Erste Zwischenergebnisse aus Berlin

Das Elektro-Löschfahrzeug im harten Alltagseinsatz bei einer BF

Berlin – Seit dem 1. Februar 2021 testet die Berliner Feuerwehr das erste elektrische Löschfahrzeug von Rosenbauer im Echtbetrieb. Jede Fahrt, jeder Einsatz und jede Reparatur werden dokumentiert und ausgewertet. Außerdem finden regelmäßig Befragungen der Nutzer statt. Hier ein paar interessante Zwischenergebnisse.

440-mal rückte das eLHF, das Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug mit Elektroantrieb, der Feuerwehr Berlin zwischen dem 1. Februar und dem 24. Mai von der Feuerwache Mitte aus. Alle Einsätze konnten in dieser Zeit reinelektrisch abgewickelt werden. Foto: Hegemann

“Die Zahlen sprechen tatsächlich für sich”, sagt Jens Klink. Der Ingenieur für Maschinenbau ist Produktmanager für Fahrzeuge bei der Berliner Feuerwehr und zuständig für den Probebetrieb. Die Berliner nennen das Fahrzeug eLHF – Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug mit Elek­tro­antrieb. Bei Hersteller Rosenbauer trägt die Baureihe den Namen RT (Revolutionary Technology). Damit soll die völlig neue Herangehensweise im Sinne eines revolutionären Gesamtfahrzeugkonzeptes beschrieben werden, heißt es aus Österreich.

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  • “Vom 1. Februar bis zum 24. Mai 2021 war das eLHF an der Feuerwache Mitte in der Voltairestraße stationiert”, berichtet Klink. “In dieser Zeit rückte es zu insgesamt 440 Einsätzen aus. Dabei fielen 2.571 Kilometer Fahrtstrecke an.” 
  • Insgesamt legte das eLHF in der Zeit rund 3.500 Kilometer zurück. Fast 1.000 Kilometer fielen also außerhalb des Einsatzdienstes an. “Darunter sind Fahrten in die Werkstatt oder zu Rosenbauer ins Werk nach Luckenwalde”, so Klink. “Dort wurden beispielsweise Software-Updates für das Fahrzeug und die Elektromotoren von Volvo-Penta aufgespielt.” Auch in vier kleinere Unfälle war das eLHF verwickelt, so dass Werkstattaufenthalte einfach erforderlich waren. “Die Fahrzeugverfügbarkeit lag trotzdem bei 75 Prozent”, hat Klink ermittelt. “Bei den klassischen Berliner LHF sind es zwischen 78 und 80 Prozent.”
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  • Erklärtes Ziel der Verantwortlichen der Berliner Feuerwehr vor Testbeginn war es, dass mindestens 80 Prozent der Einsätze rein elektrisch abgewickelt werden können. “99,55 Prozent der Einsätze in Mitte konnten rein elektrisch abgewickelt werden”, erklärt der Ständige Vertreter des Landesbranddirektors in Berlin, Karsten Göwecke. “Oder mit anderen Worten: Lediglich zweimal sprang der Range Extender an. Und das war beide Male auf der Rückfahrt von länger andauernden Brandbekämpfungen.” 
  • Die Auswertungen der Einsätze des eLHF in Mitte hat dann auch ergeben, dass in der Regel mit 100 Prozent Batteriestatus ausgerückt wurde. Bei der Rückkehr waren durchschnittlich lediglich 20 Prozent der Energie verbraucht.
  • 75 Prozent der befragten Nutzer sagten Ende Mai, die Kommunikation während der Anfahrt habe sich verbessert.
  • Und 75 Prozent loben auch die Sitzordnung (Stichwort Konferenztisch) in der Kabine.
75 Prozent der befragten Nutzer in Berlin lobten die neuartige Sitzordnung im eLHF. Foto: Hegemann

Weitere Einzelheiten zu den ersten Testergebnissen des eLHF findet ihr in der September-Ausgabe 2021 des Feuerwehr-Magazins. Die September-Ausgabe ist aktuell im Handel erhältlich. Sie kann aber auch ganz bequem bei uns im Online-Shop bestellt werden: als gedruckte Ausgabe (portofrei) oder zum sofortigen Download. >>>Hier geht es zur Bestellseite<<< 

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