Verfolgung durch Mülheim bis nach Kettwig

Gestohlener Rettungswagen in Mülheim gestoppt

Mülheim an der Ruhr (NW) – In Mülheim an der Ruhr ist am Samstagnachmittag ein Rettungswagen gestohlen worden. Feuerwehr und Polizei stoppten das Fahrzeug wenig später auf der August-Thyssen-Straße. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stoppten den gestohlenen Rettungswagen auf der August-Thyssen-Straße in Mülheim an der Ruhr und setzten den Fahrer vorläufig fest. (Bild: Feuerwehr)

Bemerkt hatte die Besatzung den Diebstahl gegen 14:30 Uhr. Nach Angaben der Feuerwehr war das Einsatzfahrzeug aus der Anfahrt der Notaufnahme eines Mülheimer Krankenhauses verschwunden. Die Leitstelle ortete den Rettungswagen kurze Zeit später im Einsatzleitsystem und stellte fest, dass er sich durch die Innenstadt stadtauswärts bewegte.

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Ein in der Nähe befindlicher Führungsdienst der Feuerwehr nahm daraufhin mit einem Dienstfahrzeug die Verfolgung auf. Währenddessen alarmierte die Leitstelle weitere Kräfte der Polizei. Durch die fortlaufende Ortung übermittelte die Feuerwehr die jeweilige Position des gestohlenen Rettungswagens an die beteiligten Einsatzkräfte.

Nach Feuerwehrangaben fuhr das Fahrzeug mit offenen Heck- und Seitentüren durch das Stadtgebiet. Im Bereich Mintarder Straße / Am Stoot musste der Fahrer zunächst verkehrsbedingt anhalten. Als Einsatzkräfte die Weiterfahrt unterbinden wollten, setzte er seine Flucht jedoch fort und fuhr weiter in Richtung Essen-Kettwig.

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Auf der August-Thyssen-Straße stoppten Kräfte von Feuerwehr und Polizei den Rettungswagen schließlich und nahmen den Fahrer vorläufig fest. Weil eine psychische Erkrankung nicht ausgeschlossen werden konnte, brachte ein weiterer angeforderter Rettungswagen die Person in eine psychiatrische Einrichtung.

Das entwendete Fahrzeug übergab die Feuerwehr kurze Zeit später wieder an die betroffene Besatzung. Nach ersten Einschätzungen blieb der Rettungswagen unbeschädigt. Verletzt wurde bei der Fahrt nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Wie der Tatverdächtige das Fahrzeug entwenden konnte, ist laut Feuerwehr ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. selbiges Problem gab es auch schon in Kassel vor Jahren aber an der Einsatzstelle.
    Vor einiger Zeit kam es auch vor, das ein Herr aus dem Bereich Drogenkonsum einen Rucksack am KH in der Zufahrt aus dem RTW gestohlen hatte.
    Seit dem müssen die Fahrzeuge an Einsatzstellen und im KH verschlossen werden.
    Da die RTWs ne Weitlaufschalftung haben, ist das auch im Winter unproblematisch.
    Denke das Probmel ist mehr wenn neue Kolleginnen oder Kollegen oder jemand der einfach zu aufgeregt ist noch im Einsatz, die Schlüssel stecken gelassen werden und das Fahrzeug offen bleibt, da will ich aber auch keinem ein Vorwurf machen da muss man das 4 Augen Prinzip nutzen und den oder die jenige dran erinnern nimm den Schlüssel mit.
    Aber traurig das es wirklich ausser schon die aggressiven Memschen gegen Rettungskräfte auch solche gibt die uns beklagen.

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  2. Sehe ich genauso. Leider ist wohl niemand in der Lage , solche Verstöße und andere( Behinderung von Einsatzkräfte-fehlverhalten auf BAB ‘s nach VU) und vieles mehr!

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  3. Ich frage mich allerdings auch, warum man immer noch Einsatzmittel offen und sogar fahrbereit mit Schlüssel abstellt. Die Diebstähle von Ausrüstung oder PSA nehmen ja seit Jahren zu.

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  4. exakt so wird das laufen: Straffreiheit wegen “psychischer Erkrankung”.

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  5. Ich glaube schön langsam ist die Toleranz Grenze in einem Status wo man sich nur noch fragen kann, wie weit dass ganze noch hinführen soll.
    Ich lese hier dass Derjenige in eine Klinik eingeliefert wurde….
    Und dann wie geht es denn weiter. Wahrscheinlich Freispruch, oder geringe Strafe, wegen der bekannten 4x weil weil weil und wenn es noch nicht reicht ,weil.
    Ich weiß es ist wahrscheinlich ein Einzelfall.!
    Gibt es dazu eine Statistik?

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