Ausbildung & Nachwuchs

Dinslaken organisiert Wachausbildung mit Lehrfeuerwache neu

Dinslaken (NW) – Die Feuerwehr Dinslaken organisiert die Ausbildung ihrer hauptamtlichen Nachwuchskräfte im Brandschutz neu. Künftig soll die sogenannte Lehrfeuerwache die Wachausbildung strukturierter und praxisnäher machen. Dafür besetzen Brandmeisteranwärter gemeinsam mit zwei Ausbildern ein Löschfahrzeug und rücken im Tagesdienst auch zu kleineren Einsätzen aus.

Das Team der Lehrfeuerwache der Feuerwehr Dinslaken mit Bürgermeister Simon Panke (Bild: Feuerwehr Dinslaken)

Mit dem Konzept verzahnt die Feuerwehr Dinslaken schulische Ausbildung und praktische Wachausbildung enger. Die Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter absolvieren nach Angaben der Feuerwehr eine 18-monatige Ausbildung für den Einsatz in Feuerwehr und Rettungsdienst. Bereits ausgebildete Notfallsanitäter können diese auf 13 Monate verkürzen. Die schulischen Ausbildungsinhalte werden an den Feuerwehrschulen in Duisburg und Bocholt vermittelt, die praktische Ausbildung folgt anschließend in einem mehrmonatigen Wachpraktikum in Dinslaken.

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Kern der Lehrfeuerwache ist ein Löschfahrzeug, das im Tagesdienst von 8 bis 16 Uhr mit den Nachwuchskräften und zwei Ausbildern besetzt wird. Neben Sport, praktischen und theoretischen Ausbildungseinheiten rücken die Nachwuchskräfte mit dem Löschfahrzeug auch zu kleineren, weniger kritischen Einsätzen aus. Dazu zählen etwa Tragehilfen für den Rettungsdienst oder glimpfliche Verkehrsunfälle.

Vorgesehen ist außerdem eine Zusammenarbeit mit den Feuerwehren in Hünxe und Voerde. Bei entsprechenden Lagen kann das Ausbildungsfahrzeug damit auch im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe eingesetzt werden.

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Verantwortlich für das Thema Ausbildung ist bei der Feuerwehr Dinslaken Sachbearbeiter Brandamtmann Andreas Jühlke. Unterstützung erhält sein Team seit Oktober des vergangenen Jahres von Hauptbrandmeister Christian Traud und Robin Altbürger. Beide arbeiten als Gruppenführer-Ausbilder und sollen dafür sorgen, dass Aus- und Fortbildung im Wachalltag einen festen Platz haben. Neben dieser Aufgabe sind sie im Einsatzdienst als Führer eines Löschfahrzeugs oder als Notfallsanitäter auf einem Rettungswagen eingesetzt.

Nach Angaben der Feuerwehr gibt es im Rettungsdienst bereits seit längerer Zeit Praxisanleiter, die sich um die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern kümmern und dafür vom Einsatzdienst freigestellt sind. Im Brandschutz habe ein vergleichbares Modell bislang gefehlt. Die Lehrfeuerwache soll diese Lücke nun schließen.

Bürgermeister Simon Panke informierte sich nach Angaben der Feuerwehr vor Ort über das Konzept und dankte den Beteiligten, die das Projekt auf der Feuer- und Rettungswache umgesetzt haben.

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