Samstag, 3. Dezember 2016

Mängel-Fahrzeug geht zurück zum Hersteller

3. Dezember 2014 von  

Kahl am Main (BY) – Das 2009 ausgelieferte Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 der Freiwilligen Feuerwehr Kahl am Main (Kreis Aschaffenburg) hat sich gestern auf den Weg zurück zum Hersteller BAI in Brescia/Norditalien gemacht. Quer durch Bayern, Österreich über den Brenner bis zum Gardasee führt die Route. Im Werk wird das Fahrzeug einen umfassenden Serviceaufenthalt haben. Dies teilte die Feuerwehr Kahl auf ihrer Website mit.

Schon mit einem italienischen Kennzeichen ausgestattet macht sich das HLF 20 der FF Kahl am Main am 2. Dezember 2014 auf den Weg zum Hersteller BAI nach Brecia. Foto: FF Kahl am Main

Schon mit einem italienischen Kennzeichen ausgestattet macht sich das HLF 20 der FF Kahl am Main am 2. Dezember 2014 auf den Weg zum Hersteller BAI nach Brecia. Foto: FF Kahl am Main

Ein zwischen der Feuerwehr Kahl am Main und der Firma BAI gemeinsam erarbeiteter Vergleich ist die Grundlage für umfangreiche Instandsetzungen und Updates an dem Fahrzeug. Der Fall hatte im Januar 2012 für einen Paukenschlag gesorgt, als die Feuerwehr das Fahrzeug außer Dienst nahm (feuerwehrmagazin.de berichtete). Im März 2007 hatte die Stadt Kahl die Lieferung des neuen Einsatzfahrzeuges in vier Losen vergeben. Den feuerwehrtechnischen Aufbau sollte BAI Sonderfahrzeuge GmbH liefern – die Firma hatte das deutlich günstigste Gebot abgegeben. BAI Sonderfahrzeuge, ein Ableger der italienischen Firma BAI, befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau, die Fertigung sollte am neuen Standort Limburg an der Lahn (HE) erfolgen (siehe auch Feuerwehr-Magazin 9/2009). Schon bei der Endabnahme stellte die Wehr diverse Mängel fest, eine eingehende Prüfung ergab später noch mehr Probleme. Wir werden weiter berichten, wenn das Fahrzeug an die FF Kahl zurückgegeben wird.

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Kommentare

4 Kommentare zu “Mängel-Fahrzeug geht zurück zum Hersteller”
  1. Matthias Fischer sagt:

    4 Lose! Bisschen viel. es ist immer besser, ein Auto nur in einem Los auszuschreiben und zu beschaffen. Dann gibt es (fast)nie Streit bei Schnittstellenproblemen.

  2. Torsten sagt:

    Es wäre wirklich sehr hilfreich zu wissen, welche Mängel wirklich vorliegen und was seitens BAI unternommen wurde um diese vor Ort zu beheben und wie kooperativ die FF war. Frage in die Runde: Wer hat Erfahrung mit Qualitätsmängeln anderer Hersteller? Nur Mut, wird bestimmt eine interessante Diskussion. Ich kenne ein neues LF10/6 eines „namhaften“ Aufbauherstellers, welches bereits bei zwei brenzligen Einsätzen aufgrund elektrischer Probleme komplett ausfiel und die eingesetzten Kräfte dadurch in erhebliche Schwierigkeiten brachte…

  3. Dieburg44 sagt:

    Wieso sind denn bitte 4 Lose für ein HLF 20/16 als viel anzusehen?!

    Los: 1 Fahrgestell
    Los: 2 Aufbau
    Los: 3 Beladung
    Los: 4 Zusatzbeladung (Hilfeleistungssatz)

    Leider herrscht in Kreisen von Freiwilligen Feuerwehren großes Unwissen bzw. Halbwissen über die Beschaffungspraxis von Fahrzeugen bzw. die Vergabepraxis….

  4. jochen sagt:

    Servus Torsten.
    Ich bin schon länger bei der ffw dabei und wir selber haben ein BAI Auto. Es steht schon bei uns seit 5 Jahren und sind top zu frieden. Klar hat jedes auto mal paar macken, aber des stört uns nicht.
    Bei uns ist es unserer erstangreifer und wir haben jährlich ca. 30 bis 40 Einsätze im Jahr und bis jetzt hat er uns noch nicht in stich gelassen.
    Also hut ab für dieses Auto

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