Feuerwehr-Werbung am Wahltag

“Die Feuerwehr hat keine Zeit”: Aktion regt zum Nachdenken an

Meschenbach (BY) – „Keine Zeit“ – damit begründen viele Menschen ihr Nicht-Engagement bei einer freiwilligen Feuerwehr. Die Kameraden aus Meschenbach (Landkreis Coburg) wollten den Spieß einmal umdrehen. Die Wehr stattete am Sonntag eine Scheune mit Nebelmaschinen aus, sodass Passanten von einem Brand hätten ausgehen müssen. Davor platzierten die Feuerwehrleute ein Schild mit der Aufschrift: “Feuerwehr??? – Keiner hat Zeit”. Mit der Aktion wollten die Kameraden auf die Personalnot bei der freiwilligen Feuerwehr aufmerksam.

Die FF Meschenbach hat sich für den Wahlsonntag eine besondere Werbeaktion überlegt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Meschenbach

Die freiwillige Feuerwehr hatte sich bewusst dafür entschieden, die Aktion am Wahlsonntag durchzuführen. Denn die Scheune befand sich direkt neben dem Wahllokal. Dadurch bemerkten viele Leute die Aktion, die zur Bundestagswahl an die Wahlurnen unterwegs waren. Manche suchten das Gespräch mit der Wehr.

“Doch die Bilanz des Tages bleibt erschreckend”, schreibt die FF Meschenbach auf ihrer Facebook-Seite. Denn nachdem die Kameraden das Schild abgebaut hatten, liefen die Nebelmaschinen im Gebäude noch weiter. Doch keiner der Passanten setzte aufgrund des vermeintlichen Brandes einen Notruf ab. “Und das obwohl rund 20 Fahrzeuge direkt an der Brandstelle vorbeigefahren sind.”

2 Kommentare zu ““Die Feuerwehr hat keine Zeit”: Aktion regt zum Nachdenken an”
  1. Heiko Rommel

    Hallo , das war eine richtig gute Aktion. Bei uns in der Wehre ist genau das gleiche Problem. Es ist ja auch schon soweit, das nicht einmal mehr die Kameraden erscheinen zur Ausbildung. Aber naja auf ein paar kann man sich noch verlassen. Es muß wahrscheinlich erst was passieren, damit einige die Wichtigkeit der Wehr verstehen.
    MfG

  2. In meine Jugend war man fast ein Aussenseiter, wenn jemand nicht bei derr FFW war. Durch die immer grösser werdenden Aufgabenm, den politischen Vorgaben und den technischen Fortschritt und der dazugehörigen, immer länger und aufwendigwerdenden Ausbildungszeiten, sowie der Flexibisierung der Arbeitszeiten, wird es für den einzelnen immer schwieriger, sich angagiert in die FFW einzubringen. Auch darüber sollte man sich Gedanken machen

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