Hilter (NI) – Im Kreis Osnabrück haben rund 25 Zugführerinnen und Zugführer erstmals an einer neuen Fortbildung für komplexe Einsatzlagen teilgenommen. Neben Grundlagen der Einsatzführung trainierten sie mit der Simulationssoftware FWESi und bewältigten zum Abschluss eine zweistündige dynamische Flächenlage mit mehreren parallelen Einsatzstellen.
Beim Pilotlehrgang im Feuerwehrhaus Hilter beschäftigten sich rund 25 Zugführerinnen und Zugführer unter anderem mit der Bildung von Einsatzabschnitten. Theorie und praktische Übungen wurden dabei miteinander verbunden. (Bild: Kreisfeuerwehr Osnabrück)
Die Tagesveranstaltung im Feuerwehrhaus verband theoretische Führungsgrundlagen mit praktischen Übungen. Geleitet wurde der Pilotlehrgang von Sven Krenzien, Gemeindebrandmeister der FF Hilter und hauptberuflicher Feuerwehrmann bei der BF Osnabrück.
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Am Vormittag beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit Führungsstufen und Führungsspanne, verschiedenen Führungsstilen sowie der strukturierten Übergabe einer Einsatzleitung. Auch die Bildung von Einsatzabschnitten gehörte zu den Themen. Im Mittelpunkt stand nach Angaben der Kreisfeuerwehr die Entscheidungsfindung unter Zeitdruck.
Anschließend arbeiteten die Führungskräfte mit der Simulationssoftware FWESi. Dabei erkundeten sie virtuelle Einsatzstellen, beurteilten die jeweilige Lage und legten taktische Maßnahmen fest. Als Übungsszenarien dienten unter anderem ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus sowie ein Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen. Die Teilnehmer begründeten ihre Entscheidungen und verglichen unterschiedliche Lösungsansätze miteinander.
Auch Führungsmittel wurden praktisch einbezogen. An konkreten Einsatzbeispielen kamen das Taktische Arbeitsblatt und die Taktische Tafel zum Einsatz. Sie sollten den Zugführern und Führungsgruppen Werkzeuge für die Arbeit an Einsatzstellen vermitteln.
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Den umfangreichsten Übungsabschnitt bildete eine rund zweistündige dynamische Flächenlage. Eine gemeinsame Führungsgruppe musste mehrere gleichzeitig anfallende Einsatzstellen erfassen und priorisieren. Die Teilnehmer verteilten verfügbare Kräfte, bauten Führungs- und Kommunikationsstrukturen auf und führten die Lageübersicht fort.
Parallel dazu mussten Funkmeldungen ausgewertet und neue Entwicklungen in die weitere Einsatzplanung einbezogen werden. Damit standen neben taktischen Entscheidungen insbesondere Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Führungsorganisation im Mittelpunkt.
Kreisbrandmeister Ludger Flohre bewertet den Pilotlehrgang positiv und spricht sich für eine regelmäßige Wiederholung aus. „Die Fortbildung ist bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hervorragend angekommen. Ich bin überzeugt, dass wir dieses Format künftig regelmäßig anbieten sollten.“