EU-Katastrophenschutz

NRW-Waldbrandmodul startet erneut nach Spanien

Bonn (NW) – Ein Verband aus 56 Kräften, 21 Fahrzeugen und drei Anhängern ist am Donnerstagmorgen zur Waldbrandbekämpfung nach Spanien aufgebrochen. Das NRW-Waldbrandmodul soll am Samstag die Provinz Zamora erreichen. Welchen konkreten Auftrag die Einheit übernimmt, ist noch offen.

Feuerwehr-Konvoi
Ein Konvoi des NRW-Waldbrandmoduls während der Anreise zum Spanien-Einsatz im Jahr 2025. Symbolfoto: Feuerwehr Bonn

Die spanischen Behörden hatten am Mittwochabend aufgrund der angespannten Lage über die Europäische Union um Unterstützung gebeten. Deutschland bot daraufhin das in Nordrhein-Westfalen stationierte Waldbrandmodul an. Noch am selben Abend begannen die beteiligten Organisationen mit den Vorbereitungen.

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Am Donnerstag, 30. Juli 2026, sammelten sich die Einsatzkräfte in Bonn. Von dort setzte sich der gemeinsame Konvoi in Richtung Spanien in Bewegung. Zum Verband gehören haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehren Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen. Weitere Feuerwehrangehörige aus Niedersachsen ergänzen die Einheit.

Fachberater der auf Naturkatastrophen spezialisierten Hilfsorganisation @fire begleiten den Einsatz. Zudem gehört eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe zum Verband.

Nach Angaben der Feuerwehr Bonn wird das Modul voraussichtlich am Samstag in der Provinz Zamora im Nordwesten Spaniens eintreffen. Welchen konkreten Einsatzauftrag die Kräfte erhalten, soll sich voraussichtlich bis zu ihrer Ankunft klären.

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Fünfter Einsatz des Waldbrandmoduls

Das als GFFF-V DE1 bezeichnete Modul ist für die bodengebundene Waldbrandbekämpfung mit Fahrzeugen vorgesehen. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung handelt es sich um eine für internationale Waldbrandeinsätze ausgebildete taktische Feuerwehreinheit mit eigenen Führungs- und Logistikkomponenten. Zum Verband gehören mehrere geländefähige Löschfahrzeuge sowie Führungs- und Versorgungseinheiten.

Hilfeersuchen werden im EU-Katastrophenschutzverfahren über das Kommunikationssystem CECIS übermittelt. Das GMLZ nimmt entsprechende Hilfeersuchen an und leitet sie an die Länder weiter. Nordrhein-Westfalen meldete das Waldbrandmodul 2019 für das europäische Verfahren. Nach einer mehrtägigen Übung in Portugal wurde die Einheit im Mai 2023 offiziell durch die EU zertifiziert.

NRW-Waldbrandmodul in Aufstellung
Fahrzeuge des NRW-Waldbrandmoduls stehen vor der Abfahrt in Bonn bereit. Im Vordergrund ein geländegängiger Unimog der Feuerwehr Bonn. Symbolfoto: Feuerwehr Bonn

Für das NRW-Waldbrandmodul ist die aktuelle Entsendung der fünfte Einsatz. Im August 2021 unterstützte die Einheit die Waldbrandbekämpfung auf dem Peloponnes in Griechenland. Ein Jahr später folgte ein Einsatz bei Wald- und Vegetationsbränden im Großraum Bordeaux in Frankreich.

Im Sommer 2025 arbeiteten die Kräfte bereits in Spanien. Zunächst war das Modul in der Extremadura eingesetzt, anschließend verlegte es nach Kastilien-León. Dort unterstützten deutsche und spanische Einsatzkräfte unter anderem den Schutz des von einer Feuerfront bedrohten Dorfes La Baña.

Erst im Mai 2026 war die Einheit über das EU-Katastrophenschutzverfahren in die Niederlande entsandt worden. Bei Weert gingen die Einsatzkräfte gemeinsam mit niederländischen und französischen Einheiten gegen einen Vegetationsbrand und zahlreiche Glutnester vor.

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