Video Serie

Sporttest bei der Feuerwehr

Für die physischen Eignungsfeststellungsverfahren bei der Feuerwehr gilt grundsätzlich: Ohne Training geht es eigentlich nicht. Und für den Traumberuf Feuerwehrmann sollten sich die jungen Menschen ins Zeug legen. Zu fast allen Berufsfeuerwehren können die Bewerber nach kurzer Recherche im Internet die geforderten Übungen und Ziele des Sporttests finden.

Videoaktion der Feuerwehr Nürnberg zum Einstellungstest

In einem Video erklärt der Nürnberger Einsatzbeamte Simon Koch Schritt für Schritt die unterschiedlichen Aufgaben des sportlichen Einstellungstests. Dabei informiert er über die richtige Ausführung der verschiedenen Disziplinen. Und Koch erklärt auch, wo die besonderen Herausforderungen des Tests liegen. Besonders erwähnenswert: In dem Film wird vermittelt, wie sich die Bewerber gezielt darauf vorbereiten können. Dadurch erhofft sich die BF Nürnberg eine geringere Durchfallquote bei den sportlichen Einstellungstests, wie uns Koch mitteilte.

„Für das Video wurde kein Filmteam engagiert, sondern wir haben alles komplett selbst gemacht“, so Koch. Drei Auszubildende zum Notfallsanitäter demonstrieren beispielsweise, worauf es in den einzelnen Übungen ankommt und wie diese ablaufen. In der Sporthalle, auf der Laufbahn und in der Schwimmhalle sind sie in Aktion zu sehen. Koch selbst zeigt an der Drehleiter, worauf beim Erklimmen geachtet werden sollte.

Die BF Nürnberg verlangt von den Teilnehmern vollen Einsatz.

Erfreulich für den Kämmerer der Stadt Nürnberg: Die Produktion hat nichts gekostet. Die Feuerwehrleute haben mit ihrem eigenen Videoequipment gedreht und Gagen für die Darsteller waren nicht erforderlich. Ein besonderes Highlight: die Unterwasseraufnahmen beim Schwimmen und Tauchen, die mit Hilfe einer GoPro entstanden sind.

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Startschuss für den Kasten-Bumerang-Test beim Sporttest der Berufsfeuerwehr Flensburg. Foto: Benjamin Nolte

Video-Serie der Feuerwehr Hamburg

Seit Juni 2017 gilt bei der Feuerwehr Hamburg ein neuer Sporttest. Dafür liefert die Berufsfeuerwehr eine gute Hilfestellung zur Vorbereitung für Bewerber – mit einer Videoserie zum physischen Eignungstest.

Wie fit bist Du für den Sporttest?

Die Rettungsübung:

Eine 75 kg schwere Übungspuppe muss insgesamt 66 Meter weit gezogen werden. Zeitvorgabe sind 60 Sekunden.

 

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Der Kasten-Bumerang-Test:

Hierbei handelt es sich um einen Parcour, den die Bewerber innerhalb von 19 Sekunden durchlaufen, -kriechen und -springen müssen.

CKCU Test (Liegestützen mit Übergreifen):

Der Closed Kinetic Chain Upper Extremity (CKCU)-Test erfolgt aus der Grundposition einer Liegestütz. Die Aufgabe: Wechselseitiges Übergreifen der Hände in 15 Sekunden. Dabei müssen die Fingerspitzen den Boden hinter einer seitlichen Markierung berühren. 23 Übergriffe sind die Vorgabe.

Seitlicher Medizinball-Wurf:

Bei dieser Wurfübung müssen die Bewerber aus dem seitlichen Stand einen Medizinball mindestens 7,5 Meter weit werfen.

Der Beugehang:

Diese Disziplin ähnelt den bekannten Klimmzügen. Nur muss hier der Bewerber seine Position 45 Sekunden ruhig halten.

Die Wechselsprünge:

Hier gilt es, in 30 Sekunden mindestens 42 Mal seitlich eine Leine zu überspringen.

Weitere mögliche Disziplinen eines Sporttests bei der Feuerwehr

  • 400 Meter-Lauf: In der Zeit von 1.25 Minute 400 Meter laufen.
  • 200 Meter Schwimmen: Eine Strecke von 200 Meter mit Brust- und Rückenschwimmen in maximal 10 Minuten oder in Freistil in maximal 6 Minuten bewältigen.
  • Streckentauchen: Eine Strecke von 15 Metern durchtauchen.
  • Gleichgewichtsübung an einem Schwebebalken.
  • Handkraft: Ein 45 kg schweres Testgerät mit angewinkeltem Arm einhändig ziehen.

Liegestütz:

Es sind Liegestütz in korrekter Körperhaltung durchzuführen. Der Bewerber muss 12 Wiederholungen leisten.

Der 3.000-Meter-Lauf:

Anders als in unserer Auflistung, findet der 3.000-Meter-Lauf in der Regel zu Beginn des Sporttests statt. Die Strecke muss in 15 Minuten geschafft werden.

>12 Dinge, die Ihr zur Berufsfeuerwehr-Ausbildung wissen müsst<<

 Physischer Eignungstest bei der BF: Neues Handbuch

Die Deutsche Sporthochschule Köln hat im Auftrag der vfdb und des Deutschen Städtetages eine neue Version ihres Handbuchs „Physische Eignungsfeststellung für die Berufsfeuerwehr in Deutschland“ herausgegeben. Der Eignungstest ist laut vfdb für die meisten Berufsfeuerwehren wichtige Grundlage bei der Personalauswahl.

Das Handbuch stellt Sportübungen für den Eignungstest vor, erklärt ihren Hintergrund und bietet einen Bewertungsmaßstab. Für die neue Version wurden die 102 Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik befragt, um Verbesserungswünsche aufzunehmen und Informationslücken zu schließen. Alle deutschen Berufsfeuerwehren haben ein Exemplar erhalten.

Eine der empfohlenen Übungen: Die Bewerber müssen über 45 Sekunden mit ruhiger Körperhaltung an der Klimmzugstange hängen und dabei das Kinn oberhalb der Stange halten. Symbolfoto: Feuerwehr Dortmund

Der Eignungstest besteht aus neun obligatorischen Testaufgaben, die durch sechs optionale Aufgaben ergänzt beziehungsweise ersetzt werden können. Alle Tests sind realitätsnah den Anforderungen des Berufs angepasst. Dabei geht es um die sportmotorischen Hauptbeanspruchungsformen Kraft, Koordination und Ausdauer. Hinzu kommen übergreifende berufsspezifische Anforderungen und auch allgemeine Schwimmfähigkeitsprüfungen.

„Ob Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann – unser Beruf erfordert volle Fitness, ob bei der Brandbekämpfung, im Rettungsdienst oder technischen Hilfeleistungen“, betont vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner. „Deshalb ist der Eignungstest ein hervorragendes Hilfsmittel, um die Leistungsfähigkeit unserer Bewerberinnen und Bewerberinnen zu überprüfen. Denn letzten Endes können Menschenleben und die eigene Gesundheit davon abhängen.“

Bei dem Eignungstest handelt es sich um eine Richtlinie. Wer sich bei einer Berufsfeuerwehr bewerben möchte, wendet sich am besten direkt an die Feuerwehr seiner Wahl und fragt, welche Vorgaben dort an die Bewerber gerichtet werden, empfiehlt die vfdb.

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