Von Alexander Dobrindt übergeben

20 neue Zivilschutzfahrzeuge für CBRN-Lagen und Dekontamination übergeben

Bonn (NW) – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am Donnerstag, 30. April 2026, in Bonn 20 neue Zivilschutzfahrzeuge an Einsatzkräfte übergeben. Darunter sind zehn CBRN-Erkundungswagen sowie die ersten zehn von insgesamt 61 Mannschaftstransportwagen „Führung Dekontamination Verletzter“. Die Technik soll insbesondere bei CBRN-Lagen die Arbeit der Feuerwehr und weiterer Kräfte unterstützen.

Vorführung eines CBRN-Erkundungswagens: Einsatzkräfte in Schutzanzügen messen in einem Übungsszenario eine mögliche Kontamination, rechts beobachtet Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Lage. (Bild: BBK | C&S Media | Peter Jülich)

Im Rahmen einer Übergabe in Bonn erhielten Einheiten aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz insgesamt zehn CBRN-Erkundungswagen sowie zehn Mannschaftstransportwagen „Führung Dekontamination Verletzter“. Entwickelt und beschafft hat die Fahrzeuge das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

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Welche Aufgaben die neuen Komponenten im Zusammenspiel übernehmen, zeigte das BBK vorab in einem Übungsszenario: Dabei stellten Einsatzkräfte eine Kontamination fest, dekontaminierten betroffene Personen und versorgten diese anschließend, um eine weitere Ausbreitung eines chemischen Stoffes zu verhindern.

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Die CBRN-Erkundungswagen dienen vor allem der schnellen Lagefeststellung. Sie erkennen auch nicht wahrnehmbare Gefahrenstoffe, messen und bewerten diese und ermöglichen unter anderem die Probenahme für weiterführende Analysen. Zusätzlich können Einsatzkräfte kontaminierte Bereiche kennzeichnen, Warnungen über Lautsprecher ausgeben und Messdaten automatisiert übermitteln. Bundesweit hat das BBK 397 dieser Fahrzeuge beschafft, die überwiegend bei Freiwilligen Feuerwehren stationiert sind. Ziel ist es, innerhalb von 30 Minuten einen Erkunder an jeden Einsatzort zu bringen.

Gruppenfoto bei der Übergabe in Bonn: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (Mitte) mit Einsatzkräften sowie Vertretern von Feuerwehr und Katastrophenschutz vor Zivilschutzfahrzeugen. (Bild: BBK | C&S Media | Peter Jülich)

Ergänzt wird die Ausstattung durch die neuen Mannschaftstransportwagen für die Führung von Dekon-V-Einheiten. Sie sind Teil eines Dekontaminationszugs für Verletzte, der aus zwei Transportfahrzeugen und drei Gerätewagen besteht. Die Fahrzeuge dienen dem Transport von Führungs- und Einsatzkräften und fungieren an der Einsatzstelle als mobile Führungsstelle für den Zugführer. Dafür stehen unter anderem ein Funkarbeitsplatz, Material zur Lagedarstellung sowie ein Vorzelt und ein Stromerzeuger für den autarken Betrieb zur Verfügung. Dank Allradantrieb erreichen die Fahrzeuge auch schwer zugängliche Einsatzorte.

Nach Angaben von BBK-Präsidentin Grit Tüngler stärken die neuen Fahrzeuge die Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz und unterstützen insbesondere die rund 1,7 Millionen ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit.

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