Donnerstag, 27. Juli 2017

Schnell aber sicher zum Einsatz: 9 Tipps!

6. Juli 2017 von  

Bremen – Alarm für die Feuerwehr: Wie ist das bei Euch, wenn der Funkmeldeempfänger piept oder die Sirene heult? Ist es vielleicht so? Der Puls geht hoch, die Atemzüge werden schneller, Adrenalin durchflutet Euren Körper. Ganz egal, was Ihr gerade macht – Euch geht nur noch ein Gedanke durch den Kopf: „Einsatz – Jetzt bloß keine Zeit verlieren!“ Doch nach dem Einsatz stellt Ihr fest: Viele der Kameraden und Kameradinnen waren wieder mal schneller am Feuerwehrhaus…

…und vielleicht denkt Ihr dann: „Warum eigentlich? So viel näher wohnen die doch auch nicht! Und schließlich bin ich nicht gerade langsam zum Gerätehaus gefahren?“ Vielleicht habt Ihr gleich in den ersten Sekunden einen entscheidenden Fehler gemacht: Ihr habt das Gehirn „abgeschaltet“ und von einem motorisch-hektischen Handeln leiten lassen. Das ist in mehrfacher Hinsicht fatal: Wenn es auf jede Sekunde ankommt, ist ein durchdachtes und am besten trainiertes Handeln entscheidender denn je!

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Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“. Foto: Olaf Preuschoff

Bei einer Berufsfeuerwehr sind die Wege zu den Löschfahrzeugen kurz. Dass die Fahrzeuge innerhalb von rund 60 Sekunden ausrücken können, liegt aber nicht allein an dieser Tatsache. Die Reihenfolge, was bei einem Alarm zu machen ist, wird dort in der Ausbildung gelehrt und gehört vor allen Dingen zur alltäglichen Routine: Bei den freiwilligen Feuerwehren gibt’s diese Routine nicht, schon gar nicht, wenn es nur zu wenigen Einsätzen im Jahr kommt. Und trotzdem muss es wie bei den Berufskräften funktionieren – die Einsätze sind gleich, auch hier kommt es auf Schnelligkeit an. Es liegt an jedem einzelnen, wie schnell die Feuerwehr zum Einsatz ausrücken kann.

Handeln mit Bedacht – um Unfälle zu vermeiden

Wenn der Alarm über den Funkmeldeempfänger ertönt – Stop! Denkt in Ruhe nach, was Ihr tun solltet. Sonst setzt Ihr Euch selbst enorm unter Druck. Plötzlich werden einfache Dinge, wie zum Beispiel das Schließen eines Knopfes an der Hose, zu fast unlösbaren Aufgaben – weil die zitternden Hände nicht mehr gehorchen wollen. Und wenn dann noch etwas schief geht, weil vielleicht der Autoschlüssel nicht zu finden ist, geratet Ihr in Panik. Eine nicht ungefährliche Situation, auch für den schwer beanspruchten Kreislauf – aber vor allem, weil irrationales Handeln während der Alarmierung Unfallgefahren birgt!

Am besten, Ihr stellt Euch schon vor der Alarmierung in einer ruhigen Minute Euren ganz persönlichen „Alarmplan“ auf. Was mache ich als erstes? Was darf ich nicht vergessen? Probiert es aus: Ihr werdet feststellen, das gibt Euch nicht nur Sicherheit, sondern macht Euch auch schneller, weil Ihr ruhiger und bestimmter reagieren könnt.

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Tipp 1: Lasst Euch helfen, wenn der Funkmeldeempfänger piept!

Sensibilisiert Eure Mitmenschen. Eure Familie sollte nicht nur erschrocken zur Seite springen, wenn Ihr zum Einsatz müsst. Man kann Euch sinnvoll helfen: die Jacke zureichen, die Haustür aufschließen, das Auto öffnen – all das bringt wertvolle Sekunden.

Das gleiche gilt tagsüber bei der Arbeit. Es ist sicher kein Problem für die Kollegen, die Maschine abzustellen oder das eben geführte Telefonat zu übernehmen. Ihr müsst nur im Voraus wissen, was zu tun ist – für lange Erklärungen habt Ihr bei einer Alarmierung keine Zeit mehr.

Tipp 2: Haltet Ordnung!

Richtet Euch feste Aufbewahrungsstellen für die wichtigen Dinge bei einer Alarmierung ein. Am besten nur einen Platz für das Notwendige: Jacke, Schuhe und Schlüssel. (Nicht nur Auto- auch Wohnungsschlüssel. Irgendwann kommt Ihr auch wieder nach Hause). Mitbewohner müssen wissen, wie wichtig diese Ordnung für Euren Einsatz ist.

Ausfahrtsschild „Hier wohnt ein Feuerwehr-Angehöriger“. Foto: Olaf Preuschoff

Tipp 3: Nachts, wenn alles schläft…

Seid auf nächtliche Alarmierungen vorbereitet. Besonders, wenn die Phase des Tiefschlafes schon eingesetzt hat, werdet Ihr „schlaftrunken“ reagieren. Es ist nicht schlimm, wenn Ihr den Pulli falsch herum anzieht. Schlimm ist es, wenn Ihr ihn nicht findet. Deshalb in unmittelbare Nähe des Bettes Socken, Hose, Pulli oder T-Shirt, Schuhe und die Schlüssel bereitlegen (am besten in dieser Reihenfolge). Am einfachsten anzuziehen ist Sportkleidung wie zum Beispiel eine Jogginghose…

Hilfreich bei den Feuerwehr-Alarmierungen in der Nacht sind übrigens auch die sogenannten „Alarmstecker“. Wie bei der Berufsfeuerwehr geht beim Alarm ein gekoppeltes Licht an. Diese Stecker können an die Ladestationen einiger Funkmeldeempfänger angeschlossen werden, die einen Relaisausgang besitzen. Auch akustische Verstärker für „Tiefschläfer“ finden hier Verwendung.

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Tipp 4: Hose über die Stiefel!

Bei den Berufsfeuerwehren von Hamburg bis New York ist es tägliche Praxis, bei den freiwilligen Feuerwehren hat es sich noch nicht überall durchgesetzt. Wer die Einsatzhose über die Stiefel zieht, spart wertvolle Zeit. So sollten Stiefel und Hose auch bereitstehen. Ein Sprung in die Stiefel, Hose hochziehen, schließen, fertig (bitte beachten: bei einigen Einsatzhosen raten Hersteller von einer knitternden Lagerung der Hose ab!)

Die Einsatzhose über die Stiefel zu lagern spart nicht nur Zeit im Einsatz, sondern gibt darüber hinaus auch Sicherheit. Denn wer die Stiefel separat anzieht, trägt unweigerliche die Hose in den Stiefeln. Folge: Glassplitter und Brandschutt können in die Stiefel gelangen. Aber Achtung: Nach dem Einsatz die nasse Hose trocknen lassen. Sonst ist Schimmel die Folge. Außerdem sollten die Hosenbeine nicht über den Stiefelschäften liegen, damit auch diese auslüften können. Und: Kontaminierte Einsatzkleidung gehört nicht in die Wohnung!

Tipp 5: Rückwärts parken!

Ist Euer Auto ständig startklar? „Ja sicher“, sagt Ihr. Aber wie lange braucht Ihr im Fall einer Alarmierung, um loszufahren? In Parklücken solltet Ihr ausreichend Platz einkalkulieren. Zeit für lange Rangierversuche steht Euch nicht zur Verfügung. Parkt Ihr auf dem Hof oder in einer Garage? Prima, dann parkt rückwärts ein. Das gilt auch, wenn Ihr mit dem Auto irgendwo anders steht: immer rückwärts in die Parklücke fahren. Bei einer Alarmierung könnt Ihr gleich in Fahrtrichtung durchstarten.

Plant auch das Wetter mit ein. Schnee und Frost können die Abfahrt erheblich verzögern. Eine „Folien-Garage“ kann im Winter Wunder bewirken. Und vergesst nicht die richtigen Reifen. In der kalten Jahreszeit gilt ganz besonders: „Langsam, es pressiert!“

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Tipp 6: Volle Pulle ist out!

Vollgas ist nicht immer schneller! Ob zulässig oder nicht, bei einer Alarmierung fährt wohl kaum ein Feuerwehrangehöriger gemächlich zum Feuerwehrhaus. Jedoch gilt auch hier: Bevor Ihr den Zündschlüssel herumdreht – denkt nach! Das Missachten von roten Ampeln oder das Ignorieren der Vorfahrt anderer ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Denkt an mögliche Folgen: Vielleicht kommt es zu mehr als „nur“ zum Blechschaden oder zum teuren Radarfoto. Vielleicht müssen die Kameraden dann plötzlich Euch helfen. Und: Wenn es zum Unfall kommt, werdet Ihr alleine zur Rechenschaft gezogen. Oder hat jemand Euch geraten, Ihr sollt die Verkehrsregeln missachten?

Versucht Euch auch in die Lage der anderen Verkehrsteilnehmer zu versetzen. Ihr seid als Feuerwehrmann in Eurem eigenen Auto nicht oder nur bedingt zu erkennen. Oder würdet Ihr einen Pkw-Fahrer hinter Euch verstehen, der aufgeregt gestikulierend mit Warnblinker und Lichthupe dicht auffährt (was nebenbei den Tatbestand der Nötigung erfüllt)? Ein Dachaufsetzer oder Schild an der Scheibe kann nur ein zusätzliches Hilfsmittel sein. Und denkt abseits aller rechtlichen Dinge daran: Die meisten „Bürger“ finden es alles, nur nicht bewundernswert, wenn zahlreiche Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaft donnern – auch und gerade wenn sie wissen, dass es sich dabei um Feuerwehrleute handelt.

Kennt Ihr alternative Wege zum Feuerwehrhaus? Nein? Dann macht Euch doch mal Gedanken darüber. Vielleicht ist die Straße, die Ihr nutzen wollt, durch den Unfall versperrt, zu dem Ihr alarmiert wurdet. Vielleicht blockiert eine Müllabfuhr die ganze Straßenbreite. Und von der Umleitung wegen der Baustelle habt Ihr auch nichts gewusst? Beobachtet allgemein die Verkehrslage: Ist die sonst so kurze Streck im Berufsverkehr jetzt auch noch so zeitsparend?

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Tipp 8: Erst denken, dann ausrüsten!

Einsatzstichwort verstehen und mitdenken. Alphanumerik-Pager, die den Einsatzort und das Einsatzstichwort anzeigen, sind eine feine Sache. Aber auch analoge Funkmeldeempfänger können mit der Durchsage der Leitstelle weiterhelfen. Bei beiden Arten habt Ihr den Vorteil, über die Einsatzart Bescheid zu wissen. Macht Euch kurz Gedanken darüber, was Ihr beachten müsst. Für den Feuerwehrmann ist es auch wichtig, über die benötigte Ausrüstung für den Einsatz nachzudenken. Braucht Ihr die Atemschutzmaske? Die Rettungsweste? Die Latexhandschuhe? Welches Fahrzeug muss als erstes besetzt werden? Und als Maschinist: Kennt Ihr vielleicht schon den günstigsten Anfahrtsweg?

Tipp 9: Richtig angezogen ins Fahrzeug!

Schnell die Jacke, Helm, Einsatzhose und Stiefel vom Haken gerissen und ab ins Löschfahrzeug. Es muss schließlich schnell gehen. Alltag bei deutschen Feuerwehren. Doch wollt Ihr wirklich Eure eigene Sicherheit aufs Spiel setzen, um 3 Sekunden schneller ausrücken zu können? Auch hier dürft Ihr ruhig ein paar Sekunden investieren.

Vom Umziehen im Fahrzeug ist aus mehreren Gründen abzuraten. Der Ellbogen des anderen, der gerade in die Jacke schlüpft, im eigenen Gesicht tut ganz schön weh. Im Fahrzeug herumfliegende Hausschuhe oder Privatkleidung können schnell zur Stolperfalle werden. Haltet Ordnung! Und wenn der Fahrer mal scharf bremsen muss, habt Ihr keine Hand frei zum Festhalten, weil Ihr gerade halb stehend, halb sitzend, die Einsatzhose hochzieht. Positiver Nebeneffekt: Wenn Ihr schon fertig angezogen seid, könnt Ihr zum Beispiel den Kameraden beim Anlegen des Atemschutzgerätes helfen oder Euch mit Feuerwehrleine, Handlampe etc. ausrüsten. Das spart nachher wirklich Zeit. 

Text: Michael Klöpper [282]

Autoschild: "Feuerwehr im Einsatz". Foto: Preuschoff

Autoschild: „Feuerwehr im Einsatz“. Foto: Olaf Preuschoff

Kommentare

31 Kommentare zu “Schnell aber sicher zum Einsatz: 9 Tipps!”
  1. Dennis sagt:

    Das hat die Welt gebraucht!

  2. Simon L. sagt:

    Interessante, empfehlenswerte Zusammenstellung! Danke! 🙂

  3. Christian Schicker sagt:

    Super Beitrag.
    Den werde ich zu einem Schuhlungs Thema machen und den Kameraden nahe legen.
    Danke. :-):-)

  4. Michael sagt:

    Endlich einmal wird publiziert was ich seit Jahren erzähle und oft nur kopfschütteln Ernte…komisch nur das ich trotz großer Entfernung immer einer der ersten bin…Vorbereitung ist halt besser als das Nachsehen haben…durch Unfall etc.
    TOP

  5. Stefan sagt:

    Gaaaaanz wichtig – bei drei Einsätzen im Jahr. Für alle anderen: diese werden hoffentlich die Ruhe haben sich über anderes als diesen Blödsinn Gedanken zu machen. Einen Kunden am Telefon abwürgen, Maschinen laufen lassen – ein No-Go (den Herd zu Hause stellt bestimmt auch jemand anderes ab). Jacke reichen, Haustür und Auto aufschließen – tut mir leid, aber wer das im Einsatzfalle auf Grund von „Aufregung“ und „zitternden Händen“ nicht hinbekommt hat auf einem Feuerwehrfahrzeug nichts verloren. Ein Maschinist mit zitternden Händen am Steuer eines Feuerwehrfahrzeuges? Jemand, der vor Aufregung vergisst seine PA-Flasche zu öffnen? Und ich glaube auch ohne diese „9 Tipps“ wird man sich schon Gedanken gemacht haben, dass man Klamotten oder Schlüssel griffbereit haben könnte.
    Also tolle Tipps für die „Brenner“ in den Feuerwehren, die dann an den Landesfeuerwehrschulen erzählen wie toll sie sind (und auf der Homepage der eigenen Feuerwehr stolz über die 10 Einsätze inkl. Schützenfestumzüge berichten).

  6. Biki sagt:

    Wofür Latexhandschuhe

  7. Matthias sagt:

    Verbesserung zu Punkt 3:

    Es darf KEINE Joggingshose bei einem Einsatz unter der Schutzhose verwendet werden, es kann bei hoher Temperatur passieren, dasss die Jogginghose zu schmelzen anfangt und das ist nicht so schön, besser wäre eine Jeans !!!

  8. Tina sagt:

    Das ist wohl wahr! Diese Verhaltensweisen haben mir geholfen, von einer kleinen Löschgruppe in einem Löschzug mithalten zu können! Es steigerte sich von ca 15 Einsätzen im Jahr auf nun durchschnittl. 180 Einsätze im Jahr.-Am Anfang war das Chaos 😉 … jetzt gehts ohne …

  9. Björn sagt:

    Seit Jahren haben solche Sachen bei mir einen festen Ort im Haus.
    Fahrzeugt steht gewohnheitsgemäß eh überall rückwärts drin.
    Alles Punkte welche ich seit Jahren beherzige und mir durch logisches Denken selbst angeeignet habe.
    Ab und an mal das Hirn einschalten hilft ungemein….

  10. Lukas Pietrzak sagt:

    Wo bekommt man solche arlarmstecker ?

  11. Steve sagt:

    Soso, „Gott zur Ehr“…es geht nicht drum schneller zu sein als andere. Lieber 10 Sek. später raus und fähige Leute dabei.

  12. AK sagt:

    Das stand fast genauso in einer Feuerwehrmagazin-Ausgabe von 1999, ist aber immer aktuell! Ich bin gerade im Berufsverkehr mit dem Fahrrad oft schneller als Kameraden mit Fahrzeug. Man sollte auch mit dem Rad immer eine Alternativstrecke parat haben. Vor ein paar Jahren war ein Einsatz genau in einer der von mir auf dem Weg zur Wache favorisierten Straße, als ich da vorbeiwollte, kam ein Streifenwagen mit SoSi angeschossen und stellte sich quer. Da sollte man unterwegs immer spontan ausweichen können.

  13. dennis sagt:

    Selten sowas dämliches gelesen!

  14. Marko sagt:

    Ah! Mich graust es!
    In der Ruhe liegt die Kraft!
    Einmal mehr nachdenken, bevor man startet reicht aus, als diese brauchbaren Ratschläge zu lesen!

  15. Daniel Winkler sagt:

    Echt hilfreich
    Männer verbreitets sowas !
    teilen 😉

  16. Lader sagt:

    Naja soweit so gut. Mal ein sinnvoller Artikel.
    Dachaufsetzer bringen einem Rechtlich nichts. Nachts sieht man sie nicht. Und wenn sie beleuchtet sind dauert das einstecken länger als der mögliche Zeitvorteil.
    Ein lex. Fehler Rettungsweste = Warnweste?

    Ansonsten kann ich den Artikel voll unterschreiben.
    Was ich auch schon mal ausgerechnet habe:
    Zeitvorteil wenn man 20 km/h schneller fährt als erlaubt Dabei Anfahren und Abbremsen an Kreuzungen etc. berücksichtigen. Ich habe 1.5 km und würde 10 Sekunden sparen. Bringt mir nichts wenn man bedenkt das erst nach 7-15 min der GF mit der Erkundung anfängt.

  17. Jonas sagt:

    Den Tipp mit der Hose über den Stiefeln halte ich nicht für besonders praktikabel. Mal davon abgesehen, dass viele Feuerwehrleute verschiedene Hosen im Spind haben (z.B. die dünne Bayern2000-Hose für THL-Einsätze und die Atemschutzüberhose für Brandeinsätze bzw. im Winter) muss die Hose, wenn sie üer den Stiefeln bereitliegt, nach dem Anziehen trotzdem wieder ein stück nach oben gezogen werden, um die Stiefel zu schließen. Geht also auch nicht schneller als erst Hose und dann Stiefel anzuziehen und anschließend die Hosenbein über die Stiefel nach unten zu ziehen.

  18. AK sagt:

    Habe das so ähnlich auch schon im FM von 1999 gelesen, aber es ist immer wieder wichtig, solche Tipps zu lesen.

  19. Mathias Fischer sagt:

    Was bringen den Dachaufsetzer? Gar nix. Wenn ich hier in der Stadt schneller als 160 fahre, verliere ich die Dinger immer. 😉

  20. Deike sagt:

    Ich denke es wird immer diese Menschen in der FF geben, die alles stehen und liegen lassen
    und mit 80 KMH durch den Ort brettern. Wichtig ist doch immer die Ruhe zu bewahren.
    Wir sollten uns als freiwillige Feuerwehrleute nicht an den Ausrückzeiten einer BF orientieren.
    Auch dort gilt:Ruhe bewahren. Dies gilt auch bei der Arbeit : Nur weil der Arbeitgeber das Recht gibt zum Einsatz zu fahren, heißt dass noch lange nicht, dass ich einfach ein Telefonat unterbrechen darf !
    Ebenfalls schrecklich ist meiner Meinung nach der Wettkampf unter den Aktiven, wer welches Fahrzeug, wer welcher Trupp und wer welche Einsätze fährt. – Wir machen uns kaputt !
    Es gilt zu helfen !

  21. Michael sagt:

    Den Beitrag findeich prima. Ich werde den gleich bei meiner nächsten Ausbildung mit anbringen. Übrigens Dachaufsetzer und Schilder haben eigentlich nur im ruhenden Verkehr was zu sagen und so lange es Kameraden gibt die die Dinger nicht wieder rausmachen nach einem Einsatz werden sie von anderen nicht wahrgenommen.
    Ach und noch was. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 20 km/h bringt auf einen Kilometer gerade mal einen Vorteil von 20 sec. Das Risiko jemanden zu gefährden (vor allem in der Stadt) steigt aber um 50-75%. Lohnt sich das wirklich???

  22. werner sagt:

    Tolle Tipps, was mir fehlt ist der Hinweis dass man sich in modernen Feuerwehrfahrzeugen nicht nur anschnallen kann, sondern muss !!,
    außerdem haben auch benutzte Feuerwehrgeräte noch ihren festen Platz im Fahrzeug und gehören nicht in den Fußraum der Mannschaft!

  23. Lädar sagt:

    @Matthias
    Naja Jogginghosen mit Kunstfaser schmelzen bei >70°C.
    Klar wenn ich mit 70°C in Jeans gebraten werde bin ich im Anschluss Biomüll. Mit Kunstfaser wär ich Sondermüll.
    Naja wenn ich nicht sterbe ist die Heilung bei Jeans vielleicht besser. Aber schön ist da immer noch etwas anderes 😉

  24. Marco F. sagt:

    @Mathias Fischer
    Es geht nicht darum mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren…
    Überleg mal was passiert wenn ein Kinderwagen über die Straße Rollt oder eine Alte Frau über die Straße läuft, wenn du mit 160km/h ankommst…

    Ist das noch Sinnvoll -> Wohl eher Sinnlos solche Leute haben Meiner Meinung nach nichts in einer FF zu suchen. Lieber einen Gang zurück und dann denken Anfangen…

    Jetzt zum Beitrag
    Eher ernst zunehmen für den obengenannten Kolegen, aber sonst „ganz nett“
    Jeder der FF Kennt die kleinen Kniffe und Ideeen, da gibt es noch etliche mehr.
    Bei uns wir nach dem Motto ausgerückt: „Lieber 1 min Später und gut Ausgerüstet als selbt Hilfe zu brauchen“
    Dabei sind Sekunden „nicht immer“ von entscheidung sondern die Reaktionen und Aktionen der Führung

  25. Misch sagt:

    @Biki: Latexhandschuhe sind bei der Feuerwehr nicht mehr erlaubt, mal sollte welche aus anderen Materialien verwenden. Diese werden z.B. bei einem VU unter die TH-Handschuhe gezogen, um Infektionen vorzubeugen.
    Finde den Artikel teilweise echt amüsant. Aber sind schon ein paar wichtige Sachen drin die einem im Falle eines Einsatzes helfen. Und gerade bei Feuerwehren mit geringen Einsatzzahlen ist die Nervosität ziemlich hoch, und wenn man z.B. alle 3 Jahre einen Einsatz hat, muss man sich nicht unbedingt die Hose neben das Bett legen, weil irgendwann macht man es sowieso nicht mehr.

  26. Yannic sagt:

    Mal im Ernst… sollte das nicht der normale Menschenverstand regeln, zumindest den Teil mit Klamotten, Schlüssel ö. ä. sollte doch schon bei jedem Gang und Gebe sein.
    Wie ich damals mein Melder bekam und somit auch an Einätzen teilnehmen durfte, habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie komm ich am schnellsten und am SICHERSTEN zum Gerätehaus. Klamotten liegen parat, Schlüssel liegt entweder direkt am Melder oder am Schlüsselbord, Fahrradlichter (Akku betrieben) sind am Fahrrad und aufgeladen. Einsatzhose und Stiefel werden IMMER außerhalb vom Fahrzeug angezogen. Jacke je nach Meldung und Wetter auch ab und zu mal erst auf dem LF angezogen, wenn es denn Not tut. Als Atemschutzgeräteträger versuch ich auch möglichst vor der Abfahrt die Einsatzkurzprüfung des Pressluftatmers durchzuführen, falls doch Mängel auf treten sollten, kann man das Gerät noch schnell gegen ein Reservegerät (im Aufbau oder vom 2. LF) tauschen. Macht nur Stress, wenn es auf der Anfahrt auffällt.

  27. Feuerwehrautofahrer sagt:

    Ich frage mich gerade, wieviel Prozent der Einsätze einer freiwilligen Feuerwehr ein derartiges Theater rechtfertigen, dass im Endeffekt dazu führt, dass man 20 Sekunden schneller vor Ort ist (und in den meisten Fällen einfach nur dazu führt, dass nicht 6 Mann auf die letzten 3 warten, sondern 7 auf die letzten 2.

  28. Hans Werner sagt:

    @Feuerwehrautofahrer
    Bei uns warteten keine 7 auf die letzten 2.
    Staffel voll & raus.

    Naja, aber man wartet immer auf den Letzten egal ob das jetzt 9 oder 6 Leute werden. 😉

  29. Walter sagt:

    „Fahre langsam, es pressiert“, dieser alte Rat hat mir in über 40 Jahren und tausenden von Einsätzen immer geholfen unfallfrei wieder nach Hause zu kommen.
    Vielleicht nicht cool, aber war!

  30. Wolfgang Tanzert sagt:

    @biki:
    Die Frage ist berechtigt. Latexhandschuhe sind weder wasser- noch chemikalienfest. Nitril wäre gescheiter.
    Wolfgang

  31. Domenic Wolf sagt:

    Bei uns im Dorf braucht die Feuerwehr von der Alarmierung bis zum Ausrücken 10 Minuten gebraucht

Kommentare

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