Katastrophenschutz

800 Kräfte trainieren CBRN-Einsatz am Kölner Stadion

Köln (NW) – Rund 800 Einsatzkräfte haben bei der Großübung „resConEx’26“ am RheinEnergieSTADION am 3. Juni den Umgang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrenlagen trainiert. Im Mittelpunkt stand die Dekontamination von Personen, Fahrzeugen und Infrastruktur nach einer simulierten Explosion im Umfeld einer internationalen Sportveranstaltung.

Bei der Großübung „resConEx’26“ am RheinEnergieSTADION trainierten Einsatzkräfte die Dekontamination von Fahrzeugen, Personen und Infrastruktur nach einer simulierten CBRN-Gefahrenlage. (Bild: resConEx ‘26)

Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW), der Bundespolizei und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beteiligte sich die Berufsfeuerwehr Köln an der Übung. Ziel war die Erprobung der deutschen rescEU-CBRN-Dekontaminationskapazität, die künftig im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens europaweit eingesetzt werden kann.

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Dem Szenario lag eine simulierte Explosion zugrunde, bei der gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt wurden. Diese kontaminierten nach Übungsannahme Teile des Stadiongeländes sowie Personen, Fahrzeuge und Infrastruktur.

Unter realistischen Bedingungen trainierten die Einsatzkräfte die Evakuierung betroffener Bereiche und richteten Dekontaminationsstrecken ein. Insgesamt dekontaminierten sie im Verlauf der Übung 400 Personen sowie 50 Fahrzeuge. Zusätzlich übten die Kräfte die Reinigung von Geräten und Infrastruktur. Zum Einsatz gehörten außerdem spezielle Sammelsysteme für kontaminierte Abwässer und Abfälle.

An der mehrtägigen Übung nahmen neben den 800 Einsatzkräften auch 400 Statistinnen und Statisten sowie 250 Beobachtende aus 15 Ländern teil. Ein Team aus 100 Angehörigen von THW, Bundespolizei und BBK organisierte und leitete die Veranstaltung.

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Auf dem Parkplatz des RheinEnergieSTADIONS entstand für die Dauer der Übung eine „Base of Operation“. Dort waren die Kräfte der rescEU-CBRN-Dekontaminationskapazität untergebracht und versorgt. Die Stadt Köln sowie das Land Nordrhein-Westfalen unterstützten die Durchführung unter anderem mit organisatorischer Hilfe vor Ort sowie bei Logistik, Absicherung und Infrastruktur.

Mit „resConEx’26“ erprobten die beteiligten Organisationen die Zusammenarbeit für außergewöhnliche CBRN-Gefahrenlagen. Das seit 2019 bestehende rescEU-Programm ergänzt die Fähigkeiten der EU-Mitgliedstaaten bei Krisen, die einzelne Länder allein nur schwer bewältigen können. Die deutsche rescEU-CBRN-Dekontaminationskapazität soll Ende des Jahres ihre volle Einsatzfähigkeit erreichen.

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