Änderung bei Truppmannausbildung geplant

Hannover (NI) – Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport ist dabei, die Regelung für die Truppmannausbildung Teil II zu ändern. Geplant ist der Verzicht der Prüfung im zweiten Teil der Feuerwehrgrundausbildung für ehrenamtliche Einsatzkräfte, die während ihrer Jugendfeuerwehrzeit erfolgreich die Leistungsspange erworben haben.

Truppmannausbildung in Niedersachsen. Symbolfoto: Thomas WeegeDer demografische Wandel ist in aller Munde. Den Feuerwehren fehlt es an jungen Nachwuchskräften und aus den Wehren wird Kritik an den Ausbildungsrichtlinien geübt. Zu hoch sei der Aufwand für die Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehrleute, die in der Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 2 Truppmannausbildung genannt wird.

In Niedersachsen können 16-Jährige in die Einsatzabteilung eintreten, beziehungsweise von der Jugendfeuerwehr überwechseln. Die FwDV 2 “Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren” sieht für die jungen Kameraden eine zweigeteilte Trupmannausbildung, jeweils beide Teile mit Prüfung, vor. Hier will das Land Niedersachsen nun eine Änderung vornehmen. Jugendfeuerwehrleute die nach mindestens einjähriger  Dienstzeit die Leistungsspange nach den Richtlinien der Deutschen Jugendfeuerwehr erfolgreich abgelegt haben, sollen später von der Prüfung in der Truppmannausbildung Teil II befreit werden. Das Innenministerium folgt mit diesem Vorstoß einer Anregung der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr.

Die Feuerwehren haben nun bis zum 30. September 2013 Zeit, Stellung zu dieser beabsichtigten Regelung zu beziehen. (Symbolfoto: Thomas Weege)

28 Kommentare zu “Änderung bei Truppmannausbildung geplant”
  1. Es werden sich Gedanken gemacht und diesen ersten Ansatz finde ich gut.
    Hoffentlich kommt auch etwas dabei heraus. Die Hochsetzung der Altersgrenze um ein Jahr war ein Witz.

  2. ich muss sagen stimmt nicht so da die leute aus der JF denken meist sie brauchen nichts mehr machen weil sie “mehr wissen” was aber nicht stimmt haben es selbst gesehen und resultat war das die Quer einsteiger sich viel mehr auf die ausbildung eigelassen haben wie andere

  3. Oliver

    Als ob die Leistungsspangenabnahme ein adäquater Ersatz für die TrM-II-Prüfung wäre… Ist zwar nett gemeint, aber ehrlich: Soooo hoch sind die Anforderungen nun auch nicht, nur etwas lernen sollte schon sein. Wer das aber nicht packt, muss auch nicht zur Feuerwehr. Wenn die Anforderungen immer weiter zurückgeschraubt werden, können wir gleich einen örtlichen Traditions-Trachtenverein mit Löschfunktion einrichten. 🙁

  4. Als ob JF-AUsbildung mit TrM2 irgendwas zu tun hätte. Es reicht schon, dass bei uns Leistungsspangenträger (BaWü) nach nur 1 Jahr in die TrM2-Prüfung dürfen.
    Aber als Ersatz für die Prüfung ist das Abzeichen völlig unbrauchbar. Hier soll etwas aufgewertet werden, das keinen Wert hat.

  5. Die TM 2 Prüfung ist ein Blatt Papier mit 20 Ankreuzfragen die alle schon in der TM 1 Prüfung dran gekommen sind. Die kann man sich wirklich schenken, zumal gesagt wird, die Jahre zwischen TM 1 und TM 2 soll eine Ausbildung in der Feuerwehr sein. Meiner Meinung nach genau richtig auf diese verzichten zu wollen. Nach erfolgreicher TM 1 Prüfung hat der Kamerad doch schon gezeigt, dass er den Grundstoff verstanden hat und geht dann in die “Praxisausbildung” in die Feuerwehr (Genauso wie beim Führerschein, da geht man nach 2 Jahren auch nicht nochmal hin und macht Kreuze). Außerdem werden die Kenntnisse über TM 1 spätestens beim Truppführer-Lehrgang wiederholt.

  6. Vielleicht ist hier etwas Aktionismus im Spiel ? Grundsätzlich macht es Sinn sich über die Ausbildung Gedanken zu machen, dann aber bitte schön keine Schnellschüsse sondern ein wohlüberlegtes Gesamtkonzept unter Berücksichtigung aller modernen Medien in ein vernünftiges Blended Learning Konzept integriert, dann kann das vielleicht was werden. Vorkenntnisse sollten auch eine Rolle spielen! Es soll sogar schon Kreisfeuerwehren in Niedersachsen geben, die sich über so etwas in einer Arbeitsgruppe Gedanken machen 😉 Oder möchte das am Ende keiner hören wollen …..

  7. Läuft die TrM2-Prüfung so in Niedersachsen ab? Bei uns nicht. Theoretische Prüfung, EH-Prüfung, Praktische Einsatzprüfung. Theorie und Praxis über dem Niveau der TrM1.

    Und bevor ich als Ausbilder im TrF-Lehrgang irgendwas aus dem TrM/TrM2 wiederhole geht der entsprechende Kamerad. Dafür ist der TrF nicht da.

  8. TM 1 ist an der FTZ. Die läuft so ab wie du es sagst. Die TM 2 wird Standortbezogen von der Standortfeuerwehr übernommen. TM 2 ist demnach nur eine, naja, Lernzielkontrolle. Diese wird innerhalb einer Stunde an der FTZ durchgeführt.

    Der TRF- Lehrgang baut logischerweise auf den Grundtätigkeiten des TM auf. Und in den Einsatzübungen auf dem TRF Lehrgang sind die TM-Kenntnisse sowieso notwendig bzw. werden dort nochmal gefestigt.

  9. TM1 kann man sich sparen, TM2 ist (zumindest bei mir so gewesen -NRW) viel neues, was mab weder in der JF noch im TM1 gemacht hat( z.b. TH). ABER…. das ist Ansichtssache – abwarten und überraschen lassen…. die Experten weiter oben werden wissen, waa sie tun 😉

  10. Matthias Mundt

    GRUNDSÄTZLICH ist der Gedankengang nicht verkehrt. Allerdings beißt sich hier die Katze in den Schwanz. Sollte diese Regelung eingeführt werden, hätte die JF mehr Motivationsmöglichkeiten, die Leistungsspange überhaupt zu erwerben. Andererseits müssten dann – logischerweise – die Anforderungen an die Leistungsspange ENORM erhöht werden, um der TM-Ausbildung II gerecht zu werden! Das wiederum wird mit Sicherheit VIELE Jugendliche abschrecken, überhaupt an der Leistungsspange teilzunehmen. Verflixt aber auch….. 😉 🙂

  11. Stefan

    Das wird auch Zeit!Die Änderung der DV 2 war der größte Fehler.
    Hoffentlich denkt man in Hessen auch bald so. Wir haben schon einige Leute gehabt, die die Lust verloren haben, nur weil sie ohne TM2 Prüfung den Maschinistenlehrgang nicht machen durften.

  12. Also ich bin selber in der JF, bin aber 2014 Anwärter und ich finde es sollte schon wichtig sein eine Gescheite Grundausbildung zu bekommen da es leben retten kann und dafür sind die Prüfungen auch nötig!

  13. Ich frage mich ernsthaft seit ein paar Jahren, was an der alten Grundausbildung so falsch war. Die einteilige Grundausbildung hat Millionen gute Feuerwehleute (SB) hervorgebracht und die neue zwei geteilte TM-Ausbildung hat meiner Meinung nach keine signifikante Anhebung der Ausbildungsqualität zur Folge. Zudem belastet die Vorbereitung und die Durchführung der TM2 die Prüflinge die zur Verfügung stehende Freizeit der Kameraden(SB). Dazu kommen Fragen die einem die Haare zu Berge stehen lassen,weil sie nur auf Verunsicherung gebaut sind und mit der Abrage von fachlichem Wissen nichts oder nur wenig zu tun haben. Liebe Kameraden ab Brandmeister aufwärts, ladet Euch mal die Fragen bei der NABK herunter! Ihr werdet überrascht sein.

    Herzlichst

    Maik Büssing
    OBM

  14. Ich frage mich ernsthaft seit ein paar Jahren, was an der alten Grundausbildung so falsch war. Die einteilige Grundausbildung hat Millionen gute Feuerwehleute (SB) hervorgebracht und die neue zwei geteilte TM-Ausbildung hat meiner Meinung nach keine signifikante Anhebung der Ausbildungsqualität zur Folge.
    Zudem belastet die Vorbereitung und die Durchführung der TM2 die Prüflinge zusätzlich in punkto der zur Verfügung stehenden Freizeit. Dazu kommen Fragen die einem die Haare zu Berge stehen lassen,weil sie nur auf Verunsicherung gebaut sind und mit der Abfrage von fachlichem Wissen nichts oder nur wenig zu tun haben.
    Liebe Kameraden ab Brandmeister aufwärts, ladet Euch mal die Fragen bei der NABK herunter! Ihr werdet überrascht sein.

    Herzlichst

    Maik Büssing
    OBM

  15. @ Vorposter: bedenkt, dass es hier nur um die Befreiung der Prüfung geht (also selbige Fragen, die 2 Jahre zuvor bereits geprüft wurden). Die eigentliche TM 2-Ausbildung soll demnach weiterhin stattfinden (also jener Ausbildungsteil in der aktiven Feuerwehr). Somit ists keine schlechte Idee.

  16. Man macht sich über die Ausbildung Gedanken, dass finde ich schon einmal gut.
    Was aber viel wichtiger ist, finde ich, ist eine verkürzte Ausbildung für Quereinsteiger die schon Jahrzehnte als bzw Handwerksgesellen in Lohn und Brot stehen.
    Denen muss man nicht mehr stundenlang zeigen, wie man Schläuche kuppelt o.ä., die können so etwas.
    3 WEs feuerwehrspezifische Grundlagen und gut ist.
    Fachlehrgänge kommen dann ja später noch, wenn die älteren Truppmänndr überhaupt noch können und wollen.

  17. Huber37

    Wenn ich mir das “Beispielbild” anschaue denke ich, dass hier deutlich Handlungsbedarf bezüglich Ausbildung besteht. Das “Schuhwerk” des Kameraden Maschinist sehen nciht gerade “normgerecht” aus. Und das in der Ausbildung?

    Aber noch eine Anmerkung zum Thema “Lernen” oder besser “lebenslanges lernen”. Gerade für uns in der Feuerwehr ist es unabdingbar zum einen immer Neues zu lernen, zum anderna baer auch die “Grundtätigkeiten” aus dem effeff zu beherschen. Dazu gehört nun einmal üben, üben üben und wiederholen, wiederholen, wiederholen. Auch wenn dies nicht spannend ist, Zeit kostet und man ja viel anders in der Zeit machen könnte. Aber die ERfahrung zeigt, bei jedem Einsatz lohnt sich dieses “ewig Gleiche lernen”. Denn nur das blinde Verstehen im Einsatz, das Wissen, das der Kamerad das gleiche “denkt” gibt uns in gefährlichen Situationen die notwendige Ruhe wieder.

  18. Hallo liebe Feuerwehrkameraden,
    ich finde es prinzipiell gut dass sich Gedanken um die Ausbildung gemacht wird.
    Die Ausbildung in den einzelnen Lehtgängen sollte immer auf einander aufgebaut werden. Also dort wo ein Lehrgangsziel erreicht wurde beginnt der Lehrstoff für den nächsten Lehrgang. Ich persönlich finde die Ausbildung der Kameraden wichtig da immer weniger in den eigenen Reihen der Feuerwehr dazu kommen.
    Stellt einfach mal eine Mannschaft zusammen und laßt diese die Grundübung machen. Ihr werdet nicht glauben was ihr da erleben werdet.
    Als die FwDV 2 neu verabschiedet wurde, haben bereits ein paar Kreisausbilder angemerkt darüber nachzudenken den Trm Teil 2 so zu gestalten und auch zeitlich so einzuordnen, dass man sagt wer die Ausbildung erfolgreich absolviert und alle Vorraussetzungen erfüllt beendet den Lehrgang als Truppführer und wer nicht bleibt Truppmann.
    Dadurch würde eine Prüfung entfallen und die Kameraden welche als Maschinisten vorgesehen sind können diesen Lehrgang absolvieren auch wenn sie die Prüfung zum jetzigen Trm Teil 2 nicht bestehen. Weiterhin kann dann auch festgelegt werden wann eine Wiederholung des Lehrgangs stattfinden kann. Also beispielsweise nach zwei Jahren bei nicht bestehen. Somit wird der Kamerad nicht ausgegrenzt und kann trotzdem seine erworbenen Kenntnisse aus dem Trm Teil 1 verfestigen und neue hinzu gewinnen um diesen Lehrgang dann erfolgreich zu bestehen.
    Ich hoffe und wünsche mir dass auf jeden Fall ein paar Kameraden bei den entsprechenden Herren Gehör finden und dass bei einer eventuellen Änderung dies berücksichtigt wird.
    Also sollte jemand Fragen haben ich stehe zur Verfügung.

  19. Huber37

    @Flo Sorry aber was will ich mit einem Maschinisten, der seinen TM 2 nicht bestanden hat. Ne weitergehende Ausbildung wenn die Basis nicht sitzt? Wenn ich keine “Lust” auf TM2 habe oder “zu doof” bin, dann habe ich auch als Maschinist schlechte Karten. oder macht das “merh Spaß”? Ein bisschen Auto fahren und an der Pumpe stehen? Nur auch als Maschinist komme ich nicht bei jedem Einsatz anch vorne links. Und wenn ich dann “hinten” sitez muss ich mein allgemeines Feuerwehrhandwerk auch verstehen.

  20. @Huber 37, dafür hat er doch bereits den Trm Teil 1 sowie die zweijährige Ausbildung. Es fehlt halt nur eine Prüfung. Es gibt viele Beispiele aus dem täglichen Leben wo alle eine

  21. Siehe oben:
    Bestimmte Grundlagen vermittelt bekommen und dann sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren.
    Sicher ist es in der Feuerwehr nicht so einfach zu handhaben da am besten alle alles können sollen. Deshalb sagte ich ja es reicht nicht nur eine Dienstvorschrift zu ändern, sondern es muß in der Gesamtheit betrachtet werden um alle Vor- und Nachteile abzuwägen. Dies ist sicher keine einfache Aufgabe aber wenn es vernünftig geregelt werden soll braucht es auch ein wenig Zeit. Schnellschüsse bringen uns nicht weiter.

  22. Ein kleiner Anfang ist gemacht….in Bezug auf die TM2 brauchen wir aber neue Ideen…uns brechen ganz einfach zu viele Einsatzkräfte innerhalb der zwei Jahre Ausbildung weg, obwohl die Ausbildung sinnvoll ist….hier muss sich etwas ändern…

  23. also ich hab beides gemacht….leistungsspange und die prüfung beim Truppmann….ich find nicht, dass es schadet sich nochmal einer prüfungssituation auszusetzen, bevor man den aktiven dienst antritt!

  24. stupser

    Sorry wenn ich direkt mal deutlich werde, einige Vorposter haben nicht verstanden was mit der zweigeteilten Truppmannausbildung bezweckt werden soll.
    Die Leistungsspange steht nicht mal ansatzweise im Bezug zur Truppmannausbildung.
    Was soll denn in der Truppmannausbildung ausgebildet werden?

    Truppmann Teil 1:
    Tätigkeiten im Lösch-und Hilfeleistungseinsatz unter Aufsicht/Anleitung.
    Warum wird dieser überörtlich ausgebildet?
    Damit alle Absolventen auf einem gleichen Niveau sind.

    Truppmann Teil 2:
    Was soll ausgebildet werden?
    Das selbe wie im Teil 1, nur das diese Tätigkeiten nachher ohne Aufsicht/Anleitung selbstständig durchgeführt werden sollen.
    Desweiteren kommt eine standortbezogene Fachausbildung dazu.

    Meiner Meinung nach, ist das ganze ein Schnellschuss der in die falsche Richtung geht.

  25. Markus-Björn Peisker

    Meines Erachtens ein völlig falscher Ansatz!
    Vereinfachung bzw. Verkürzung einer TM1 für JF-ÜbertreterInnen hielte ich durchaus für klug, WENN ein richtiges Konzept zwischen Kreisausbildung und der entsprechenden Kreis-Jugendfeuerwehr z.B. dahinterstünde… Dann könnte man z.B. durch pflichtgemäß durchzuführende Theorie-Module ggf. beim e-Learning – nach individueller Zeiteinteilung – Wissen aneignen und vertiefen (das hat generell Zukunft und würde das Zeitmanagement für die Ausbildung nach der FwDV2 bei immer knapperen Personalressourcen auch vereinfachen können…). Prüfungen hingegen müssen sein – natürlich auch zum TM2! Generell sollte allerdings in diesen Lehrgängen insbesondere die Fachpraxis nach ‘Grund-Tätigkeiten’ und ‘Einheiten im Löscheinsatz’ im Mittelpunkt stehen. Die Truppmannausbildung muss nicht mit Strahlrohr-Durchmessern oder ähnlichem Füllstoff überfrachtet werden, der frühestens für Gruppenführer (dann möglicherweise aber wirklich) von Belang ist…

  26. wolfgang

    Ich finde den Weg falsch, da wir bei der Ausbildung die Unterschiede zwischen Jugendfeuerwehr und Aktive merken. Hier ist doch vieles anders. Die Quereinsteiger schneiden in den Prüfungen meist besser ab. Es sollten erst einmal die Prüfungsfragen (vorgegebener Katalog) in Truppmann Teil 1 (Grundwissen)und Teil 2 (erweitertes Grundwissen)aufgegliedert werden. Es ist ja nicht möglich schon am Beginn der Ausbildung alles zu wissen. Die anschließende zweijährige Ausbildung gibt es ja schon seit Jahrzenten (frühere 80-Stunden Ausbildung). Jetzt wird nach zwei Jahren nur das in der Zwischenzeit hinzu gelernte in einer schriftlichen Prüfung abgefragt. Wer die zwei Jahre nicht durchhält, und das ist nicht schwer, ist so oder so verloren.

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