Oberhausen (NW) – Ein Feuer in der Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebs hat die Feuerwehr Oberhausen über fast 24 Stunden beschäftigt. Mehrere Strahlrohre, schweres Gerät und überörtliche Hilfe kamen zum Einsatz. Verletzt wurde niemand.
Feuerwehrkräfte löschen das aus der Lagerhalle gezogene Brandgut auf dem Betriebsgelände eines Entsorgungsbetriebs in Oberhausen ab. (Bild: Feuerwehr Oberhausen)
Seit Dienstag, 10. März, 17:55 Uhr, war die Feuerwehr Oberhausen im Einsatz. In der Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebs war ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte bekämpften den Brand mit mehreren Strahlrohren. Zusätzlich wurde das Brandgut mit schwerem Gerät auseinandergezogen, um versteckte Glutnester gezielt ablöschen zu können.
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Bei den aufwendigen Löscharbeiten erhielt die Feuerwehr Oberhausen Unterstützung aus Nachbarstädten. Die Feuerwehr Duisburg stellte einen Großlüfter zur Verfügung. Die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr rückte mit einem Teleskoplader an. Nach Angaben der Feuerwehr Mülheim wurde zunächst ein Führungsdienst zur Erkundung entsandt, zeitgleich wurde der Teleskoplader für den Transport auf einem speziellen Anhänger vorbereitet.
Der Teleskoplader der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr wird für den Transport zum Einsatz nach Oberhausen vorbereitet. (Bild: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)
Vor Ort erhielten die Mülheimer Kräfte den Auftrag, unter umluftunabhängigem Atemschutz Brandgut aus der Halle zu fahren. So konnten die Oberhausener Einsatzkräfte das Material ablöschen und weitere Brandnester ausfindig machen. Die Mülheimer Kräfte wurden noch in der Nacht ausgetauscht und gegen 8 Uhr am Mittwoch aus dem Einsatz entlassen.
Wegen der Rauchentwicklung wurde die betroffene Straße zeitweise vollständig gesperrt. Die Feuerwehr informierte die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-App Nina beziehungsweise das Modulare Warnsystem. Später wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Trotz der Rauchentwicklung bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr für die Bevölkerung. Für die Stadtteile Lirich und Buschhausen empfahl sie dennoch, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Zur Beratung zog die Einsatzleitung außerdem das Umweltamt der Stadt Oberhausen sowie das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hinzu.
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Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr aufwendig und zogen sich über viele Stunden hin. Zeitweise waren 20 Einsatzkräfte vor Ort, die in einem vierstündigen Rhythmus ausgewechselt wurden. Im Einsatz waren beide Löschzüge der BF Oberhausen sowie alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Unterstützt wurden sie außerdem von der BF Mülheim an der Ruhr, der BF Duisburg, der Johanniter-Unfall-Hilfe Essen, dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Betreiber des Entsorgungsbetriebs.
Nach rund 24 Stunden war das Feuer vollständig gelöscht. Eine Brandwache blieb noch bis zum Abend an der Einsatzstelle, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.