Produkt: Feuerwehr-Magazin 6/2019
Feuerwehr-Magazin 6/2019
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Alter Schatz in neuem Glanz

33 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug 8 auf Unimog U 1300 L grundüberholt

Bückeburg-Evesen (NI) – Das Erstangriffsfahrzeug der Ortsfeuerwehr Evesen der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg (Kreis Schaumburg) ist ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 auf einem Unimog von 1985. Durch eine Grundüberholung und einen neuen Aufbau soll das Fahrzeug für weitere 20 Jahre im Einsatzdienst bleiben.

Unimog LF 8 Alter Schatz
Der Unimog U 1300 L wurde 1985 von Schlingmann aufgebaut. Foto: Sven Buchenau

Seit 2015 können die Kameraden der Feuerwehr Evesen ihr Erstangriffsfahrzeug als Alten Schatz (mindestens 30 Jahre alt und immer noch im Einsatzdienst) bezeichnen. Der ursprüngliche Aufbau des LF 8 mit Frontpumpe stammt von Schlingmann. Als Fahrgestell dient ein Mercedes Unimog U 1300 L von 1985 mit 124 kW (168 PS). Seine Gesamtmasse beträgt 7,49 Tonnen.

Als eine Ersatzbeschaffung anstand, stellte sich die Feuerwehrführung 2016 die Frage, ob es sich eventuell lohne, den Oldtimer zu überholen und zu behalten. Ein Gutachter bescheinigte dem Einsatzfahrzeug mit einer Laufleistung von weniger als 40.000 Kilometern einen guten technischen Zustand.

Also wägten die Verantwortlichen Pro und Contra gegeneinander ab. Für den Erhalt sprachen unter anderem die geringeren Überarbeitungskosten im Vergleich zu einer Neubeschaffung. Seit einigen Jahren setzt die Stadt Bückeburg bei Ersatzbeschaffungen von Löschfahrzeugen auf Mittlere Löschfahrzeuge (MLF). Kostenpunkt: ab 200.000 Euro. Mehr Details erfahrt Ihr im Feuerwehr-Magazin 1/2019.

Alter Schatz auf Unimog
Das LF 8 erhielt 2018 einen komplett neuen Aufbau samt Lichtmast von der Firma Meyer Feuerwehrbedarf. Foto: Sven Buchenau

Nachmachen erwünscht

Ein Kommentar von Sven Buchenau (Redakteur Feuerwehr-Magazin und 2011-2014 Ortsbrandmeister der Feuerwehr Müsingen)

Die Freiwillige Feuerwehr Bückeburg besteht aus neun Ortsfeuerwehren. Das ist eine stattliche Zahl für gut 20.000 Einwohner. Es gibt sieben Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung, eine Stützpunktfeuerwehr Meinsen-Warber-Achum, kurz MWA, und den Schwerpunkt Bückeburg-Stadt. Anfang dieses Jahrtausends hatten besonders die oft nur wenige hundert Einwohner zählenden Dörfer Schwierigkeiten, die Einsatzfahrzeuge tagsüber zu besetzen. Was also tun? Worte wie Schließung und Zusammenlegung von Feuerwehren lagen in der Luft. Doch niemand wollte seine Eigenständigkeit aufgeben. Mancher Aktive drohte sogar mit Austritt, wenn er künftig bei einer anderen Feuerwehr hätte mitfahren sollen.

Schließlich fanden Stadt und Feuerwehr eine sowohl effektive als auch simple Lösung. Alle Wehren der Ortsteile sollten künftig in Züge zusammengefasst werden – ein damals verhältnismäßig neues Konzept. So blieb jede FF eigenständig und traf im Einsatz mit einer oder zwei Nachbarwehren zusammen. Seit dem 1. Januar 2005 gibt es in Bückeburg den Löschzug West (Cammer, Evesen und Röcke), den Löschzug Nord (MWA und Rusbend) sowie den Löschzug Ost (Bergdorf, Müsingen und Scheie). Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich nicht nur innerhalb der neuen Züge eine hervorragende Zusammenarbeit, sondern auch – bei größeren Einsätzen – ein effektiveres Agieren der Züge untereinander.

 

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