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10. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe

Duisburg (NW) – 21, 500, 10.000 – diese drei Zahlen werden in Duisburg für immer präsent sein. Heute genau vor 10 Jahren starben bei der Loveparade in der Ruhrmetropole 21 Menschen, als es zu einer Massenpanik kam. Über 500 Besucher wurden körperlich verletzt, zum Teil schwer. Und über 10.000 Beteiligte trugen seelische Schäden davon. Viele Betroffene leiden bis heute unter den Folgen des Unglücks. 

Heute vor 10 Jahren starben bei einer Massenpanik in dieser Unterführung in Duisburg 21 Besucher der Loveparade. Foto: Schwarz (Bild: Daniel Schwarz)

Was war geschehen? Im Jahr 2010 war Duisburg die europäische Kulturhauptstadt. Eins der größten Events war die Loveparade am 24. Juli. Die Parade hatte 1989 erstmals stattgefunden, damals noch in Berlin. Später verlagerten die Organisatoren die Technoparade ins Ruhrgebiet. Zur 19. Auflage im Jahr 2010 waren 1.200 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland in Duisburg.

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Bei dem Einsatz in Duisburg hatten die Kräfte nicht nur mit den üblichen Herausforderungen einer solchen Großveranstaltung zu kämpfen: sehr ausgelassene Stimmung der Besucher und ohrenbetäubender Lärm, der eine Kommunikation extrem erschwerte. Erschwerend kam in Duisburg die Streckenführung zum Gelände hinzu. Als eine Panik ausbrach, wurden 21 Menschen in einer Unterführung regelrecht zu Tode getreten. 

Gerichtsverfahren ohne Urteil eingestellt

Die Helfer konnten die Einsatzstelle nur mit enormer zeitlicher Verzögerung erreichen. Es gab große Probleme, medizinische Ausrüstung heran zu schaffen. Letztlich wurden fast 6.000 zusätzliche Helfer aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Duisburg beordert.

Hannelore Kraft, die damalige Ministerpräsidentin des Landes, sagte noch am gleichen Abend, dass sie davon ausgehe, dass die Verantwortlichen für die Katastrophe zur Rechenschaft gezogen würden. Sie sollte sich irren. Im Mai diesen Jahres wurde der Prozess vor dem Landgericht Duisburg eingestellt. Ohne eine Urteil. Für viele Betroffene und ihre Familien ist dies die zweite Duisburger Loveparade-Katastrophe.

Bei einer Gedenkveranstaltung im Düsseldorfer Landtag sprach Hannelore Kraft, inzwischen einfache Abgeordnete, erneut über die Ereignisse im Juli 2010. Mit gebrochener Stimme zählte sie in der Erinnerungsdebatte die Vornamen und das Alter aller Todesopfer auf. Dass der Prozess um das Unglück im Mai ohne Urteil beendet worden sei, sei für die Angehörigen „schwer zu ertragen“, sagte Kraft und entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen und den Opfern.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Was hingegen katastrophal war, war die Vorbereitung dieser Massenveranstaltung. Siehe meinen Kommentar dazu aus dem Juli 2010 auf http://www.rettungsmagazin.de.

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  2. So schlimm wie es auch war. Es war keine Katastrophe, keine Grossschadenslage.
    Es war MANV…..mit leider 21Toten.

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