Eigene Wehr alarmiert

Feuerwehrmann bemerkt Brand bei Nachbarn

Denkendorf (BW) – Ein Feuerwehrmann aus Denkendorf, Kreis Esslingen, hat in der Nacht auf Mittwoch einen Wohnhausbrand direkt gegenüber seines Wohnhauses bemerkt und den ersten Notruf abgesetzt. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Gebäude bereits weitgehend.

Flammen schlagen aus dem Wohnhaus in Denkendorf. Die Feuerwehr bekämpft den Brand gemeinsam mit überörtlichen Kräften ausschließlich von außen und schützt angrenzende Gebäude. (Bild: 7aktuell.de | Hald)

Gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr Denkendorf mit dem Alarmstichwort „Brand 3 – Wohnungsbrand“ alarmiert. Ausgelöst wurde der Notruf durch einen Nachbarn, der selbst Mitglied der Feuerwehr Denkendorf ist. Er wurde durch einen lauten Knall und klirrende Fensterscheiben geweckt, erkannte die Flammen und alarmierte umgehend die Leitstelle, bevor er sich selbst zum Feuerwehrhaus begab und am Einsatz beteiligte.

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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Wohnhaus bereits mehr oder weniger in Vollbrand, wie Einsatzleiter Frank Obergöker, Kommandant der Feuerwehr Denkendorf, von der Einsatzstelle berichtet. „Wir hatten eine massive Brandentwicklung mit Durchzündungen und Flammen von drei bis vier Metern Höhe“, erklärte er. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bis in den Dachbereich des Flachdachgebäudes ausgebreitet.

Aufgrund der Lage erhöhte die Feuerwehr unmittelbar die Alarmstufe. Weitere Löschzüge, eine Drehleiter sowie zusätzliche Kräfte des Rettungsdienstes und des örtlichen DRK wurden zur Einsatzstelle nachalarmiert.

Zunächst war unklar, ob sich noch Personen im Gebäude aufhielten. Nach intensiver Erkundung stellte sich jedoch heraus, dass die Bewohnerin bereits am Vortag in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Das Gebäude war zum Brandzeitpunkt unbewohnt.

Im weiteren Verlauf konzentrierte sich die Feuerwehr auf den Schutz der angrenzenden Bebauung. An drei Seiten grenzen Nachbargebäude unmittelbar an das Brandobjekt. Um eine Brandausbreitung zu verhindern, bauten die Einsatzkräfte Riegelstellungen auf und führten den Löschangriff von mehreren Seiten, teils aus angrenzenden Gärten, durch.

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Ein Innenangriff war nicht mehr möglich, da unter anderem die hölzerne Treppe bereits vollständig abgebrannt war. Die Brandbekämpfung erfolgte deshalb ausschließlich von außen. Zeitweise kamen mindestens sechs C-Rohre gleichzeitig zum Einsatz.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Denkendorf von Kräften aus Ostfildern sowie von der Feuerwehr Esslingen, die unter anderem eine Drehleiter und einen Gerätewagen Atemschutz stellte. Insgesamt waren rund zwölf Einsatzfahrzeuge und etwa 60 Feuerwehrangehörige vor Ort. Zusammen mit Rettungsdienst, DRK-Bereitschaft und Polizei befanden sich nach Angaben der Einsatzleitung insgesamt 70 bis 80 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.

In den Morgenstunden schlossen sich umfangreiche Nachlöscharbeiten an. Dabei suchte die Feuerwehr gezielt nach Glutnestern, insbesondere im Bereich der Gebäudetrennfugen zu den Nachbarhäusern. Parallel dazu liefen Hygienemaßnahmen, der Austausch von Atemschutzgeräten sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Nach Angaben der Polizei wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung mehrere Anwohner angrenzender Gebäude kurzzeitig evakuiert, konnten jedoch nach Freigabe durch die Feuerwehr wieder in ihre Häuser zurückkehren. Das Brandobjekt ist nicht mehr bewohnbar. Zwei Nachbarhäuser erlitten Schäden durch Wasser und Rauchgasniederschlag an den Fassaden, blieben jedoch bewohnbar. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 500.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Polizeirevier Filderstadt aufgenommen.

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