Produkt: Sonderheft: Katalog 2018
Sonderheft: Katalog 2018
Der neue Feuerwehr-Magazin-Katalog 2018: Ein unentbehrliches Nachschlagewerk für Feuerwehrleute und Beschaffer!
Das Risiko einer Erkrankung an Krebs reduzieren

8 Tipps für den Umgang mit kontaminierter Schutzausrüstung

Bremen – Studien aus dem Ausland haben gezeigt, dass Feuerwehrleute dreimal häufiger an Krebs erkranken als die Normalbevölkerung. Doch die Forscher sagen auch: Das Risiko lässt sich verringern, beispielsweise durch eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung und durch eine vernünftige Dekontamination. Und auch der Umgang mit kontaminierter Schutzausrüstung spielt eine große Rolle. Gemeinsam mit den Experten der Firma Dräger haben wir 8 Tipps für Euch zusammengestellt.

Das Thema Gesundheitsgefährdungen durch Kontaminationen im Feuerwehreinsatz, bei der Ausbildung sowie der Wartung und Pflege der Ausrüstung rückt immer stärker in den Fokus. Dräger widmet sich diesem Bereich schon seit Jahren. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit den Experten aus Lübeck 8 Tipps zusammengestellt, worauf geachtet werden sollte.
  1. Bei Löscharbeiten solltet Ihr unbedingt umluftunabhängigen Atemschutz tragen, auch bei vermeintlich harmlosen Bränden, etwa von Mülltonnen. Auch dabei werden gesundheitsschädliche Schadstoffe freigesetzt. Bei Nachlöscharbeiten mindestens Filtergeräte nutzen. Gerade die Gefahr bei Aufräumarbeiten, Brandwachen und Nachlöscharbeiten wird vielfach unterschätzt!

    Bei der direkten Brandbekämpfung werden die komplette Schutzkleidung und Atemschutz getragen. Bei vielen kleineren Bränden wird aber darauf verzichtet. Das kann unter Umständen zu Gesundheitsgefährdungen führen. Foto: Dräger
  2. Grundsätzlich gilt: Entfernt Euren Atemschutz erst, wenn ihr in einem Bereich seid, der nicht mehr kontaminiert ist.
  3. Entfernt verunreinigte Schutzausrüstung – soweit möglich – schon, während Ihr noch Atemschutz tragt. So können Schadstoffe nicht über die Atemluft aufgenommen werden. Die Schutzhandschuhe möglichst zuletzt ausziehen. Achtung: Kontaminierte Schutzbekleidung sollte unbedingt bereits an der Einsatzstelle abgelegt werden!
  4. Bittet falls nötig einen Kameraden oder eine Kameradin, Euch beim Ausziehen der PSA zu helfen. Dieser Helfer oder die Helferin sollte dabei selbst die notwendige Persönliche Schutzausrüstung tragen.
Bei Veranstaltungen der Dräger Academy lernen die Teilnehmer auch, wie die Schutzausrüstung nach Einsätzen optimal abgelegt werden sollte. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich hierbei Kontaminationen vermeiden. Foto: Klöpper

„Die Arbeit der Feuerwehr ist und wird immer mit ‚schmutzig werden‘ zu tun haben. Es wird nicht möglich sein, die Tätigkeiten beispielsweise bei der Brandbekämpfung ‚kontaminationsfrei‘ zu gestalten. Durch gute Ausbildung, durchdachte Konzepte und Vorbildfunktionen der Führungskräfte und Ausbilder kann die Kontamination jedoch deutlich reduziert werden. Dräger unterstützt die Feuerwehren hierbei unter anderem mit reinigungsfreundlichen Produkten und durchdachten Konzepten.“

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Kevin Sündermann, Global Trainer & Training Development Manager Live Fire Training bei der Dräger Academy.

  1. Schließt die Reißverschlüsse Eurer Persönlichen Schutzausrüstung, nachdem Ihr diese ausgezogen habt. So kann die Innenseiten nicht weiter kontaminiert werden.
  2. Transportiert kontaminierte Atemschutzgeräte und Schutzkleidung sicher – beispielsweise in Säcken – zur Atemschutzwerkstatt oder zur Entsorgungsstelle. Tipp: Beschriftet die Säcke direkt mit dem Gefahrgut (zum Beispiel Asbest). Achtung: Kontaminierte PSA gehört nicht in den Mannschaftsraum! Inzwischen gibt es Säcke, die sich während der Wäsche auflösen. Das ist ideal, da so das Personal in der Wäscherei nicht in direkten Kontakt mit der verschmutzten Schutzkleidung kommt.
  3. Atemschutzmasken und die restliche PSA sollte nur von speziell ausgebildeten Personen und in einem eigens dafür vorgesehenen Bereich gesäubert werden. Auf keinen Fall darf kontaminierte Schutzkleidung mit nach Hause genommen und in der privaten Waschmaschine gesäubert werden.
  4. Nach dem Ablegen der PSA sollten sich die Kräfte auf alle Fälle sofort die Hände, das Gesicht und den Hals waschen. Entsprechende Hygienebords gibt es mittlerweile in vielen Feuerwehrfahrzeugen, alternativ hilft auch sauberes Wasser aus dem Löschwassertank über einen Druckabgang am Fahrzeug. Die Aufnahme der Schadstoffe erfolgt vielfach über die Haut.

  Weitere Informationen zu Gesundheitsrisiken im Feuerwehreinsatz findet Ihr bei Dräger auf deren Website unter www.draeger.com/de_de/Fire-Services/Hot-Topics/Gesundheitsrisiken

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