Mercedes Atego 1630 AF/Ziegler

Neues LF 20 für die FF Glücksburg

Glücksburg (SH) – Nach über 800 Kilometern auf der Autobahn war es so weit: Blaulicht und Martinhorn waren rund um das Feuerwehrhaus der FF Glücksburg zu hören. Auf den Hof rollte ein fabrikneues Löschfahrzeug, direkt aus dem Werk der Firma Ziegler in Giengen (BW). „Vor genau 3 Jahren haben wir die Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Ersatzbeschaffung unseres mittlerweile 21 Jahre alten Tanklöschfahrzeuges beschäftigen sollte“, berichtet Nico Köster von der Glücksburger Wehr. „Wir haben zunächst intern besprochen, was für ein Fahrzeug wir benötigen und welche Ausrüstung auf diesem verlastet werden muss.“ Die Entscheidung fiel dann auf ein LF20. Ein multifunktionales Löschfahrzeug mit hoher Beladungskapazität, bei gleichzeitig ausreichend großem Löschmitteltank.

Von Benjamin Nolte

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Im Sommer 2018 erfolgte die Ausschreibung, rund ein Jahr später fand die erste Baubesprechung bei der Firma Ziegler statt. „Kameraden von uns waren im Werk, alle Details wurden in persönlichen Gesprächen geklärt“, so Köster, „Im August 2020 fand dann die letzte Besprechung statt, die Abnahme des Rohbaus.“ Die letzte Phase des Projektes startete Ende Oktober. Für die Endabnahme und Einweisung der Maschinisten machten sich erneut einige Kameraden auf den Weg in Richtung Süden. Nachdem diese dann alle Kameraden der Glücksburger Feuerwehr auf Fahrzeug und Technik eingewiesen hatten, rückte das neue LF20 im November bereits zu ersten Einsätzen aus.

Von Ziegler stammt das neue LF 20 der FF Glücksburg auf Mercedes Atego 1630 AF. (Bild: Benjamin Nolte)

Mehr als zufrieden zeigt sich auch Glücksburgs Ortswehrführer Arne Spring über das neue Einsatzmittel: „Mit dem neuen LF20 steht uns ein qualitativ hochwertiges und modernes Einsatzfahrzeug zur Verfügung, bei dem wir besonders Augenmerk auf Gerätschaften und Ausstattung gelegt haben.“ Nach treuen 21 Jahren im Dienste der Glücksburger Wehr löste die Neubeschaffung ein TLF 16/25 aus dem Jahr 1999 ab. „Das neue Fahrzeug verfügt unter anderem über einen integrierten Schaumtank, aus dem automatisch Schaummittel beigemischt werden kann“, so Spring, „eine elektrische Haspel für den Schnellangriffsschlauch sowie vier Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum.“ 

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Steck- und Schiebleiter sind auf Entnahmehilfen gelagert. Der Lichtmast verfügt über acht LED-Scheinwerfer. (Bild: Benjamin Nolte)

Als erstausrückendes Fahrzeug bei Brandeinsätzen bildet das neue LF20 sozusagen die Speerspitze der Glücksburger Wehr. Zusätzlich wird es bei Einsätzen auf der Flensburger Förde den Schlauchboottrailer ziehen und das Boot in die Nähe der Einsatzstelle bringen. Neben Steck- und Schiebleiter verfügt das Fahrzeug über umfangreiches Schlauchmaterial zur Brandbekämpfung, diverse Werkzeuge und Gerätschaften, eine Löschlanze, die man beispielsweise in brennende Stroh- oder Hauballen stechen kann sowie einen im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug von 2.500 Liter auf 3.000 Liter vergrößerten Wassertank. 

Ein 299 PS starker Dieselmotor in Verbindung mit einem automatischen Getriebe bringen genügend Power auf die Straße für eine zügige Einsatzfahrt. (Bild: Benjamin Nolte)

Die Basis des neuen LF 20 bildet ein Fahrgestell aus dem Hause Mercedes-Benz mit einem 299 PS starken Dieselmotor, der für ausreichend Leistung auf dem Weg an die Einsatzstellen sorgt. Zudem verfügt das Fahrzeug über ein automatisiertes Schaltgetriebe und einen Allradantrieb. Ein pneumatischer Lichtmast mit acht LED-Scheinwerfern kann Einsatzstellen bei Bedarf taghell ausleuchten. „Neu ist auch der mit diesem Fahrzeug erfolgte Einstieg in die digitale Einsatzführung und Abwicklung“, berichtet Spring, „Der Besatzung stehen hierfür zwei Tablets zur Verfügung, mit deren Hilfe beispielsweise Feuerwehreinsatzpläne, Straßen- oder Gefahrgutverzeichnisse aufgerufen werden können. Mit Hilfe einer WLAN-Verbindung zwischen Tablet und Wärmebildkamera kann der Gruppenführer darüber hinaus direkten Einfluss auf das Einsatzvorgehen des Angriffstrupps nehmen und die Atemschutzüberwachung per Tablet vereinfacht den sicheren Einsatz der Trupps.“ 

Das Fazit nach den ersten Einsätzen fällt durchweg positiv aus. „Mit der Konzeptionierung des neuen LF 20 werden wir den heutigen Anforderungen im Brandeinsatz vollumfänglich gerecht“, so Spring. Die Kosten für die Neuanschaffung belaufen sich auf über 360.000 Euro

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Warum hat das fahrzeug der feuerwehr Glucksburg ein niederlandische
    stipping mit blau und weiss ? warum hat der feuerwehr sich dafur entschieden ? wird das ein neue regel im deutschland ?

    grusse aus der niederlande

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  2. Schönes Einsatzfahrzeug, Glückwunsch zur Beschaffung und allzeit gute Fahrt und wenig Einsätze.

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