Kooperation mit Privat-Anbieter angestrebt

Löschhubschrauber für den Kreis Germersheim

Germersheim (RP) – Vor einigen Wochen hat der Landkreis Harz (ST) bekanntgegeben, dass ab nächsten Sommer ein Löschflugzeug für den Schutz des Harzes bereitstehen soll. Der Kreistag hatte zuvor grünes Licht für Verhandlungen mit einem Privatunternehmen gegeben. Einen ähnlichen Beschluss fasste nun der Kreistag in Germersheim. Hier soll die Kreisverwaltung allerdings einen privaten Hubschrauber für mögliche Löscheinsätze verpflichten, dies berichtete jetzt der SWR.

Ab kommendem Sommer möchte der Landkreis Germersheim einen privaten Hubschrauber für Löscheinsätze einsetzen können. Symbolfoto: Hegemann

In der Region waren in diesem Sommer mehrmals Hubschrauber als Luftunterstützung der Feuerwehren eingesetzt worden. Beim Waldbrand unweit des Hambacher Schlosses zeigte sich einmal mehr, wie hilfreich der Einsatz von Löschhubschraubern ist.

Anzeige

Fleecejacke Feuerwehr
Welche Größe ist die Richtige? Mit unserem Größenberater findest Du die passende Fleecejacke für Dich (hier klicken).
59,99 €
AGB

Da die Verantwortlichen im Kreis Germersheim aufgrund des Klimawandels zukünftig mit sehr trocknen Sommern ohne Niederschläge rechnen, soll mit Anbietern privater Hubschrauberfirmen über mögliche Löscheinsätze verhandelt werden. Finanzieren möchte der Kreis die Einsätze aus Fördertöpfen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union.   

Für einen besseren Katastrophenschutz hat der Kreistag am Montag außerdem beschlossen, im Landkreis flächendeckend Sirenen zu installieren. So soll die gesamte Bevölkerung im Katastrophenfall besser informiert oder alarmiert werden können.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Es gibt wohl am Flugplatz Ballenstedt im Landkreis Harz einen Anbieter/Piloten, der dem Landkreis seine dienste angeboten hat. Vermutlich wird man diese Variante nehmen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. “Finanzieren möchte der Kreis die Einsätze aus Fördertöpfen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union.”
    Soso…..
    Na, das kann ja noch richtig interessant werden, wenn demnächst jeder Landkreis so agiert.

    Das wird vermutlich ausgehen, wie das Hornberger Schießen. Aber davon bekommt die Bevölkerung dann schon nichts mehr mit. Hauptsache erstmal ‘ne schöne Welle geschoben.

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Das wurde aber auch verdammt noch mal Zeit!

    Denn die Waldbrände werden auch hierzulande jedes Jahr schlimmer.
    Und wenn man sich die Wald- und Flächenbrände in den Gebieten ansieht die nur Schwer bis gar nicht vom Boden zu erreichen sind (Bergige Landschaften oder Truppenübungsplätze und Moore) dann ist die Brandbekämpfung aus der Luft unverzichtbar.
    Und zwar schon ab Tag 1 und nicht erst nach 1 Woche.

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Löschhubschrauber können eigentlich nur bei einem Entstehungsfeuer wirksam eingesetzt werden. Oder bei einem Feuer mit geringer Ausdehnung. Dazu müssten sie aber sofort einsatzbereit sein und bei Alarm sofort abheben. Hat sich das Feuer erst einmal ausgedehnt ist ihr Wasservorrat zu gering um noch etwas zu bewirken.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Das man Löschhubschrauber anschafft sehe ich ja ein, daß ist in Deutschland eine Allzweck Unterstützung im Vegetationsbrand.

    Wenn ein Landkreis jetzt allerdings selbstständig (ein kleines? Ähnlich Agrarflieger?) Löschflugzeug anschafft, halte ich das für populistisch. Eine europäische Flotte befürworte ich, die haben dann genug Einsatzpraxis und Übungsmöglichkeitet. In Deutschland alleine ist das Einsatzspektrum kleiner und die sinnvollen Einsatzmöglichkeiten eher seltener gegeben (geeignete Wasserflächen zur Wasseraufnahme und oder Flughäfen).
    Ein kleines Agrarflugzeug mit 2000l Wasser ist kaum Zielführend, da sind Hubschrauber flexibler. Die Praxis wird wohl kaum genügend ausgebildet werden können, naja klebt nächstes Jahr dann n kleiner Flieger am Brocken, mal schauen wie groß dann das Geschrei sein wird.

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.