Bombenfund auf Werksgelände

Fliegerbombe bei Rheinmetall: Wasserschneidgerät im Einsatz

Unterlüß (NI) – Eine rund 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe auf dem Gelände von Rheinmetall in Unterlüß, Kreis Celle, hat am Montag einen stundenlangen Einsatz ausgelöst. Weil der Zünder wegen der starken Deformation nicht herausgedreht werden konnte, zerteilte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe schließlich mit einem aus Bremen angeforderten Wasserschneidgerät. Mehr als 100 Menschen waren zuvor evakuiert worden.

Die Feuerwehr Unterlüß bei Absperrmaßnahmen während des Einsatzes nach dem Fund einer Fliegerbombe auf dem Rheinmetall-Gelände. (Bild: FF Südheide)

Bei Erdarbeiten auf dem Werksgelände war die Bombe am Montag gegen 15:15 Uhr entdeckt worden. Um 16:14 Uhr wurde die Feuerwehr Unterlüß alarmiert. Die Werkfeuerwehr Rheinmetall befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Einsatz, da auch das Werk vollständig geräumt werden musste.

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Für die Entschärfung mussten rund 70 Haushalte innerhalb eines Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle evakuiert werden. Die Räumung begann um 19 Uhr und war gegen 20:30 Uhr abgeschlossen. Insgesamt mussten mehr als 100 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Ein Teil von ihnen kam in der Grundschule Unterlüß unter, weitere Betroffene fanden bei Freunden, Nachbarn oder Verwandten Unterkunft.

Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes übernahmen die Betreuung und Versorgung in der Schule. Sie kümmerten sich außerdem um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Während der Evakuierung sperrte die Polizei die Landesstraße 280 zwischen dem Abzweig nach Schmarbeck und der Neuensothrietherstraße Unterlüß in beiden Richtungen.

Die starke Deformation der Fliegerbombe erschwerte deren Bearbeitung. Ein Versuch des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, den Zünder aus der Bombe zu drehen, blieb erfolglos. Daraufhin forderte man ein Wasserschneidgerät aus Bremen an. Mit diesem Gerät zerteilten die Spezialisten die Bombe.

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Gegen 00:20 Uhr war dieser Arbeitsschritt beendet. Anschließend konnten die Absperrungen aufgehoben werden und die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Den Zünder sprengte der Kampfmittelbeseitigungsdienst danach auf dem Werksgelände. Für die Feuerwehr Unterlüß endete der Einsatz um 1 Uhr, für die Werkfeuerwehr Rheinmetall gegen 2 Uhr.

Beteiligt waren neben der Ortsfeuerwehr Unterlüß und der Werkfeuerwehr Rheinmetall das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, die Polizei mit drei Streifenwagen sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst.

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