Neue Feuerwache? Völlig unnötig!

Osnabrück (NI) – Im Osnabrücker Stadtteil Gretesch soll eine zweite Wache für die Osnabrücker Berufsfeuerwehr gebaut werden. So möchten es zumindest die Ratsfraktionen von CDU und SPD. Kommunalberater Reinhart Richter sieht dies jedoch völlig anders und stellt die provokante Frage: “Gibt Osnabrück für den Brandschutz zuviel Geld aus?” Seiner Meinung nach könnten die 11 Millionen Euro besser an anderer Stelle für den Schutz der Bürger investiert werden. So etwa in Hilfsangeboten für alte Menschen, damit diese nicht zu Hause stürzen. Oder in den Ausbau von Kreuzungen, um diese für Fahrradfahrer sicherer zu machen.

Das Risiko, bei einem Brand zu sterben, sei deutlich geringer als bei Unfällen auf der Straße oder im Haus, so seine Argumentation. Schließlich, so gibt er zu bedenken, sei in den vergangenen 10 Jahren niemand gestorben oder lebensgefährlich verletzt worden, weil die Osnabrücker Feuerwehr zu spät kam. Sein Vorschlag, um die Hilfsfrist von 8 Minuten einzuhalten: Freiwillige Feuerwehren könnten ja mit Motorrädern ausgerüstet werden. “Schicke Maschinen für die Piloten vor Ort – das habe Charme”, zitiert ihn die neue Osnabrücker Zeitung. So lasse sich zugleich das Ehrenamt stärken.

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Hier geht’s zum Originalbeitrag: “Voll auf Risiko: Diskussion über Feuerwache schlägt Wellen” (8. Februar 2018, Neue Osnabrücker Zeitung)

Weitere Beiträge: “Gibt die Stadt Osnabrück für den Brandschutz zu viel Geld aus?” (19. Januar 2018, Neue Osnabrücker Zeitung) und “Neue Feuerwache kostet Osnabrück etwa elf Millionen Euro” (27. August 2017, Neue Osnabrücker Zeitung)

Ein HLF der BF Osnabrück rückt von der Feuerwache aus. BF, SPD und CDU favorisieren den Bau einer zweiten Wache. Grüne und ein Osnabrücker Kommunalberater sind dagegen. Symbolfoto: Preuschoff

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