Feuerwehrleute bei Ölspurbeseitigung bedroht

Belehrungsgespräch für renitenten Autofahrer

Nienburg an der Weser (NI) – Mehrere Feuerwehren im Landkreis Nienburg mussten am Samstag ausrücken, um gemeldete Ölspuren zu beseitigen. Als Verursacher konnte ein Linienbus ermittelt werden. In Nienburg umfuhr ein Autofahrer die Absperrung der Feuerwehr. Als Feuerwehrleute ihn auf die Ordnungswidrigkeit ansprachen, drohte er ihnen Schläge an und gab Gas. 

Die Feuerwehr Nienburg musste zum Aufbringen von Bindemittel temporär die Straße Im Meerbachbogen sperren. Ein Autofahrer fuhr trotzdem durch. Foto: Marc Henkel / Feuerwehr

“Wir haben uns das Kennzeichen gemerkt und die Polizei benachrichtigt”, berichtet Nienburgs Feuerwehr-Pressesprecher Marc Henkel auf Nachfrage des Feuerwehr-Magazins. Gemeinsam mit den Beamten verständigten sich die Feuerwehrleute darauf, dass ein Belehrungsgespräch mit dem Autofahrer stattfindet. Was Henkel besonders zu denken gibt: Ein minimaler Umweg hätte für den Pkw-Lenker ausgereicht, um sein Ziel zu erreichen, ohne durch die Einsatzstelle fahren zu müssen. “Doch dazu war der Mann nicht bereit”, so der Pressesprecher wörtlich.   

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Zum eigentlichen Einsatz: Nach dem Tanken hatte ein Busfahrer vergessen, den Tankdeckel wieder draufzuschrauben. Und so verlor das Fahrzeug auf der Fahrt durch den nördlichen Landkreis und in der Kreisstadt Nienburg an mehreren Stellen Diesel. Größere Mengen schwappten am Wölper Kreisel und im Bereich des Busbahnhofes am Meerbachbogen aus dem Tank. 

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Die Feuerwehr Nienburg sperrte zum Aufbringen des Bindemittels die Straße Im Meerbachbogen. Teilweise musste die komplette Fahrbahn mit dem Bindemittel bearbeitet werden. Im Anschluss reinigten Feuerwehrleute und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die Fahrbahn wieder.

Kameraden der Ortsfeuerwehr Erichshagen beseitigten die Ölspur am Kreisel. Auch die Feuerwehren Heemsen und Hoya mussten in ihren Zuständigkeitsbereichen in der Angelegenheit tätig werden, heißt es.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich würde sowas auch ahnden. Aber da erst wieder jemand sterben muss ehe was geändert wird. (vgl. Raser und die Unbeteiligten,..). Wer möchte dann noch FFW beitreten. Ich würde bei so etwas noch zu den Strafen auch eine Höhere hinzufügen. Bei Beleidigung oder leichten Verletzungen Bewährung und bei mehr ruhig Mal einen Aufenthalt auf Staatskosten.

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  2. Dem stimme ich absolut zu

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  3. Solchen ” Mitbürgern ” gehört die Fahrerlaubnis entzogen, eine MPU Anordnung erteilt, um die Eignung zum führen eines KfZ im Straßenverkehr zu überprüfen.
    Geldbuße 3 Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg und 5000 € Strafe sowie sämtliche Kosten des Verfahrens.
    Eine persönliche Entschuldigung bei den betroffenen Kameraden setzte ich noch dazu.
    Ein OLM i.R.

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  4. wo kommen wir denn hin wenn man für seinen freiwilligen Einsatz teilweise unter Lebensgefahr auch noch Schläge von solchen Verkehrs- Radius kassieren
    sollte.
    Ein Monat Laufen lassen!

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