In ehemaligem Hotel

Feuerwehr kämpft 48 Stunden gegen Dehnfugenbrand

Stuttgart-Feuerbach (BW) – Ein Dehnfugenbrand in einem ehemaligen Hotel in der Siemensstraße hat die Feuerwehr Stuttgart über rund 48 Stunden gefordert. Rund 250 untergebrachte Personen mussten das Gebäude wegen gefährlicher Brandgase verlassen und vorübergehend in Notunterkünften betreut werden.

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Stuttgart stehen vor dem ehemaligen Hotel, in dem ein Dehnfugenbrand über mehrere Stockwerke langwierige Löscharbeiten erforderlich machte. (Bild: Feuerwehr Stuttgart)

Am Montagnachmittag meldeten Mitarbeiter gegen 16 Uhr eine Rauchentwicklung in dem Gebäude. Trotz umfangreicher Such- und Kontrollmaßnahmen ließ sich zunächst kein Brandherd finden. Erst bei einer Nachkontrolle lokalisierten Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 20 Uhr einen Brand in einer Dehnfuge des Bauwerks.

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Um an den Brandherd zu gelangen, öffnete die Feuerwehr mehrere Wände mit schwerem technischem Gerät. Über sogenannte Löschlanzen brachten die Einsatzkräfte gezielt Wasser in die Dehnfuge ein. Aufgrund der Gebäudestruktur und der Brandausbreitung über mehrere Stockwerke gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig und zeitintensiv.

Da bei Dehnfugenbränden insbesondere giftiges Kohlenmonoxid entstehen kann, das sich im gesamten Gebäude ausbreitet, erklärte die Feuerwehr das Objekt vorerst für unbewohnbar. In dem ehemaligen Hotel waren rund 250 geflüchtete Personen untergebracht. Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes richteten daraufhin zwei Stuttgarter Sporthallen als Notunterkünfte ein. Der Transport erfolgte mit mehreren Bussen der SSB AG sowie Krankentransportwagen.

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Die Betreuung, Verpflegung und der Transport, auch von nicht gehfähigen Personen, wurden bis zum Dienstagabend durch ehrenamtliche Einsatzkräfte von Deutschem Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr sowie weiteren Kräften des Bevölkerungsschutzes sichergestellt. Am Dienstagabend brachte die Landeshauptstadt Stuttgart alle Betroffenen in einem anderen Hotel unter, anschließend begann der Rückbau der Notunterkünfte.

Im weiteren Einsatzverlauf unterstützte ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks die Maßnahmen. Wiederholte Schadstoffmessungen im gesamten Gebäude blieben am Mittwoch ohne Befund. Nach insgesamt 48 Stunden meldete die Feuerwehr Stuttgart am Mittwoch um 17:30 Uhr offiziell „Feuer aus“. Die Einsatzstelle wird an den Gebäudeeigentümer übergeben und weiterhin kontrolliert.

In der Spitze waren über 100 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Bevölkerungsschutz im Einsatz.

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