Verstöße gegen den Brandschutz

Brandschutzsünde des Monats

In jedem Feuerwehr-Magazin erscheint eine Brandschutzsünde des Monats. Wenn Ihr eine neue Sünde entdeckt habt, schickt sie mir gerne an buchenau@feuerwehrmagazin.de.

Achtung! Mit dem Zusenden einer Brandschutzsünde stimmt Ihr einer Veröffentlichung mit der Nennung Eures vollständigen Namens in einer gedruckten Ausgabe des Feuerwehr-Magazins und auf feuerwehrmagazin.de ausdrücklich zu.

Anzeige

Fügt Eurer Mail außer einem Foto bitte folgende Informationen bei!

  1. Euren Vor- und Nachnamen. Wenn Ihr Mitglied einer Feuerwehr seid, teilt mir gerne mit wo und welche Funktion Ihr dort ausübt.
  2. Wo genau habt Ihr die Brandschutzsünde fotografiert? Stadt/Gemeinde + Landkreis + Bundesland.
  3. Achtet bei den Fotos darauf, dass sie nicht unscharf sind. Schickt sie mir bitte unbearbeitet und unkomprimiert in hoher Auflösung zu. Wichtig! Per WhatsApp verschickte Fotos werden durch das Senden automatisch komprimiert und sind danach für den Druck nicht mehr geeignet.
  4. Beschreibt in ein paar Sätzen die Situation und worin genau die Brandschutzsünde besteht.
  5. Gerne könnt Ihr mir Eure persönliche Meinung dazuschreiben.
  6. Wichtig! Habt Ihr die Verantwortlichen/Eigentümer/zuständige Stellen etc. auf die Sünde angesprochen? Wie war deren Reaktion und wurde der Mängel behoben?

Hier sind weitere Brandschutzsünden

Bei Fassadenarbeiten am Feuerwehrhaus des Löschzugs Wallmenroth (RP, Kreis Altenkirchen) hatten die Handwerker offenbar nicht so genau darauf geachtet, wo sie ihr Gerüst aufstellen. Zwei von drei Hallentoren waren nämlich nicht mehr nutzbar. „Die Ausfahrten unseres Mannschaftstransportwagens und des Tragkraftspritzenfahrzeugs waren vom Gerüst zugestellt“, sagt Tobias Elster, stellvertretender Wehrführer des Löschzugs Wallmenroth. Nur das Mittlere Löschfahrzeug der Wehr hätte noch ausrücken können. In einer kurzen Diskussion konnten die Feuerwehrleute den Arbeitern vermitteln, dass das Gerüst in dieser Form nicht stehen bleiben kann. „Sie haben es dann so aufgebaut, dass eine Ausfahrt unserer Einsatzfahrzeuge wieder möglich war“, resümiert Elster zufrieden.

Brandschutzsünde
Arbeiter haben ein Gerüst am Feuerwehrhaus des Löschzugs Wallmenroth so aufgestellt, dass zwei von drei Fahrzeugen nicht mehr ausrücken konnten. Foto: Tobias Elster

Im Urlaub in Triberg im Schwarzwald (BW, Schwarzwald-Baar- Kreis) hat Gert Fest von der FF Hennersdorf in Brandenburg eine typische Brandschutzsünde entdeckt. Die Stadtverwaltung Tribergs hat offenbar vor nicht allzu langer Zeit einen neuen Überflurhydranten neben einem Gehweg im Zentrum der Stadt installieren lassen. Doch dann ist ein massiver Metallzaun davor gebaut worden. Wegen der Nähe zu einem Zaunpfosten dürfte es schwierig werden, den Hydranten mittels Schlüssel zu öffnen. Selbst wenn dies gelingen sollte, müssen die Einsatzkräfte für eine sichere Bedienung dieser Wasserentnahmestelle auf jeden Fall über das Geländer steigen. Keine gute Lösung.

Brandschutzsünde
Vor einen Überflurhydranten in Triberg im Schwarzwald (BW) ist ein massiver Zaun gebaut worden. Foto: Gert Fest
Brandschutzsünde
Zugewachsener Unterflurhydrant. Foto: Uwe Ratz

Während einer Pandemie sind Hygienestationen für Kunden in Geschäften wichtig – keine Frage. Aber wenn dadurch eine Brandschutzsünde entsteht, stellt sie eindeutig ein Problem dar. In einem Supermarkt in Berlin-Neukölln hat eine Hygienestation einen Feuerlöscher verdeckt. Weil links daneben ausreichend Platz vorhanden war, hätte diese Sünde sogar einfach vermieden werden können. „Ich habe das Kassenpersonal angesprochen“, sagt Christopher Grosse“, der das Foto gemacht hat. „Man sicherte mir zu, die Station umgehend umzusetzen, damit der Zugang zum Feuerlöscher wieder problemlos möglich ist.“ Wann genau das geschehen ist, kann Grosse nicht sagen. Aber als er 2 Tage später erneut in dem Geschäft einkaufte, war die Brandschutzsünde behoben. Vielen Dank dafür!

Brandschutzsünde
In einem Supermarkt ist ein Feuerlöscher mit einer Hygienestation für die Kunden zugestellt worden. Foto: Christopher Grosse

In der Innenstadt von Lindau (BY) hat Verena Reichenthaler von der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen diese Brandschutzsünde entdeckt. Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes haben einen Tisch und Stühle viel zu nahe an einen Überflurhydranten herangestellt. Bereits 2016 hatte Reichenthaler diesen Hydranten zum ersten Mal so zugestellt gesehen. Nur damals habe sie es versäumt, ein Foto zu machen. Jahre später war sie wieder in Lindau, doch an der Situation hatte sich nichts geändert. Sollte die Feuerwehr den Hydranten im Brandfall in Betrieb nehmen, „müssen die Gäste wohl schnell in Deckung gehen“, meint Reichenthaler.

Brandschutzsünde
An diesem Hydranten sind viel zu nah ein Tisch und Stühle eines Gastronomiebetriebes herangestellt worden. Foto: Verena Reichenthaler
Brandschutzsünde
FSD-Säule eines Postfrachtzentrums. Foto: Achim Senser
Brandschutzsünde
Wandhydrant in einem Kaufhaus. Foto: Benjamin Welp

Andre Degel hat in einer Kneipe in Jena (TH) eine ungewöhnliche Brandschutzsünde im Foto dokumentiert. Es zeigt eine manuelle Auslöseeinheit für eine Rauchabzugsanlage. Drumherum ist eine große Glasvitrine mit Verkaufsartikeln gebaut. Deshalb wird es schwierig, im Notfall die kleine Scheibe einzuschlagen und an den Knopf heranzukommen. „Die Vitrine muss erst komplett verschoben werden“, erklärt Degel, aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Zöllnitz. „Aber auch das wird schwierig, weil sie auf einer Fensterbank steht.“

Rauchmelder in einer Kneipe. Foto: Andre Degel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.