Neuer Akteur am Messemarkt

Erste BOS:EXPO für Februar 2027 in Augsburg angekündigt

Augsburg (BY) – Der Markt der Fachmessen für den Rettungs- und Bevölkerungsschutz bekommt Zuwachs: Vom 25. bis 27. Februar 2027 findet erstmals die BOS:EXPO in Augsburg statt. Die neue Fachmesse adressiert gezielt haupt- und ehrenamtliche Akteure des Rettungswesens und des Katastrophenschutzes im süddeutschen Raum. Während die Branche derzeit auf der Interschutz in Hannover zusammenkommt, setzt der Veranstalter mit der Ankündigung ein strategisches Zeichen für ein regionaleres Format.

Die BOS:EXPO soll vom 25. bis 27. Februar 2027 in Augsburg stattfinden.

Die Landschaft der Fachmessen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wird um ein regionales Format erweitert. Wie der Veranstalter AFAG Messen und Ausstellungen GmbH bekannt gibt, soll vom 25. bis 27. Februar 2027 die erste BOS:EXPO im Messezentrum Augsburg stattfinden. Die dreitägige Veranstaltung richtet sich laut Ankündigung an haupt- und ehrenamtliche Kräfte aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Zivil- und Katastrophenschutz sowie Leitstellen. Als tägliche Öffnungszeit ist 9 bis 17 Uhr angesetzt.

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Geplant: Mischung aus Hardware und Theorie

Für die Erstveranstaltung ist eine Brutto-Ausstellungsfläche von 8.940 Quadratmetern sowie ein Freigelände vorgesehen. Der Veranstalter setzt dabei auf die klassische Kombination aus Produktschau und Fachprogramm. Auf der Ausstellerseite sollen Hersteller die Bereiche Einsatztechnik, Schutzausrüstung, Kommunikation, Medizintechnik und Drohnen abdecken.

Parallel dazu sollen in Fachforen aktuelle Branchenthemen aufgegriffen werden. Angekündigt sind Beiträge zu Digitalisierung und KI im Einsatz, Klimaresilienz, Bevölkerungsschutz sowie zur Nachwuchsgewinnung. Auch Live-Demonstrationen auf dem Außengelände sind Teil des Konzepts.

Politische Schirmherrschaft

Die gesellschaftliche Relevanz des Themas spiegelt sich in der politischen Unterstützung wider: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Schirmherrschaft für die neue Messe übernommen. Er betont im Vorfeld den integrativen Charakter der Veranstaltung:

„Die BOS:EXPO in Augsburg stärkt gezielt den Bevölkerungsschutz: Sie verbindet Einsatzkräfte, Behörden, Hilfs- und Einsatzorganisationen, fördert praxisnahe Innovationen und verbessert die organisationsübergreifende Handlungsfähigkeit.“

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Einordnung im BOS-Messemarkt

Mit 8.940 Quadratmetern Bruttofläche inklusive Freigelände fällt die geplante Erstveranstaltung in Augsburg deutlich kompakter aus als etablierte Branchenplattformen. Sie ordnet sich damit größenmäßig hinter internationalen Großmessen wie der Interschutz (200.000 Quadratmeter) und Rettmobil (70.000 Quadratmeter), aber auch wachsenden Formaten wie der Florian (30.000 Quadratmeter) oder der 112Rescue (ca. 17.000 Quadratmetern Hallenfläche), ein.

Ob der Markt im süddeutschen Raum tatsächlich Bedarf für eine weitere Fachmesse dieser Größenordnung hat, bleibt abzuwarten. Zwar versucht der Veranstalter durch die explizite Nennung der Wasser- und Bergwacht sowie des Themas Klimaresilienz eine spezifisch regionale und alpine Nische zu besetzen, dennoch müssen Aussteller wie Besucher die dafür nötigen Ressourcen und Budgets in einem ohnehin dichten Terminkalender erst einmal freimachen.

Ein bemerkenswerter Vorstoß zur Interschutz

Dass die Pressemitteilung zur neuen Messe am 2. Juni 2026 versendet wurde – exakt am zweiten Messetag der Interschutz in Hannover –, darf als gezielter messepolitischer Vorstoß verstanden werden. Während sich die gesamte nationale und internationale Blaulicht-Community im Norden konzentriert, platziert die AFAG ihre Ankündigung genau in diesem Moment der maximalen Branchen-Aufmerksamkeit. Damit positioniert sich der Veranstalter frühzeitig für 2027, bevor die Vergabe von Budgets und Standflächen anläuft.

Weitere Informationen des Veranstalters finden sich unter www.bos-expo.de sowie in der offiziellen Pressemitteilung.

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