MAN TGL 8.220 mit Aufbau von Junghanns

Gerätewagen für die FF Cadolzburg

Cadolzburg (BY) – Die freiwillige Feuerwehr im mittelfränkischen Cadolzburg hat ihren Fuhrpark um einen Gerätewagen Logistik 1 (GW-L1) erweitert. “Das Fahrzeug ist genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten”, bestätigt Stefan Höpner, Kommandant der Wehr. Da am Standort bereits ein Schlauchwagen stationiert ist, spielte die Schlauchkomponente beim GW-L1 keine primäre Rolle. Vielmehr lag der Blick auf dem Gewicht.

Der GW-L1 der FF Cadolzburg stammt von Junghanns Fahrzeugbau. Fahrgestell ist ein MAN TGL 8.220. Foto: A. Müller

Der auf einem 220 PS starken MAN TGL 8.220 4×2 BL-Fahrgestell aufgebaute GW-L1 hat eine zulässige Gesamtmasse von 7.490 Kilogramm und hält somit genau die gewünschte Grenze ein. Die Gesamtlänge beträgt 6.900 Millimeter. Eher ungewöhnlich ist hier die Kombination mit der langen Ausführung der Fahrerkabine. “Uns war es wichtig, in der Kabine auch noch über etwas Stauraum zu verfügen”, erklärt der Kommandant. Eingebaut ist ein Regal, in dem fünf Kisten Platz finden. Weiter ist hier auch noch ein Notfallrucksack verstaut.

Den Aufbau, einen geschlossenen Koffer mit seitlicher Zustiegsmöglichkeit, fertigte die Firma Junghanns Fahrzeugbau aus Hof. Um die Tür auf der rechten Kofferseite zu nutzen, muss eine unter dem Aufbau eingeschobene Treppe ausgeklappt werden. Im Koffer, von der Türe aus rechts, ist am vorderen Aufbauende über die gesamte Breite ein Regal eingebaut. Hier finden Mehrzweckleiter, Bierzeltgarnitur, Schaufeln und Besen, Mulden, Kisten und Koffer mit verschiedenen Werkzeugen, zwei Kanister mit Bindemitteln, Pylonen, Blitzleuchten und Faltsignale Platz.

Am Heck angebaut ist eine Ladebordwand von Dautel. Unter der seitlichen Markise kann auch bei schlechtem Wetter geschützt gearbeitet werden. Foto: A. Müller

Ebenfalls in das Regal integriert ist ein Bereich mit einer Sprechstelle mit digitalem Funkgerät, verschiedenen Ladegeräten und Steckdosen. Direkt darunter befindet sich der Schlauch vom Schnellangriff Druckluft. Unten stehen dann zwei Kisten mit speziellen Rollern, um Pkw zu versetzen. Der restliche Platz im Kofferaufbau ist verschiedenen Rollwagen vorbehalten. “Das Rollwagensystem soll sich mit der Zeit weiterentwickeln”, erklärt Höpner. Momentan ist ein Wagen mit 24 Atemluftflaschen vorhanden und einer mit neuen kompletten Atemschutzgeräten. Weitere Rollwagen führen Ausrüstung für Wasserschaden, Stromerzeuger und Beleuchtung oder vier CSA mit. Um die Rollwagen zügig und sicher be- und entladen zu können, besitzt der GW-L1 am Heck eine Ladebordwand von Dautel. Diese kann mit maximal 1.500 Kilogramm belastet werden. Um bei Bedarf auch vor dem Fahrzeug geschützt arbeiten zu können, ist auf der rechten Seite eine Markise vorhanden.

In dem Regal an der Stirnseite des Kofferaufbaus lagern nicht nur Geräte und Werkzeuge, hier gibt es auch eine Sprechstelle für das Funkgerät sowie Ladestationen. Foto: A. Müller

Für eine entsprechende optische und akustische Erkennbarkeit sorgen ein Martin-Kompressorhorn mit vier Schalltrichtern und auf der Kabine zwei große blaue LED Leuchten, zusätzlich sind in den Kühlergrill vier blaue LED integriert. Für die Absicherung nach hinten sorgen beim GW-L1 auf einer Leiste montiert zwei blaue LED und eine Heckwarneinrichtung mit vier gelben LED. Für ausreichend Licht vor, hinter und neben dem Fahrzeug sorgen jeweils zwei LED-Arbeitsscheinwerfer vorne und hinten und eine Umfeldbeleuchtung. Das von der Grundfarbe her weiße Fahrzeug wurde mit Folie in Leuchtrot beklebt.

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