Hamburg – Ein Kettenkarussell auf dem Hamburger Dom ist am Dienstagabend mit 23 Fahrgästen in rund 25 Metern Höhe stehen geblieben. Die Feuerwehr Hamburg setzte ihre Höhenrettung ein und bereitete parallel eine Rettung über Hubrettungsfahrzeuge vor. Nach gut 90 Minuten konnte das Fahrgeschäft wieder heruntergefahren werden. Alle Betroffenen blieben unverletzt.
Fahrgäste sitzen in rund 25 Metern Höhe in dem Kettenkarussell fest. Die Feuerwehr Hamburg bereitete parallel zur technischen Problemlösung eine Rettung über Hubrettungsfahrzeuge vor. (Bild: NEWS5 | Peters)
Die Feuerwehr wurde am 25. August 2026 um 22:20 Uhr zum Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli alarmiert. Das Fahrgeschäft mit einer Turmhöhe von gut 70 Metern war zum Stillstand gekommen. Die Fahrgäste konnten ihre an Ketten befestigten Sitze zunächst nicht verlassen.
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Einsatzkräfte der Spezialeinsatzgruppe Höhenrettung stiegen zusammen mit dem Betreiber im Inneren des Turms bis auf die Höhe der Passagiere. Bei der ersten Kontaktaufnahme stellte sich heraus, dass niemand medizinische Hilfe benötigte. Anschließend arbeiteten Höhenretter und Betreiber daran, das technische Problem zu beheben.
Parallel bereitete die Feuerwehr eine alternative Menschenrettung vor. Dafür standen eine Drehleiter sowie ein 70 Meter hohes Teleskopmastfahrzeug zur Verfügung. Über die Drehleiter brachten die Einsatzkräfte Decken zu den Fahrgästen, um sie während der Arbeiten vor einer Unterkühlung zu schützen.
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Nach Angaben der Feuerwehr wurde das Fahrgeschäft manuell angehoben, um eine Bremsbacke zu lösen. Danach konnte das Kettenkarussell elektrisch bis zum Boden gefahren werden. Die vorbereitete Rettung der Passagiere über die Hubrettungsfahrzeuge war damit nicht mehr erforderlich.
Nach gut 90 Minuten konnten alle 23 Fahrgäste das Karussell verlassen. Ein Notarzt sichtete die Betroffenen; Verletzungen wurden nicht festgestellt. Niemand musste in eine Klinik gebracht werden.
Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit 45 Einsatzkräften gut zwei Stunden vor Ort.