Stuhr (NI) – Häufige Verkehrsunfälle im Stau vor der Weserbrücke auf der A1 haben die Feuerwehren der Gemeinde Stuhr vor neue Anforderungen gestellt. Mit einer angepassten Alarm- und Ausrückordnung sowie einer Rendezvous-Taktik reagieren die Ortsfeuerwehren Brinkum und Groß Mackenstedt auf die komplexe Lage bei Einsätzen der Technischen Hilfeleistung.
Gemeinsam arbeiten die Ortsfeuerwehren Brinkum und Groß Mackenstedt der Gemeinde Stuhr (Kreis Diepholz) Verkehrsunfälle ab. Mit ihrem HLF 20 und dem RW-Kran rücken sie häufig auf die Autobahnen 1 und 28 aus. (Bild: Feuerwehr Gemeinde Stuhr)
Die Baustelle auf der A1 bei Bremen führt seit Monaten regelmäßig zu langen Rückstaus. Besonders im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und der Anschlussstelle Bremen/Brinkum kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen, bei denen die Feuerwehr gefordert ist. Um Entscheidungszeiten zu verkürzen und Abläufe zu standardisieren, haben die Verantwortlichen der Gemeinde Stuhr ihre Alarm- und Ausrückordnung angepasst.
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Kern des Konzepts ist eine fest hinterlegte Alarmierung beider Ortsfeuerwehren bei bestimmten Einsatzstichworten der Technischen Hilfeleistung. Die Leitstelle löst lediglich das Stichwort aus, die weitere Zusammenstellung der Kräfte erfolgt automatisch. Ergänzt wird dies durch eine Rendezvous-Taktik: Die Einheiten rücken parallel aus unterschiedlichen Fahrtrichtungen an und treffen an der Einsatzstelle zusammen. Dieses Vorgehen soll unter anderem Vorteile bei unklaren Unfallorten oder fehlender Rettungsgasse bringen.
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Auch die Fahrzeug- und Ausstattungsstruktur wurde in den vergangenen Jahren angepasst. Mehrere Ortsfeuerwehren verfügen inzwischen über Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge, hinzu kommen Sonderfahrzeuge wie ein Rüstwagen-Kran. Einheitliche Ausrüstung und klar definierte Aufgaben an der Einsatzstelle sollen eine reibungslose Zusammenarbeit ermöglichen.
Der vollständige Bericht mit detaillierten Einblicken in Taktik, Ausbildung, Fahrzeugkonzepte und Erfahrungen aus dem Einsatzalltag ist in Ausgabe 1/2026 des Feuerwehr-Magazins nachzulesen.
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