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Storchenküken zurück ins Nest gesetzt

Überraschendes Ende eines Tierrettungseinsatzes

Pfatter (BY) – Unterhalb eines Storchennests in Pfatter (Kreis Regensburg) finden Passanten ein Küken. Die alarmierte Polizei bringt es zu einem Tierarzt. Weil das Küken den Absturz nahezu unverletzt überstanden hat, läuft eine großangelegte Hilfsaktion an. Das Küken soll zurück ins Nest gebracht werden. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Drehleiter der Feuerwehr Wörth an der Donau ein.

Im Korb der Drehleiter näheren sich ein Feuerwehrmann und eine Tierschützerin mit dem Küken vorsichtig dem Storchennest. Doch noch befindet sich der Altvogel darin. Foto: Alexander Auer

Am Sonntagmorgen klingelte bei Anne-Marie Prem vom Tierschutzhof Oberpfalz e.V. das Telefon. Ein Tierarzt bittet sie um ihre Hilfe – ihm ist ein abgestürztes Storchenküken gebracht worden. Anne-Marie Prem zögert nicht lange, telefoniert mit der Feuerwehr und organisiert Hilfe, damit sie den kleinen Storch wieder in ihr Nest setzen kann.

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Um die Mittagszeit sind alle startklar, um das Storchenküken wieder zu seinen Eltern ins Nest nach Pfatter zu bringen. Anne-Marie Prem holt das kleine Vögelchen ab, das ruhig in einer Schachtel sitzt. Mit dem Auto geht es dann zum Haus, auf dem sich das Nest befindet. Die Feuerwehr Wörth an der Donau bringt die Drehleiter in Stellung – aber ein Storch sitzt noch im Nest.

„Jetzt warten wir ab, bis der Altvogel abgeflogen ist und dann ganz schnell mit der Drehleiter hoch, Küken rein und sofort wieder Rückzug, weil sich sonst der Altvogel gestört fühlt und möglicherweise das Nest verlässt und sich dann überhaupt nicht mehr drum kümmert“, erklärt Anne-Marie Prem. Die Tierschützerin und ein Feuerwehrler fahren zusammen mit dem kleinen Vogel im Drehleiterkorb schon einmal ein Stück nach oben. Als der Storch das Nest verlässt, legen sie das Küken schnell wieder hinein.

Die letzte Aufnahme des angeblichen Storchenkükens. Später stellte sich heraus: es war eine Taube. Foto: Alexander Auer

Kurze Zeit später kommt ein Storchenelternteil zurück. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung. Doch plötzlich packt der Altvogel das Küken und schmeißt es aus dem Nest. Das Entsetzen bei den Beteiligten ist groß. Diesen zweiten Absturz überlebt das Küken nicht. „Es ist tragisch, aber so ist halt die Natur“, sagt Anne-Marie Prem.

Im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass es sich bei dem Vogelbaby um eine Taube gehandelt hat. Und das erklärt dann auch das Verhalten des Storchs.    

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. In dem Bericht vom Feuerwehrmagazin steht weder, dass die Tierschützerin eine Jägerin ist, noch das irgendjemand dem Tierarzt die Schuld gegeben hat. Wie kommst du darauf. Hast du andere/weitere Informationen? Dann hättest du es angeben sollen.

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  2. Ist dumm gelaufen. Hier im Nachhinein von unbeteiligten einen “Schuldigen” zu suchen bringt nichts. Ob einer der beteiligten den Unterschied zwischen Storch und Taube hätte erkennen können oder müssen, weiß ich nicht. Wer hat es erkannt, als es zu spät war? Oft ist es doch im Leben so, dass irgendjemand was behauptet und die Behauptung dann von anderen ohne zu prüfen übernommen wird. Hier hat ein Laie unter einem Storchennest ein Küken gefunden und ist davon ausgegangen, dass es ein Storch ist. So wurde es an den Tierarzt übergeben. Er hat nur den Gesundheitszustand untersucht und dann die Tierschützerin informiert. Warum sollte die Tierschützerin hinterfragen, wenn der Arzt sagt es ist ein Storch? Genauso wenig, wie der Arzt hinterfragt, wenn ihm gesagt wird, dass das Küken aus dem Storchennest gefallen ist. Ob ein Tierarzt soetwas unterscheiden können muss, weiß ich nicht. Für die Behandlung ist es wohl auch egal, was für ein Vogel es ist. Aufgabe der Tierschützerin war es das Kücken in das Storchennest zu setzen und nicht zu ermitteln, was für ein Vogel es ist.
    Und wie Tanja in ihrem Post darauf kommt, dass es sich bei der Tierschützerin um eine Jägerin handelt, weiß ich nicht. Hatte sie noch eine andere Quelle? Auch ein Jäger muss sicherlich nicht ein Taubenküken von einem Storchenküken unterscheiden können. Wozu? Küken werden nicht bejagt. Eine Tierschützerin muss das auch nicht können. Tierschützer ist schließlich kein Ausbildungsberuf sondern wird doch oft ehrenamtlich gemacht und haben im Berufsleben vielleicht etwas gelernt, was mit Tieren nichts zu tun hat. Ist auch nicht wichtig. Wichtig ist doch nur, dass versucht wurde zu helfen. Hätte in diesem Fall besser klappen können und sollen, aber fehler passieren nun mal. Wenn das Küken niemand gefunden hätte, wäre es auch gestorben. Und was wäre passiert, wenn man gleich erkannt hätte, dass es eine Taube war? Hätte man es per Hand auch groß bekommen? Der Storch hat richtig gehandelt. Für das Küken und die Helfer tut es mir leid. Schlimmer wäre es, wenn es tatsächlich ein Storchenküken gewesen wäre, dass von den Eltern nicht mehr akzeptiert wurde.

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  3. Wieso Jägerin? Wo steht was von einer Jägerin? Und wieso soll ein Haustierarzt sich mit Wildvögeln auskennen müssen? Ein Zahnarzt kann ja auch kein EKG auswerten, oder?

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  4. Eine Taube ist ist ein Wildtier.
    Eine Jägerin sollte ein Taubenküken erkennen können. Tauben werden ja schließlich auch gejagt.
    Ein Tierarzt muss vieles wissen, aber nicht zwingend ein Taubenküken identifizieren können. Es sei denn, er ist Jäger.Seriose Jäger haben dazu eine klare Meinung.
    Jagdschein entziehen.

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  5. Wenn eine PR-Aktion einer Jägerin einem Tierkind das Leben kostet…..
    Unfassbar, wie eine Jägerin (Tierschützerin?) ein Taubenküken nicht erkennen kann – und es auch noch für ein Storchenküken hält??
    Und die Schuld erneut öffentlichkeitswirksam dem Tierarzt und allen anderen Beteiligten zuschiebt?!
    Toll. Wirklich. Vorbildlich.
    Typisch für eine erklärte Tierschutz/Tierrechte-Gegnerin.

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  6. “Ein Tierarzt bittet sie um ihre Hilfe – ihm ist ein abgestürztes Storchenküken gebracht worden.” – Der Fachmann hat das Tierchen schon nicht erkannt, laut Bericht, es ist also überflüssig, auf der Tierschützerin herumzuhacken.

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  7. Na ja, jetzt wisst ihr ja wie eine Taube in dem Alter aussieht!

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  8. Eine Tierschützerin vom Tierschutzverein, die ein Storchenbaby nicht von einem Taubenbaby unterscheiden kann? Rein größentechnisch schon ein gewisser Unterschied. Hab schon einige Storchennester aus der Nähe gesehen. Und wenn man gar nichts weiß: Bereits der Schnabel eines Storchenbabys ist um einiges größer als der vom Taubenbaby. Also ein Taubenbaby für ein Storchenbaby zu halten, ist schon mehr als seltsam. Dazu noch für eine Tierschützerin.

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  9. Deshalb soll man diverse Tierrettungen den echten Fachleuten überlassen..

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