Unterschleißheim (BY) – Die geplante Sammelbeschaffung des LF 10 Bayern stößt auf großes Interesse. Nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Bayern liegen derzeit rund 260 unverbindliche Interessensbekundungen von Städten und Gemeinden vor. Vier Kommunen haben ihre Teilnahme bereits verbindlich erklärt.
Symbolfoto: Michael Rüffer
Mit dem Projekt verfolgt der LFV Bayern eines seiner wichtigsten Vorhaben des Jahres. Inzwischen ist die Bieterabfrage abgeschlossen. Von mehr als zehn informierten möglichen Anbietern reichten acht fristgerecht Unterlagen ein. Diese Rückmeldungen prüfen die Verantwortlichen derzeit, um sie gegebenenfalls in die Leistungsbeschreibung oder das weitere Verfahren einfließen zu lassen.
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Die interessierten Kommunen sollten bis Mitte Juni 2026 das endgültige Leistungsverzeichnis sowie einen Vorschlag zur verbindlichen Teilnahme erhalten. Nach Erhalt bleibt ihnen nach Angaben des Verbandes etwa ein Monat Zeit, sich für die Beteiligung an der Sammelbeschaffung zu entscheiden. Verbindliche Zusagen werden voraussichtlich bis Ende Juli 2026 möglich sein.
Wie viele Fahrzeuge tatsächlich beschafft werden, steht erst nach Eingang aller Zusagen fest. Die Stückzahl beeinflusst sowohl die Ausgestaltung des Vergabeverfahrens als auch den späteren Fahrzeugpreis. Als Orientierung nennt der LFV Bayern Kosten von unter 500.000 Euro pro LF 10 einschließlich Fahrzeug, Aufbau und Beladung. Nachträgliche Zusatzausstattungen sind darin nicht enthalten.
PDF-Download: Download Planung von Mannschaftskabinen
Für die Feuerwehren und ihre Trägerkommunen soll zudem das Förderverfahren vereinfacht werden. Zwar bleibt die Antragstellung nach den Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien unverändert, dennoch können Kommunen nach Eingang ihres Förderantrags bei der zuständigen Bezirksregierung davon ausgehen, dass der Beschaffungsmaßnahme zugestimmt wird – vorbehaltlich der Finanzierung. Dadurch müssen sie bei einer möglichen Auftragsvergabe nicht mehr auf den Bewilligungsbescheid warten. Förderanträge können bereits jetzt eingereicht werden.
Am Projekt beteiligt sind neben dem LFV Bayern das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, der Bayerische Gemeindetag, der Bayerische Städtetag sowie die Mayburg Rechtsanwälte MbH als juristische Beratung. Die technische Beratung übernimmt KBR Richard Schrank aus dem Kreis Rosenheim.