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Feuerwehr-Magazin 6/2019
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Rosenbauer feiert Jubiläum mit HLF 20 an BF Krefeld

Luckenwalde: 1.000 Feuerwehrfahrzeuge mit Advanced Technology

Luckenwalde (BB) – Rosenbauer Deutschland hat im Dezember 2018 das tausendste Feuerwehrfahrzeug mit “Advanced Technology” (AT)-Aufbau in Luckenwalde fertiggestellt. Übernommen wurde das HLF 20 von der Berufsfeuerwehr (BF) Krefeld, die derzeit ihre komplette HLF-Flotte modernisiert.

Tausendstes Feuerwehrfahrzeug mit Advanced Technology-Aufbau aus dem Rosenbauer-Werk in Lückenwalde ist ein HLF 20 für die BF Krefeld. Foto: Rosenbauer

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 mit N35-Einbaupumpe, die gemäß FPN 10-3000 eine Leistung von 3.500 l/min bei 10 bar liefert. Der abnehmbare und manuell bedienbare Dachwerfer RM24 bringt es auf 3.000 l/min und Wurfweiten von 80 Meter im Wasser- beziehungsweise 50 Meter im Schaumbetrieb. Der Pumpendruckregler hält dabei den eingestellten Ausgangsdruck konstant und verhindert Druckschläge. Das Logic Control System gewährleistet laut Rosenbauer eine intuitive und möglichst fehlerfreie Bedienung nicht nur der Lösch- sondern auch der Lichttechnik sowie von Teilen der Fahrzeugtechnik.

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Weiterhin verfügt das HLF über ein elektrisch angetriebenes und elektronisch geregeltes Additiv-Druckzumischsystem Digimatic42. Dieses erlaubt einerseits die Zumischung minimaler Schaummittelmengen (0,1 l/min) und somit einen effizienten Netzmittelbetrieb. Andererseits kann die Zumischrate stufenlos von 0,1 Prozent bis 6,0 Prozent bis zur maximalen Förderleistung von 42 l/min verstellt werden, um den Werfer oder die Druckabgänge im Geräteraum 6 inklusive Schnellangriffshaspel mit Schaum zu versorgen.

Besonderheit des HLF 20: Ein neues Schlauchauslegesystem im unteren Teil der Dachbox. Foto: Rosenbauer

Besonderheiten des AT-Aufbaus

Eine Besonderheit des AT-Aufbaus bei dem Fahrzeug ist ein neues Schlauchauslegesystem, welches im unteren Teil der Dachbox verbaut ist. Das System haltert bis zu zwölf B-Schläuche, die bei langsamer Fahrt auf die Fahrbahn ausgelegt werden können. Es wird laut Rosenbauer in den kommenden Monaten am Prototypen getestet und, falls es sich bewährt, in allen fünf Krefelder Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Der Rosenbauer AT ist der Firma zufolge mit über 5.000 produzierten Einheiten eines der erfolgreichsten Fahrzeuge der gesamten Feuerwehrgeschichte und heute in mehr als 50 Ländern im Einsatz. Markenzeichen des AT-Aufbaus sind unter anderem: die in den Aufbau integrierte Mannschaftskabine, wodurch das Raumangebot für Mannschaft und Beladung erhöht wird und das Dach durchgängig beladen werden kann, die patentierte Drehtreppe, die in jeder Stellung automatisch arretiert und so einen sicheren Tritt beim raschen Ein- und Aussteigen bietet sowie die formschlüssige Verbindung von Fahrerhaus und Aufbau, die zur Verbesserung der Fahrdynamik beiträgt und dem AT sein modernes Design verleiht.

In der Feuerwehr-Magazin Ausgabe 9/1997 haben wir den AT-Aufbau erstmals detailliert vorgestellt. Über die Titelwahl lässt sich heute sicher streiten… Foto: Sander

Die Advanced Technology baut Rosenbauer seit 1994 auf Löschgruppenfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge auf. Im Jahr 2010 wurde der AT-Aufbau neu konstruiert und als AT 3 (“Der neue AT”) vertrieben. Seitdem gibt es auch Rüstwagen mit dem Aufbau.

Seit 8 Jahren wird der AT am Standort Luckenwalde produziert. Rund 150 Mitarbeiter sind mit der Produktion beschäftigt und bauen mittlerweile mehr als 200 Fahrzeuge im Jahr auf. Darüber hinaus fertigt Luckenwalde die Kabinen des Flughafenlöschfahrzeuges Panther, Drehleiterkörbe sowie Löschfahrzeuge für den internationalen Vertrieb. 

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Technische Daten HLF 20 BF Krefeld

  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug in Advanced Technology (AT)
  • Fahrgestell: MAN TGM 18.340 BL, 4×2, Euro VI
  • Löschmittel: 2.000 l Wasser, 200 l Schaummittel
  • Pumpenanlage: N35 mit bis zu 3.500 l/min bei 10 bar (FPN 10-3000 nach EN1028)
  • Schaumzumischsystem: DIGIMATIC42 mit 0,1 l/min bis 42 l/min
  • Dachwerfer: RM24M (abnehmbar) mit bis zu 3.000 l/min bei 10 bar
  • Lichtmast: Flexilight LED 8×52 W
  • Einbaugenerator: 30 kVA, hydrostatisch angetrieben
  • elektrische Schiebleiterabsenkvorrichtung
Erstes Rosenbauer-Fahrzeug, das mit der Technologie nach Deutschland ging, war übrigens ein LF 24/30/2 der FF Sindelfingen. Foto: Sander
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