Berlin – Die Berliner Feuerwehr hat 2025 so viele Einsätze bewältigt wie nie zuvor. Mit 558.293 Alarmierungen erreichte die Behörde einen neuen Höchststand. Gleichzeitig setzt sie auf digitale Auswertung und eine neue Alarmierungsstruktur, um steigende Anforderungen zu bewältigen.
Einsatzrekord bei der Berliner Feuerwehr im Jahr 2025. Insgesamt 558.293 gingen ein.
Erneut ist das Einsatzaufkommen der Berliner Feuerwehr gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Behörde ein Plus von 4,9 Prozent. Damit überschritten die Einsatzzahlen bereits im vierten Jahr in Folge die Marke von einer halben Million Einsätzen.
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Während die Zahl der Alarmierungen zunahm, ging das Notrufaufkommen leicht zurück. Insgesamt registrierte die Leitstelle 1.132.637 Notrufe. Rechnerisch ging damit alle 28 Sekunden ein Notruf ein, alle 56 Sekunden rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz aus.
Besonders im Bereich der medizinischen Gefahrenabwehr stiegen die Zahlen erneut. Mehr als 508.000 Einsätze entfielen auf diesen Bereich. Parallel arbeitet die Berliner Feuerwehr an strukturellen Veränderungen, um auf die Entwicklung zu reagieren.
Kern der Strategie ist eine zentrale Datenstruktur. Informationen aus bislang getrennten Bereichen werden zusammengeführt und ausgewertet. Ziel ist ein gezielterer Einsatz begrenzter Ressourcen bei Personal und Fahrzeugen.
Hinzu kommt eine neue Alarmierungsstruktur im Rettungsdienst. Bereits bei der Notrufannahme werden Einsätze einer von fünf Notfallkategorien zugeordnet. Je nach Dringlichkeit kommen unterschiedliche Einsatzmittel und Hilfsfristen zum Einsatz. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr soll dadurch die passende Qualifikation zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sein.
Auch bei der Nachwuchsgewinnung meldet die Behörde Zuwachs: Die Zahl der Auszubildenden stieg um 127 auf mehr als 1.000 Kräfte.