Aufwandsentschädigung und Hartz IV

Berlin – Eine gute Nachricht für Hartz IV-Empfänger, zumindest für die Feuerwehrangehörigen unter ihnen: ihre Aufwandsentschädigungen bis 175 Euro im Monat werden weiterhin nicht auf die staatlichen Leistungen angerechnet. Eine geplante Neuregelung der Hartz IV-Regelsätze in diesem Bereich konnte abgewendet werden.

Grund zur Freude für DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Foto: Patzelt„Insbesondere die durch Arbeitslosigkeit finanziell ohnehin schon sehr beanspruchten Helferinnen und Helfer würden jeglichen Ausgleich für Ausgaben, die durch ihr gesellschaftliches Engagement veranlasst sind, verlieren”, warnte Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), im Vorfeld der Verhandlungen. Dementsprechend freute sich Kröger über den Ausgang der Diskussion und bedankte sich bei den Fürsprechern im Bundestag.

In seiner Presseerklärung weist der DFV noch einmal auf Schwerpunkte eines in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit erstellten Merkblattes hin:

  • Die Aufwandsentschädigung für die Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr gilt als so genanntes Privilegiertes Einkommen, das nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird.
  • Voraussetzung: Die Entschädigung übersteigt nicht den Betrag einer halben monatlichen Regelleistung.

Die Aufwandsentschädigung gelte als „anderweitig zweckbestimmte Einnahme“; sie solle also nicht der Sicherung des Lebensunterhalts dienen, lautet die Erklärung des Feuerwehrverbandes. Ein erheblicher Betrag an Aufwandsentschädigung würde diesem Gedanken zuwiderlaufen, es gebe die Begrenzung bis hin zum Betrag von 175 Euro, bis zu dem keine „Gerechtfertigkeitsprüfung“ durchgeführt werde.

(Quelle: DFV)

6 Kommentare zu “Aufwandsentschädigung und Hartz IV”
  1. Verstehe ich das richtig dass ich als Hartz IV Empfänger jeden Monat Geld vom Staat bekomme, wenn ich in der FF tätig bin?? Kann mir das mal jmd erklären??

  2. hartzie58er

    Ist doch klar, dass man wenigstens seine Auwändungen ersetzt bekommt, wenn man schon ehrenamtliche Tätigkeiten leistet!

    Sonst wäre das ja Ausbeutung und Selbstschädigung.

    Wenn eine Pauschale erstattet wird, so verringert das nur den bürokratischen Aufwand des die freiwillige Leistung Empfangenen(z.B. Caritas oder Diakonisches Werk)
    Vielleicht hat man ja dann als genügsamer Ehrenamtler ein paar Euros mehr in der Tasche, aber die sind auch notwendig, sonst würde man als z.B Alleinstehender auf die Dauer verelenden.

  3. nein, falsch verstanden. Artikel noch mal lesen…

  4. firefighterff5

    Das hast du vollkommen falsch verstanden. Du bekommst eine Aufwandsentschädigung von der Stadt oder der Gemeinde. Diese Bekommt man, wenn man einen Posten z.Bsp. Wehrleiter/ Stellv., Stadtwehrleiter, Gerätewart besetzt. Davon sind 175€ für dich, alles was drüber liegt holt sich der Staat. Hoffe konnte dir weiterhelfen.

  5. @ Marcel: Nein, so ist das nicht zu verstehen!

    Wenn Du Hartz IV Empfänger und Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr bist, werden dir Aufwandsentschädigungen, die dir von der Gemeinde gezahlt werden, bis zu einer Höhe von 175,- € im Monat nicht auf deine Einnahme angrechnet, ohne dass vorher geprüft wird, ob dies “gerechtfertigt” ist.

  6. Kerstin Zillmann

    Achtung! Hatte Hartz 4 und 7 Ehrenämter, monatliche Aufwandsentschädigung lag bei 25,56 Euro, ab und an für die durchgeführten Kreislehrgänge 80 Euro oder 15 Euro monatlich für Jugendwartin, wurde fast in voller Höhe zurückgefordert vom Jobcenter,habe dagegen geklagt und VERLOREN!!! Muß jetzt zahlen, weil ich so doof war und in der Zeit der Arbeitslosigkeit nicht rumsitzen wollte!!! ICH WARNE JEDEN der Hartz 4 hat davor, ehrenamtlich zu arbeiten. Bin seit 20 Jahren bei der Feuerwehr, aber das hat niemanden interessiert. Auch die hier groß angepriesene AUSNAHME gibt es im Gesetz und vor Gericht NICHT!!! Ich bat damals den LFV Brandenburg und den DFV um Hilfe, DENKSTE, da kam NICHTS!!! wollte für alle Kam. eine Klärung,nicht nur für mich.

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