Schaumanlage soll Tunnelbrände löschen

Rudolstadt (TH) – Vor wenigen Wochen ist der 1.145 Meter lange Pörzbergtunnel in Rudolstadt (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) offiziell eingeweiht worden. Die Firma Gimaex-Schmitz lieferte für die Verkehrsröhre eine stationäre Schaumlöschanlage. Nach Angaben der Firma sei dies der erste Tunnel, der über eine solche Anlage verfügt.

Die installierte stationäre Löschanlage von One Seven besteht aus einer Steuerung, zwei Kompressoren für die benötigte Druckluft und zwei OS 10500 ST-Schaumerzeugern. So können bis zu 22.000 Litern Druckluftschaum pro Minute erzeugt werden. Der Schaum ist nach Herstellerangaben geeignet, um Brände der Brandklassen A, B und F zu bekämpfen.

Testreihe in der Tunnelröhre

“Im Herbst haben wir intensive Brandtests im Tunnel durchgeführt. Das One Seven-System hat beispielsweise einen Pkw-Brand in kürzester Zeit bekämpft“, so Klaus Raddatz, Projektleiter One Seven. Er ist sich sicher:  “Die dramatischen Tunnelbrände der letzten Jahre hätten mit der effizienten Druckluftschaumtechnologie sicher einen anderen Verlauf genommen.”

Der Pörzberg-Tunnel ist in 45 Löschbereiche mit 138 Schaumrotoren eingeteilt. Im Brandfall wird durch die Einsatzleitung der Feuerwehr beziehungsweise das Personal in der Leitwarte der entsprechende Löschbereich mit dem jeweiligen Nachbarsektor beschäumt. Reagiert das Personal nicht, wird das Löschsystem automatisch aktiviert und beschäumt den von der Brandmeldeanlage detektierten Abschnitt permanent. Außerdem den jeweils davor und dahinter liegenden Löschbereich abwechselnd. Der Tunnel, der auch mit drei Flucht- und Rettungsstollen ausgestattet ist, soll die Gemeinde Schaala an der vielbefahrenen B 90 als Umgehung entlasten.

Schaum-Löschanlage im Pörzberg-Tunnel bei Rudolstadt (Thüringen). Foto: Gimaex-Schmitz
A. Jaeger, 2010
Schaum-Löschanlage im Pörzberg-Tunnel bei Rudolstadt (Thüringen). Foto: Gimaex-Schmitz
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