Berlin – Mit der Einweihung des Riedel-Evers-Weges hat die Berliner Feuerwehr gemeinsam mit dem Bezirksamt Neukölln an zwei Feuerwehrmänner erinnert, die 1991 bei einem Brandeinsatz ums Leben kamen. Die Benennung soll ihr Andenken dauerhaft im Stadtbild der Hauptstadt verankern.
Mit einer Gedenkveranstaltung ehrten die Berliner Feuerwehr und das Bezirksamt Neukölln die verstorbenen Feuerwehrmänner Klaus-Dieter Riedel (links) und Frank Evers. (Bild: Berliner Feuerwehr)
Am Braunschweiger Ufer im Berliner Ortsteil Britz trägt ein Weg seit dem 18. Juni 2026 offiziell den Namen Riedel-Evers-Weg. Die Berliner Feuerwehr und das Bezirksamt Neukölln weihten die neue Verkehrsfläche im Rahmen einer Gedenkveranstaltung ein.
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Geehrt werden damit Hauptbrandmeister Klaus-Dieter Riedel und Brandmeister Frank Evers. Beide waren am 18. März 1991 bei einem Großbrand in einer Lagerhalle in Britz tödlich verunglückt. Während der Löscharbeiten stürzte eine Außenwand ein und traf die Drehleiter, auf der sich die beiden Feuerwehrmänner befanden.
Der neu eingeweihte Riedel-Evers-Weg in Berlin-Britz erinnert an die Feuerwehrmänner Klaus-Dieter Riedel und Frank Evers, die 1991 bei einem Brandeinsatz ums Leben kamen. (Bild: Berliner Feuerwehr)
An der Veranstaltung nahmen unter anderem Landesbranddirektor Prof. Dr. Karsten Homrighausen, Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Bezirksstadtrat Jochen Biedermann sowie Thomas Kirstein, Leiter des Einsatzbetriebes der Berliner Feuerwehr, teil. Neben Vertretern der Berliner Feuerwehr und des Bezirksamtes waren auch ehemalige Kolleginnen und Kollegen sowie Weggefährten der Verstorbenen vor Ort. Gemeinsam enthüllten die Beteiligten das Straßenschild des neuen Riedel-Evers-Weges.
In seiner Rede betonte Homrighausen die besondere Bedeutung der Ehrung. Riedel und Evers seien die letzten Kollegen der Berliner Feuerwehr gewesen, die im Einsatz ihr Leben verloren hätten. Zugleich seien sie die ersten Feuerwehrmänner, denen mit der Benennung eines eigenen Weges eine solche Würdigung zuteilwerde.
Die Einweihung fällt in das 175. Jubiläumsjahr der Berliner Feuerwehr. Mit dem neuen Straßennamen soll die Erinnerung an die beiden Verstorbenen dauerhaft bewahrt werden.
Auch andernorts bleibt die Erinnerung an im Dienst verstorbene Feuerwehrangehörige lebendig. So jährt sich der Unfall der Freiwilligen Feuerwehr Wolmirstedt (ST), bei dem am 19. Juni 2006 vier Kameraden auf einer Einsatzfahrt ums Leben kamen, in diesem Jahr zum 20. Mal. Bereits zum 19. Jahrestag hatten Vertreter von Feuerwehr und Stadt an der Unglücksstelle Blumen niedergelegt und der Verstorbenen gedacht.
Eine Gedenktafel erinnert in Wolmirstedt an die vier Feuerwehrkameraden, die am 19. Juni 2006 bei einem Verkehrsunfall auf einer Einsatzfahrt ums Leben kamen. (Bild: Stadt Wolmirstedt)