ich kenne den Laden in Rahnsdorf. Gegenüber vom Bootsmotoren-Verkäufer.

    Was der Artikel nicht beschreibt, ist folgendes Szenario:

    500 Meter von der Rahnsdorfer Wehr entfernt, gibt es schon die nächste Wehr – und zwar in Wilhelmshagen.

    Und diese wird nicht schließen. Es ist grober Unfug, innerhalb eines Radius’ von zwei Kilometern drei Wehren am Gehen zu haben.

    Es gab in der Vergangenheit der Versuch des Zusammengehens. Aber man konnte sich nicht einigen. Sieben Mitglieder = ein eigener Verein. Eigene Tradition. Eigene Wehr. Bzw. eben nun keine mehr.

    Das Problem vieler FF ist wirklich die Vereinsmeierei – nicht nur in Rahnsdorf.

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  11. Feuerwehr Dorf-Erbach wird den selben Weg gehen. Nicht durch Mitgliedermangel, sondern durch politischen Stumpfsinn!

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  12. Ich hoffe nur das es bei einigen feuerwehren nicht auch so weiter geht. Wenn die Regierung nicht bald was unternimmt hat die ganze bevölkerung ein Problem, wenn keiner kommt.
    Weil selbst mit einer Pflichtfeuerwehr kommt das problem, jeder will geld, nur noch das nötigste, die Fahrzeuge und die Gerätehäuser vergammeln weil sich niemand richtig darum kümmert guter sprech mir scheiß egal dann sollen die eine Firma hohlen!!!

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  13. Meine lieben Damen und Herren,

    dieser Vorfall, auch wenn es hard klingt, ist leider auch nicht trauriger oder entsetzender, als wenn ein Sportverein sich auflöst.

    Ich selbst bin auch bei einer FF aktiv, auch ich mache das ganze mit Leib und Seele! I

    ch interessiere mich auch nicht für einen Fußballclub, darüber macht man mir auch keinen Vorwurf. Wieso also kann man einem Mitmenschen einen Vorwurf machen, oder aber Aussagen tätigen wie Beispielsweise “…und beschämend für die ganzen Egoisten da draußen!!!!” oder “…Das ist schon Arm…”?

    Es hat jeder von uns seine Hobbies denen er nach geht, ob das nun ein Fußballclub oder eine freiwillige Feuerwehr ist. Zwingen, dieses Ehrenamt auszuführen, kann man niemanden, Denn wie der Name schon sagt, es halndelt sich um eine freiwillige Feuerwehr, die genauso freiwillig ist, wie jeder Sportverein.

    Insofern ist dieser Vorfall sicherlich traurig, aber es ist nicht zu ändern und ich bin der Meinung, solche Aussagen, wie sie hier zum Teil ausgesprochen worden sind,entsprechen nicht der Wahrheit. Es kann niemand gezwungen werden und wenn jemand nunmal kein Interesse an der Feuerwehr hat, dann darf man Ihn deswegen nicht Verurteilen oder mit solchen Aussagen konfrontieren, denn das tut ein Fußballer auch nicht, wenn der Fußballclub Mitglieder sucht, damit er nicht schließen muss und du keine Lust darauf hast und kein Interesse daran.

    Also, jedem das seine und die Entscheidung eines jeden einzelnen sollte man auch Respektieren!

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  14. Ich habe die traurige Erfahrung gemacht dass in den Wehren auch gar nicht klar ist wie wichtig die Kameraden eigentlich sind, dass jeder Kamerad zählt…
    Habe nach einem riesen Theater innerhalb der Wehr meine Sachen hingeworfen und bin gegangen weil ich auf den Kindergarten keine Lust mehr hatte…

    Es gab nichtmal den Versuch des Wehrführers den Streit zu schlichten bzw. einen für alle Parteien annehmbaren Kompromiss zu finden…
    Solange eine Wehr es sich erlauben kann derart arrogant über dem Austritt von erfahrenen Kameraden zu stehen ist offensichtlich dass sich dringend etwas ändern muss…immer weniger Leute sind bereit sich zu engagieren…
    Da sollte man doch meinen dass die wenigen die noch da sind mit vollem Einsatz behalten werden sollten…

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  15. bei uns stehts befor aber mit den mitteln die wir haben kannst du niemanden mehr begeistern technich von bj 61 ist bei uns normal die gemeinde sagt wir haben kein geld dafür und machen auch keine schulden
    selbst wenn es zu einer pflichtfeuerwehr kommt mit was sollen die arbeiten

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  16. Ja die jugend von heute hat halt andere vorstellungen was freizeit an geht, das wird so nicht besser eher schlimmer! Traurig aber wahr!

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  17. die leute die so was machen müßen auch ein anreitz kriegen weniger steuern
    gute kleidung im dienst weil mann ist ja wenn mann zu hause ist immer in bereitschaft.

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  18. Meine lieben Damen und Herren,

    dieser Vorfall, auch wenn es hard klingt, ist leider auch nicht trauriger oder entsetzender, als wenn ein Sportverein sich auflöst.

    Ich selbst bin auch bei einer FF aktiv, auch ich mache das ganze mit Leib und Seele! I

    ch interessiere mich auch nicht für einen Fußballclub, darüber macht man mir auch keinen Vorwurf. Wieso also kann man einem Mitmenschen einen Vorwurf machen, oder aber Aussagen tätigen wie Beispielsweise “…und beschämend für die ganzen Egoisten da draußen!!!!” oder “…Das ist schon Arm…”?

    Es hat jeder von uns seine Hobbies denen er nach geht, ob das nun ein Fußballclub oder eine freiwillige Feuerwehr ist. Zwingen, dieses Ehrenamt auszuführen, kann man niemanden, Denn wie der Name schon sagt, es halndelt sich um eine freiwillige Feuerwehr, die genauso freiwillig ist, wie jeder Sportverein.

    Insofern ist dieser Vorfall sicherlich traurig, aber es ist nicht zu ändern und ich bin der Meinung, solche Aussagen, wie sie hier zum Teil ausgesprochen worden sind,entsprechen nicht der Wahrheit. Es kann niemand gezwungen werden und wenn jemand nunmal kein Interesse an der Feuerwehr hat, dann darf man Ihn deswegen nicht Verurteilen oder mit solchen Aussagen konfrontieren, denn das tut ein Fußballer auch nicht, wenn der Fußballclub Mitglieder sucht, damit er nicht schließen muss und du keine Lust darauf hast und kein Interesse daran.

    Also, jedem das seine und die Entscheidung eines jeden einzelnen sollte man auch Respektieren!

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  19. Hallo Herr Martin,
    natürlich kann man niemanden zwingen, in eine Feuerwehr einzutreten. Dies haben – glaube ich – die anderen Kommentare so auch gar nicht gemeint. Fakt ist aber, dass es Aufgabe der jeweiligen Kommunen ist, den Brandschutz durch Aufstellung einer öffentlichen Feuerwehr in ihrem Zuständigkeitsbereich sicherzustellen. Somit handelt es sich bei einer Freiwilligen Feuerwehr eben nicht um einen Verein, sondern um eine behördliche Einrichtung, die mit ehrenamtlichen Mitarbeitern besetzt ist und sie kann auf gar keinen Fall mit einem Verein (Sportverein, Schützenverein, etc.) verglichen werden. Siehe hierzu die Brandschutzgesetze der Länder.

    Aber es ist derzeit offenbar so, dass das Interesse in der Bevölkerung schwindet, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Dies spüren auch die politischen Parteien in den Kommunen. Auch sie finden vielfach keinen Nachwuchs mehr.

    Wir müssen also aufpassen, dass unser flächendeckendes und international anerkanntes Sicherheitssystem aufrecht erhalten bleibt. Und dies wird bundesweit nun einmal sehr stark durch die freiwilligen Feuerwehren getragen. Machen vermehrt Feuerwehren dicht, dann sind Hilfsfristen nicht mehr einzuhalten, Schäden erhöhen sich, Versicherungsbeiträge steigen im ländlichen Bereich, Firmen wandern aus solchen Gemeinden aus diesen Gründen ab, usw. usw.

    Diesem Trend gilt es zu begegnen. Und da sind wir alle gefragt. Nicht nur die Feuerwehren selber, sondern auch Arbeitgeber, Politik, u. v. a. mehr. Schauen wir mal, ob der 1. Marketing-Kongress in Kiel in Schleswig-Holstein hier neue Ideen hervorbringt…

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  20. wenn man sieht wie wenig angesehen die eigene ehrenamtliche arbeit intern, aber auch von übergeordneten ebenen / bf ist bzw mit was für ner besch… ausrüstung, fahrzeuge, wache, bekleidung arbeiten bzw ausrücken muss und es ändert sich nix, wird höchstens schlimmer… dazu laufende führungswechsel auf lz führer ebene, da kommt frust auf…….

    ich war früher auch mal richtig motiviert… aber das hat sich geändert, sicherlich würd ich woanders in ner kleinen ortswehr ohne bf im nacken wieder so aktiv wie früher sein…

    meine stadt kann ich leider nicht nennen weil man wegen kritischer äußerungen konsequenzen von ganz oben befürchten muss…

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  21. Leider ist in der Öffentlichkeit das Wissen um die Notwendigkeit von Freiwilligen in einer “Freiwilligen Feuerwehr” verloren gegangen.

    Die meisten mit denen man sich unterhält haben nicht den Hauch einer Ahnung was bei einer Feuerwehr passiert. “wie; Ihr kriegt da kein Geld dafür?” Von einer Dame mitte 40 war noch bald das harmloseste.

    Die Mitgliederwerbung in Deutschland muss neu durchdacht werden. Wir brauchen einen großen Plan und nicht mehr das jedes Dorf seinen eigenen Versuch macht. Eine richtige Werbekampagne in Zeitungen, Internet und Fernsehen um wirklich die breit Öffentlichkeit über die Missstände zu informieren. Mal im Ernst, wer außer uns paar interessierten erfährt denn überhaupt wenn iwo eine Wehr schließt?!
    Daher bundesweite richtige Werbung und dann lokal “Tag der Offenen Tür” oder Schnupperdienste oder ähnliches. Ich denke anders wird man diesem Problem über kurz oder lang nicht beikommen.

    mKG Eric

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  22. Grüß Gott,

    Wir in Bayern kennen das prob. auch nur ist es bbei uns nicht so stark angesiedelt wie im rest deutschlands. ich persönlich macher grad TM1 und werde dann auch nachrücken zu den “voll-einsatz-fähigen”, ich denke die FF(W) werden z wenig vom staat unterstützt, ich sehe es ja selbst bei unserer feuerwehr, wir mussten uns als dorrf feuerweher mit einer anderen FF zusammenschließen und überleben zu können. wir mussten auch ersteinmal ein neues Fahrzeug anschaffen da das ALte schon Längst in “rente” musste, nun steht das neue fahrzeug in dem Gerätehaus der Patnerfeuerweher und wir haben ihr altes Fahrzeug ein TSF so ein Sprinter Umbau mit Ziegeler aufbau. Nun ja ich denke das hier, in ganz deutschland nich nur die landesregierung sondern auch die bundesregierung gefordert ist. Wie eric am 3.05.2013 erwähnte wäre das wohl das aller beste sonst sitzen wir wie es so schön heißt bald auf dem trockenen… und meine persönlich meinung ob wir uns betzahlen lassen sollten, nein definitiv nicht meine bezahlung wäre es wenn ich abens nachhause kommen dürfte und ich das leben von einer oder mehreren person gerettet habe, muss ja nicht mal lebensrettung sein nur der dank das man da war und mitgeholfen hat das eigentum von anderen und das der gemine oder der stadt zu beschützen….. das ist… besser als alles geld der welt.

    An alle Kameraden und Kameradinnen, ich wünsche euch alles glöück der welt das euuch nie etwas zzustoßen möge, bei allen einsätzen die ihr noch voreuch habt.

    in diesem sinne,

    “Gott zur Ehre dem Nächsten zur Wehr!”

    MfG,
    Joseph / FFW Sixthaselbach

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