Dienstag, 6. Dezember 2016

Münster: Bei Katastrophen-Unwetter ertrunken

29. Juli 2014 von  

Münster (NW) – Unwetter in Münster am Montagabend: Nach einem schweren Gewitter mit extremen Niederschlagen hat die Feuerwehr aufgrund der Vielzahl der Notrufe den Ausnahmezustand erklärt. Die Bilanz: Zwei Menschen ertranken, eine Person wurde schwer verletzt. Ein weiterer Mensch konnte von der Feuerwehr gerettet werden.

Ab zirka 16 Uhr hatten die Leitstelle der Feuerwehr über 1.000 Notrufe erreicht. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es darüber hinaus auch viele Anrufversuche gegeben hat, die nicht zur Leitstelle vorgedrungen sind, da alle 16 Notrufleitungen der Feuerwehr völlig überlastet waren.

Unwetter in Münster am 28. Juli 2014. Foto: Nonstopnews

Unwetter in Münster am 28. Juli 2014. Foto: Nonstopnews

Die Leitstelle der Feuerwehr löste Vollalarm für die Feuerwehr Münster aus. Alle drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie alle 20 Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster kamen zum Einsatz. Darüber hinaus musste über die Bezirksregierung Münster überörtliche Hilfe angefordert werden. Mehrere Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Coesfeld und Warendorf rückten nach Münster aus. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte mit schwerem Gerät. Alle vier Sanitätsorganisationen (DRK, JUH, MHD und ASB) waren ebenso im Einsatz und übernahmen die Notfallrettung im Stadtgebiet, um die Feuerwehr zu entlasten.

Evakuierung von Krankenhaus noch abgewendet

Aus dem Kreis Warendorf forderte die Leitstelle weitere Sanitätskräfte an, da vorübergehend befürchtet werden musste, dass Teile eines Krankenhauses wegen Überflutungen evakuiert werden müssen. Durch einen massiven Einsatz von Pumpen konnte das jedoch verhindert werden.

Augenzeugenvideos bei Youtube:

Kommentare

4 Kommentare zu “Münster: Bei Katastrophen-Unwetter ertrunken”
  1. john sagt:

    so wie es in Münster gestern war,war es auch in Grüneberg Landkreis Oberhavel am 09.06.2014

  2. Bergonkel sagt:

    Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer!

    Ein Anmerkung zum Wetter selbst: Glaubt jetzt irgendjemand noch, dass die ganzen Wetterkapriolen der letzten Monate und Jahre nichts mit dem Klimawandel (= Häufung von Wetterextremen und steigende globale Durchschnittstemperatur) zu tun haben?

  3. Thomas sagt:

    Auch der Kreis Recklinghausen war mit über 100 Einsatzkräften in Münster.
    Gelsenkirchen und Bottrop hab ich auch gesehen!

  4. Stefan M. Faust sagt:

    Alter Schwede, so ein Unwetter habe ich in meinen 44 Lebensjahren noch nie erlebt, jedenfalls nicht außerhalb einer sicheren Behausung. Da hatten die Rettungskräfte ja ordentlich zu tun.

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