Leipzig (SN) – Eine Besucherin hat sich am Montag auf der oberen Aussichtsplattform des Völkerschlachtdenkmals verletzt. Weil sie den Abstieg nicht mehr selbstständig bewältigen konnte und die engen Zugänge keinen herkömmlichen Transport zuließen, brachte die Höhenrettung der Feuerwehr Leipzig die Patientin mit Seiltechnik ins Erdgeschoss.
Höhenretter der Feuerwehr Leipzig bringen die verletzte Besucherin in einer Schleiftrage durch den Innenraum des Völkerschlachtdenkmals nach unten. (Bild: EHL Media | Langhof)
Nach Angaben der Feuerwehr Leipzig hatte sich die Besucherin einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Der Rettungsdienst forderte daraufhin die Höhenretter zur Unterstützung an.
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Die Einsatzkräfte erkundeten zunächst mögliche Rettungswege und stimmten das Vorgehen mit dem Rettungsdienst ab. In einer Vakuummatratze wurde die Patientin stabilisiert. Anschließend sicherte die Feuerwehr sie in einer Schleiftrage und transportierte sie zunächst eine Ebene tiefer.
Für den weiteren Weg mussten die Höhenretter geeignete Anschlagpunkte im Bauwerk auswählen und prüfen. Mit ihren Seilsystemen begleiteten sie die Trage anschließend aus 91 Metern Höhe bis ins Erdgeschoss. Die exponierte Lage der Patientin und die engen Treppenhäuser des 113 Jahre alten Denkmals erschwerten den Einsatz.
Nach Angaben der Stiftung Völkerschlachtdenkmal führen die Personenaufzüge lediglich bis zum äußeren Rundgang in 58 Metern Höhe. Der weitere Weg zur obersten Plattform des 1913 eingeweihten Bauwerks verläuft durch einen sehr engen Aufgang.
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Kräfte der dritten Dienstschicht der FRW 4 und 5 sowie eine Ausbildungseinheit unterstützten die Höhenrettung und den Rettungsdienst. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes beteiligt.
Die Feuerwehr bezeichnete die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten als professionell. Die Rettung sei zügig und ohne weitere Komplikationen verlaufen. Im Erdgeschoss übergaben die Einsatzkräfte die Frau an den Rettungsdienst, der sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus brachte.
Ein vergleichbarer Einsatz am Völkerschlachtdenkmal lag rund zehn Jahre zurück, wie die Feuerwehr mitteilt. Die Einsatzkräfte kannten das Bauwerk durch vorherige Besichtigungen und Übungen. Den aktuellen Einsatz möchte die Feuerwehr nun gemeinsam auswerten, um Erkenntnisse für künftige Einsätze in dem Denkmal zu gewinnen.