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Einsatz auf der Nordsee

Flugzeugabsturz im Wattenmeer

Norderney (NI) – Zwischen der Nordseeinsel Norderney und dem Festland Höhe Norden-Norddeich (Kreis Aurich) ist am Mittwoch ein Kleinflugzeug im Nationalpark Wattenmeer abgestürzt. Der 63 Jahre alte Pilot starb bei dem Unglück. Ein Seenotrettungskreuzer (SRK) hatte das Notsignal der Maschine empfangen und so die Rettungskette in Gang gesetzt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften beteiligte sich an der Suche. Dichter Seenebel erschwerte die Such- und Bergungsarbeiten.

Feuerwehrleute unterstützen im Norddeicher Hafen die finale Bergung der zuvor im Wattenmeer abgestürzten Cessna. Foto: Thomas Weege (Bild: Thomas Weege)

Die “Bernhard Gruben”, SRK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf Norderney, hatte gegen 11.25 Uhr ein schwaches Signal eines Notsignalgebers von einem Flugzeug empfangen. Die Besatzung meldete den Empfang der Such- und Rettungsleitstelle der Marine in Glücksburg (SH). Diese fand heraus, dass ein Flugzeug auf dem Weg von Emden nach Norderney war und dort als überfällig galt. Die Seenotretter liefen darauf sofort aus. Zusätzlich wurden die Seenotrettungsboote (SRB) “Cassen Knigge” von Norddeich und die “Elli Hoffman-Röser” von der Insel Baltrum alarmiert.

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Auch die Norderneyer Inselfeuerwehr sowie die Rettungstaucher der DLRG wurden dazugerufen. Am Festland kam die Feuerwehr Norden zum Einsatz. Die Feuerwehrleute suchten von der Küste und dem Deichvorland aus, konnten wegen des dichten Nebels aber nichts sehen. Die Norder machten sich parallel mit ihrem Mehrzweckboot (MZB) auf dem Weg ins Suchgebiet. Im Norddeicher Hafen wurde zusätzlich ein flachwasserfähiges Frachtschiff bereitgehalten, um damit eventuell weitere Rettungskräfte sowie Bergungsgerät an den Unglücksort zu bringen.

Die Besatzung der “Bernhard Gruben” fand das kopfüber liegende Wrack im flachen Wasser südlich des Inselflugplatzes. Die Sichtweite an der Absturzstelle betrug nur 8 Meter. Zwei Rettungshubschrauber (RTH) des ADAC und der Marine mussten deswegen ihren Einsatz abbrechen. Mit dem Tochterboot des SRK und dem Tonnenlegerschiff “Lüttjeoog”, welches sich ebenfalls an der Suche beteiligte, konnte das zerschellte Flugzeug schnell geborgen und nach Norderney gebracht werden. Der Pilot hing tot in seinem Sitz und wurde im Norderneyer Hafen von der Feuerwehr befreit.

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Die “Lüttjeoog” brachte das Wrack und den Leichnam dann ans Festland nach Norddeich. Feuerwehrleute von der Insel begleiteten die Fahrt als Brandwache, da aus dem Flieger Kraftstoff auslief. Die Norder Kameraden unterstützten die weitere Bergung und stellten während der Untersuchung durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) den Brandschutz sicher. An der gesamten Such- und Bergungsaktion beteiligten sich insgesamt über 100 Helfer.

Text: Thomas Weege

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