Leuchttürme bieten in ihrer Funktion in der Schifffahrt eine Orientierung in oftmals unbekannten Gewässern. Gleichzeitig stehen sie als Metapher für Personen, Institutionen oder Technologien, die in bestimmten Bereichen als Vorreiter und Vorbild dienen. Umso mehr freut es mich, dass wir euch in Ausgabe 9/2025 des Feuerwehr-Magazins gleich mehrere dieser Leuchtturmthemen vorstellen können.
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Die BF Remscheid nimmt dabei eine Vorreiterrolle für Frauen in der Feuerwehr ein. Schon 1985 begann dort mit Monika Tegtmeier die erste Berufsfeuerwehrfrau in Deutschland ihre Arbeit. Heute, fast 40 Jahre später, führt Katharina Kluge diese Tradition fort – als erste Amtsleiterin in Remscheid und als eine von nur vier Frauen in dieser Funktion deutschlandweit. Mein Kollege Sebastian Liedtke hat mit beiden Frauen gesprochen und beleuchtet ihre Leuchtturmfunktion für Feuerwehren in ganz Deutschland in seiner Reportage.
Nur knapp 60 Kilometer von Remscheid entfernt ragt in Dortmund schon der nächste Leuchtturm in die Höhe. Die BF Dortmund weist seit vier Jahren eine deutschlandweit einmalige Besonderheit auf: eine 24/7 besetzte Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV-Fachberater). Die Kollegen rücken standardmäßig bei Lagen in Kindertagesstätten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen aus, aber auch bei Einsätzen mit eingeklemmten Personen oder Suizidgefahr. Sie kümmern sich um Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte. Ein Beispiel, das Schule machen könnte und zeigt, wie wichtig der Umgang mit psychisch belastenden Situationen ist.
Auch technologisch sucht die BF Dortmund den Weg in die Zukunft. Als Schnittstelle zwischen Feuerwehr und dem Deutschen Rettungsrobotik Zentrum (DRZ) dient dabei der Robotikleitwagen (RobLW): Ein Hightech-Fahrzeug mit ferngesteuerten Robotern zur Lagedarstellung, Brandbekämpfung oder Personensuche. Michael Rüffer stellt euch diese Leuchtturmprojekte in seiner umfangreichen Reportage über Deutschlands sechstgrößte Berufsfeuerwehr vor.
Ebenso wie diese beiden Schwerpunktthemen aus der aktuellen Ausgabe, wollen wir beim Feuerwehr-Magazin weiterhin als Leuchtturm für die Blaulicht-Community fungieren: journalistisch präzise, die Leidenschaft für das Thema Feuerwehr im Fokus, nah an den Menschen, offen für neue Themen und Kanäle. Ich hätte also kaum einen spannenderen Monat aussuchen können, um meinen neuen Job als Chefredakteur des Feuerwehr-Magazins antreten zu können. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen möchte ich diese Vision vorantreiben und das Vermächtnis von meinem Vorgänger Jan-Erik Hegemann fortführen.
Jan-Erik Hegemann (links) hat die Leitung des Feuerwehr-Magazins per Handschlag und mit einem exklusiven Ansteckpin an Matthias Hendrich übergeben. Foto: Feuerwehr-Magazin | Rüffer
30 Jahre hat Jan-Erik Hegemann für das Feuerwehr-Magazin gearbeitet, mehr als 20 Jahre davon als Chefredakteur. Im September wird er ein neues Kapitel aufschlagen. Umso mehr freut es mich, dass er für diese Ausgabe zwei umfangreiche Fahrzeugberichte geschrieben hat, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Einerseits das TSF der Feuerwehr Virnsberg. Ein Arbeitstier, das so oder in ähnlicher Form in ganz vielen Wehren anzutreffen ist. Andererseits der vollelektrische Kommandowagen der Audi-Werkfeuerwehr in Neckarsulm auf Basis eines Audi e-tron GT. Danke, lieber Jan-Erik, für deine Ratschläge und den Einblick in so viel Berufserfahrung. Für deinen weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg wünsche ich dir im Namen des gesamten Teams alles Gute!
Matthias Hendrich, Chefredakteur
Gleichzeitig möchte ich Euch, liebe Leserinnen und Leser, herzlich dazu einladen, mit uns als Redaktion und mit mir als neuen Chefredakteur in den Austausch zu treten. Welche Themen sollen wir stärker beleuchten? Findet aktuelles Einsatzgeschehen die nötige Aufmerksamkeit in unserem Heft? Möchtet ihr stärker über technische Entwicklungen in der Feuerwehrbranche informiert werden? Schreibt uns euer Feedback an online@feuerwehrmagazin.de oder nutzt unsere Social-Media-Kanäle bei Instagram und Facebook.