Bayern übergibt erste Feuerwehrführerscheine

München – Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat am Montag die ersten so genannten Feuerwehrführerscheine an Mitglieder der Feuerwehr, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Johanniter-Unfall-Hilfe übergeben.

Der Minister wird in einer Pressemitteilung des Ministeriums mit den Worten zitiert: “Bayern hat als erstes Bundesland von der Gesetzesänderung des Bundes Gebrauch gemacht und damit den Erwerb einer Sonderfahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis 4,75 Tonnen ermöglicht. Wir haben die Möglichkeiten und Spielräume, die uns der Bund eingeräumt hat, voll ausgenutzt, um eine möglichst einfache, unbürokratische und kostengünstige Lösung zu erreichen. Mit dem Feuerwehrführerschein sichern wir die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen.”

Die seit 1999 geltenden europäischen Führerscheinvorschriften hatten den Pkw-Führerschein von 7,5 auf 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht beschränkt. Bei den Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsorganisationen bestehen deshalb zunehmend Schwierigkeiten, jungen Nachwuchs zu finden, der die schweren Fahrzeuge fahren darf. Auf hartnäckiges Drängen Bayerns hätte der Bundestag im Sommer 2009 endlich den Weg für einen so genannten Feuerwehrführerschein frei gemacht. Für Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von bis zu 4,75 Tonnen wurde eine organisationsinterne Ausbildung und Prüfung ermöglicht, deren Einzelheiten von den Ländern geregelt werden können.

5 Kommentare zu “Bayern übergibt erste Feuerwehrführerscheine”
  1. Fireliner

    Na super. Dann können sich die Politiker und Spitzenverbände gegenseitig gratulieren und auf die Schultern klopfen. Statt das man den Feuerwehren eine wirksame, effektive Hilfe gibt, wird eine Gurkenlösung geschaffen. Das bringt doch nur Wehren mit TSF (ohne W), ELW und MTW was… Wenn es wenigstens 7,5 Tonnen gewesen währen!!!

  2. Da muss ich Fireliner zustimmen.
    Alle Autofahrer vor dem Stichtag sollen in der Lage sein, einen 7,5er zu fahren, warum dann nicht auch alle danach, vor allem da man es nur auf Hilfsorganisationen bezieht. Ne anständige Einweisung oder Schulung würde da schon sehr viel bringen.

  3. Hallo Zusammen,

    so wie ich sehe habt ihr die ganze Diskussion um den Feuerwehr-Führerschein nicht mitbekommen. Es können Fahrzeuge bis 4,75T gefahren werden, wofür eine interne Ausbildung und Prüfung nötig ist. Fahrzeuge bis 7,5T können gefahren werden, indem es eine vereinfachte Ausbildung an den Fahrschulen gibt.
    Soweit ich weiß ist der Unterricht dann Organisationsintern.
    Allerdings können mit dem Feuerwehrführerschein bis 7,5T nur Feuerwehr-Fahrzeuge in den ersten 2 Jahren gefahren werden.
    Nach 2 jahren wird der Führerschein in einen vollwertigen C1-Führerschein umgeschrieben.

  4. Fireliner

    Hm, okay. Aber das ganze generiert doch wieder Zusatzkosten, die entweder wieder von Ehrenamtlichen privat, oder von Kommunen getragen werden müssen, oder nicht? Die Fahrschule wird das ja sicher nicht gratis anbieten.

  5. walter1987

    Ich finde es ja super das unsere Regierung es geschaft hat nach all den Jahren eine Ausnahmeregelung in rollen gebracht zu haben.
    Ich slebst mitgleid einer FF in einer kleinen Gemeinde die mitlerweile viel Geld investiert hat um Mitgliedern den Führerschein zu Finanziern und somit auch die sicherheit zu erhalten.
    Dieses Geld hätte man sich sparen können, wenn die Regelung eher gekommen wäre.
    Andere Regelungen wo wir Steuerzahler zahlen müssen sind gleich umgesetzt und hier dauert es Jahre. schade.

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