Pkw-Fahrer stirbt nach Kollision mit Stadtbahn

Östringen (BW) – Einen Toten und eine leicht Verletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Östringer Stadtteil Odenheim (Kreis Karlsruhe) am Mittwochmorgen. Gegen 9 Uhr wollte ein 81-jähriger Pkw-Fahrer trotz geschlossener Schranken einen Bahnübergang überqueren. Dabei wurde der Wagen von einer Stadtbahn in Höhe der Fahrertür erfasst und mehrere Meter mitgeschleift.

Während die 76-jährige Beifahrerin mit leichten Verletzungen davon kam, wurde der Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen in dem völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt. Aufgrund der Lage wurden neben den vier Abteilungen der Feuerwehr Östringen auch die Abteilungen Mingolsheim der Feuerwehr Bad Schönborn und die Abteilung Ubstadt der Feuerwehr Ubstadt-Weiher mit Spezialgerät für die Rettung bei Schienenunfällen alarmiert. Die Feuerwehr entfernte mit hydraulischem Rettungsgerät zunächst das Dach des Wracks, um so an den Einklemmten zu gelangen und die Versorgung durch den Rettungsdienst zu vereinfachen. Parallel dazu wurde das Anheben des Stadtbahnwagens mit Spezialgerät vorbereitet. Nachdem die Lenksäule des Pkws weggezogen war, konnte der Mann aus dem Fahrzeug befreit werden. Er wurde nach der Stabilisierung durch den Notarzt mit dem Rettungshubschrauber “Christoph 43” in einer Karlsruher Klinik geflogen, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

50 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen im Einsatz

Bereits während der Rettungsarbeiten betreute ein Notfallseelsorger die Beifahrerin. Die über zehn Insassen der Stadtbahn kamen mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr Östringen war noch bis gegen 11 Uhr im Einsatz. Sie unterstützte mit einer Seilwinde die Bergung des Unfallwagens, der sich unter dem Zug verkeilt hatte. Insgesamt kamen fast 50 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Vom Rettungsdienst waren unter Führung des Organisatorischen Leiters der Rettungshubschrauber „Christoph 43“ und drei Rettungswagen aus den Rettungsdienstbereichen Karlsruhe und Heilbronn im Einsatz. Die Unfallstelle wurde großräumig von der Polizei abgesperrt. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro.

Tödlicher Unfall mit Stadtbahn in Östringen. Foto: Reiff/Feuerwehr
5 Kommentare zu “Pkw-Fahrer stirbt nach Kollision mit Stadtbahn”
  1. 50 mann und 15 fahrzeuge? Was machen allen da? Vielleicht sind 1 oder 2 TLF, 1 RW und 1 oder 2 officieren als Einsatzleitung auch gut? Wie geht das mit gebietsabdeckung. Ess befremdet mir als ausländer wieviel mitteln und personal mann benötigt für solch ein einsatz. Welche einsatzaufgaben haben alle leute müssen abfertigen welche am einsatzort eingetroffen sind. Oder sind dabei auch viele “Gücker” aber statt bürger sind es hilfsdienstmitarbeiter. Ich schreibe diese Sachen nicht als scherz aber mit grosse befremdung über die massale zählen von mann und fahrzeuge. Auch oftmals gelezen (und gesehen) beim viele andere einsatze.

  2. JF Paul

    Da zeigt sich mal wieder wie wichtig der RW aus der Abt. Östringen ist. Schrecklich was in Odenheim passiert ist. Aber dieser Fahrer war zu leichtsinnig. Eigentlich selber schuld. Und übrigens wurde die FW Ubstadt-Weiher alarmiert. Ob die beiden Feuerwehren aus Bad Schönborn alarmiert wurden weis ich nicht.

  3. Notrufprotokoll

    @Jan: Deutschland hat den Luxus Einsatzstellen mit Einsatzpersonal komplett überschwemmen zu können, da wir (noch) sehr personalstarke BGen und vor allem FFen haben.

    Die wollen natürlich alle auch mal aus der Wache raus, also gehts zum uniformierten Gaffen mit 50 Mann bei einem Einzel-VU.
    Gerade bei dem Stichwort Verkehrsunfall – Schienenfahrzeug schickt der Disponent erstmal kräftig was los.
    Leider ist es in Deutschland sehr unpopulär anrückende Kräfte abbrechen zu lassen, man errichtet lieber einen Aufstellungsraum.

    Aber trotz allem: Lieber 15 Fahrzeuge und 50 Mann, als 2 Fahrzeuge und 8 Mann, wie z.B. in Griechenland.
    Klotzen statt Kleckern ist das Motto.

  4. JF Paul

    @Notrufprotokoll

    Ich komme aus Östringen, wollte ich zuerst mal sagen. Also wenn in Odenheim ein Einsatz ist wird natürlich die Odenheimer Wehr alarmiert. Wenn natürlich dann auch noch ein Zugunfall ist wird automatisch wie bei jedem VU die Gesamte Abt. Östringen mit dem RW alarmiert. Meistens kann das LF 2 aber nicht besetz werden. Vielleicht mit dem Hintergedanke dass andere Zuggäste verletzt oder eingeklemmt sein könnten wurde dann auch noch Eichelberg und Tiefenbach alarmiert. Ob die Abt. Mingolsheim und Langenbrücken alarmiert wurde weiß ich nicht, laut http://www.Feuerwehr-Oestringen.de wurde auch/nur die Feuerwehr Ubstadt-Weiher mit Hydraulikwerkzeug zum Anheben der Straßenbahn alarmiert. Ausgerechnet saßen eigentlich nur 3-4 Männer auf einem Fahrzeug. Allein die Gesamtwehr aus Östringen kam mit ungefair 10 Autos. Ich will selber mal diesen Leuten helfen, aber es gibt jetzt schon tagsüber große Probleme um überhaupt ein Fahrzeug zu besetzen

    Eigentlich wollte ich sagen dass Sicherheit vorgeht und ich es toll finde dass sich so viele Leute freiwillig melden und allen Leuten helfen, vorallem bei diesen Einsätzen wo eigentlich eine Vielzahl der Einsatzkräften nicht nötig gewesen wären.

  5. Vollkommen richtig, es ist nicht schlecht wenn mal mehr Personal an der Einsatzstelle ist. Wir haben das System das alle die keine Aufgabe haben im Fahrzeug bleiben, somit weiß der Gruppenführer immer wo verfügbares Personal ist. ( und das Thema mit “gaffer” hat sich somit auch erledigt)

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