Lohmar (NW) – Bei einem Brand im Lagerbereich eines Discounters setzte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lohmar am Donnerstag mehrere C-Rohre und zahlreiche Atemschutztrupps ein. Unterstützung kam unter anderem von der Feuerwehr Siegburg mit dem LUF 60 des Rhein-Sieg-Kreises sowie vom THW, das den Lagerinhalt mit einem Bagger in Container umlud. Alle Anwohner konnten die Gebäude unverletzt verlassen.
Unter Atemschutz gehen Einsatzkräfte der Feuerwehr Lohmar gegen den Brand im Lagerbereich des Discounters vor. (Bild: Feuerwehr Lohmar)
Um 16:21 Uhr war die Feuerwehr zu dem Brand in der Villa-Verde-Straße alarmiert worden. Kurz darauf löste sie Stadtalarm aus: Rauch hatte sich in angrenzende Treppenräume, Wohnungen und eine Tiefgarage ausgebreitet. Zudem zerknallten zahlreiche Behälter und sorgten für eine starke Geräuschentwicklung im Lohmarer Ortskern.
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Zur Brandbekämpfung gingen zahlreiche Atemschutztrupps mit mehreren C-Rohren vor. Gleichzeitig entrauchten und kontrollierten Einsatzkräfte die angrenzenden Objekte.
Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lohmar befanden sich im Einsatz, wie die Wehr mitteilt. Hinzu kamen die Alarmgruppe der Feuerwehr Neunkirchen-Seelscheid sowie die Feuerwehr Siegburg mit dem LUF 60 des Rhein-Sieg-Kreises. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte mit einem Fachberater des Ortsverbandes Siegburg und der Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Bergisch Gladbach.
Für die weiteren Arbeiten setzte das THW einen Bagger ein. Damit wurde der Lagerinhalt in Container umgeladen. Anschließend benetzten die Einsatzkräfte die Container mit Schaum. Der Bauhof unterstützte die Maßnahmen mit einem Radlader und übernahm Absperrmaßnahmen.
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Vor allem in der Anfangsphase hielten sich laut Feuerwehr zahlreiche Schaulustige im unmittelbaren Gefahrenbereich auf. Dort waren sie auch durch den Brandrauch gefährdet. Feuerwehr und Polizei mussten Einsatzkräfte einsetzen, um den betroffenen Bereich zu räumen. Diese Kräfte standen dadurch zeitweise nicht für andere Einsatzmaßnahmen zur Verfügung.
Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz übernahmen die Einsatzstellenverpflegung. Im Verlauf musste der Rettungsdienst eine Einsatzkraft wegen witterungsbedingter Erschöpfung behandeln.
Um 20:10 Uhr war der Einsatz für alle Kräfte außer der Löscheinheit Lohmar, der Hygieneeinheit und der IuK-Einheit beendet. Die verbliebenen Einsatzkräfte räumten das Lager weiter leer und führten die letzten Nachlöscharbeiten durch. Die Bewohner konnten zu diesem Zeitpunkt wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Nach mehr als sechs Stunden konnte der Einsatz vollständig beendet werden. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.