Schwierige Rettung nach Verkehrsunfall

Norden (NI) – Die Rettung von zwei Fahrzeuginsassen aus einem verunfallten Geländewagen hat am Samstag den Einsatzkräften bei einem Verkehrsunfall zwischen Lütetsburg und Norden (Kreis Aurich) einiges abverlangt. Die unglückliche Position des Unfallwagens sowie seine massive Bauweise wurden zur Herausforderung. Insgesamt gab es zwei leichtverletzte und zwei schwerverletzte Menschen sowie einen verletzten Hund.  

Der Geländewagen einer Familie aus Hessen befuhr die Bundesstraße 72 Ortsumgehung Norden in Richtung Norddeich. In einer langgezogenen Kurve kam der Land Rover nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Wildschutzzaun und prallte mit hoher Wucht gegen eine Grabenkante. Der Fahrer sowie ein dahinter sitzender junger Mann konnten den Wagen leicht verletzt verlassen. Auch ihren kleinen Jack Russell Terrier konnten sie selbst aus dem Wagen holen.

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Ungünstige Position. Der Geländewagen kam über einem Graben zum Stehen und musste gegen Abrutschen gesichert werden.

Zwei Insassinnen schwer verletzt

Die Beifahrerin sowie eine auf der Rücksitzbank sitzende junge Frau hatten jedoch schwere Verletzungen erlitten. Diese schweren Verletzungen machten eine besonders schonende Rettung beider Frauen erforderlich Hierzu musste die Feuerwehr das Dach, Türen sowie Dachholme mit hydraulischen Rettungsgeräten entfernen. Weiterhin musste der schwere Geländewagen gegen ein weiteres Abrutschen in den breiten Graben gesichert werden. Der Rettungsdienst legte der Beifahrerin ein Rettungskorsett an und fixierte die Frau auf der Rücksitz auf einem Spineboard. Durch die Immobilisierung konnten beide Unfallopfer sicher aus dem Wrack befreit werden.

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Für die schonende Rettung der Verunfallten mussten die Einsatzkräfte mit hydraulischen Geräten viel Platz schaffen.

Einsatzstelle von zwei Seiten angefahren

Die Einsatzkräfte nutzten die Situation, dass der Graben zwischen der Bundesstraße und einem Wirtschaftsweg verläuft. So konnten die Einsatzfahrzeuge von zwei Seiten anfahren und die Rettung ebenfalls beidseitig angehen.

Die gesamte Rettungsaktion, die sich wegen der ungünstigen Lage des Unfallwagens und der massiven Bauweise des Unfallwagens als sehr schwierig erwies, dauerte rund eine dreiviertel Stunde und erfolgte in enger Absprache zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und der Notärztin. Alle Verletzten kamen ins Krankenhaus. Freunde der Verunfallten, die direkt hinter der Familie fuhr, brachten den Hund zu einem Tierarzt. Er hatte sich bei dem heftigen Aufprall an den Hinterläufen verletzt. Die B72 blieb rund zwei Stunden voll gesperrt.

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